Alpine Welten
Burg/Schloss

Castello Nuovo

🇮🇹
46.292, 10.264 Italien
Livigno-Alpen
Highlight:
Das Castello Nuovo erhebt sich auf dem Dosso dei Castelli oberhalb von Grosio in der Valtellina. Die zwischen 1350 und 1370 von den Visconti erbaute Festung kontrollierte strategisch das Tal und den Zugang zur Val Grosina. Heute zählt die gut erhaltene Ruine zu den bedeutendsten Burgbauten der Provinz Sondrio.

Visconti-Festung über der Valtellina

Die Festung entstand als strategischer Stützpunkt der Visconti von Milano, die 1335 die Valtellina erobert hatten. Der Standort auf dem Kamm ermöglichte die Überwachung des Mortirolo-Passes und bildete einen wichtigen Vorposten für die spätere Eroberung der Grafschaft Bormio im Jahr 1376. Die Familie Venosta beteiligte sich am Bau und erhielt später das Recht, den Namen Visconti-Venosta zu führen.

Die imposante Doppelmauer mit Zinnen und der mächtige Bergfried zeugen von der militärischen Bedeutung der Anlage. Archäologen entdeckten unter der mittelalterlichen Burg noch ältere Strukturen aus der Bronzezeit. Nach dem Befehl der Drei Bünde wurde das Castello 1526 geschleift, während der Veltliner Kriege jedoch wieder befestigt.

Gut zu wissen:

Unter den mittelalterlichen Ruinen fanden Archäologen Mauerreste aus der mittleren Bronzezeit sowie eine ovale Struktur mit eingeritzten Schälchen aus der späteren Bronzezeit.

Bekannte Ziele in den Livigno-Alpen

Stadt 1.816 m

Livigno

Livigno liegt auf 1.816 m in den Livigno-Alpen nahe der Schweizer Grenze. Als italienische Zollfreizone bietet der Ort steuerfreien Einkauf und gilt als Skitourenmekka. Die geografische Isolation zwischen Inn- und Donau-Einzugsgebiet prägte jahrhundertelang die Entwicklung.

Sattel 2.672 m

Pass da Val Mera

Der Pass da Val Mera liegt auf 2.672 m direkt auf der Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Der Pass verbindet die obere Valle di Livigno mit dem Val da Camp in den Livigno-Alpen. Am Pass befinden sich zwei blaue Seen: der Lagh da Roan auf Schweizer und der Lago Valletta auf italienischer Seite.

Gipfel 3.168 m

La Pala

Der La Pala erhebt sich auf 3.168 m in den Livigno-Alpen an der italienisch-schweizerischen Grenze. Der Gipfel ist ein anspruchsvolles Skitourenziel mit ausgesetztem Grat und steilen Passagen. Vom Pass da Val Mera führt der Normalweg über technisches Gelände zum Gipfel.

Gebirgspass 2.435 m

Fuorcla Minor

Die Fuorcla Minor liegt auf 2.435 m in den Livigno-Alpen. Der Pass verbindet das Val Minor mit dem Val da Camp und ermöglicht den Übergang vom Piz Lagalb-Gebiet ins Saoseo-Tal.

Gipfel 2.785 m

Monte della Neve

Der Monte della Neve erhebt sich auf 2.785 m in den Livigno-Alpen. Der technisch einfache Gipfel bietet Panoramablick über das Livigno-Tal und die umliegenden Berge. Aufstieg führt über Schotterstraße von der Mottolino-Bergstation oder Passo Eira.

Sattel 2.235 m

Berninapass

Der Berninapass verbindet auf 2.235 m das Engadin mit dem Puschlav und dem Veltlin. Der historische Übergang liegt auf der Wasserscheide zwischen Schwarzem Meer und Adria. Die Passhöhe trennt rätoromanisches und italienisches Sprachgebiet.

Dorf 1.014 m

Poschiavo

Poschiavo ist das Hauptdorf des Val Poschiavo im südlichen Graubünden, rund 15 km südlich des Berninapasses gelegen. Das Tal bildet den südlichen Abschluss der Bernina-Alpen und verbindet die Engadiner Bergwelt mit dem lombardischen Veltlin.

Dorf 1.805 m

Pontresina

Pontresina liegt im Val Bernina am Berninapass und bildet das Tor zu den Viertausendern der Bernina-Gruppe. Der Ort dient als strategischer Ausgangspunkt für Hochtouren auf Piz Bernina und Piz Palü. Umgeben von Bergen über 4.000 m zählt Pontresina seit dem 19. Jahrhundert zu den bedeutendsten Bergsteigerorten der Schweiz.

Gipfel 3.061 m

Piz dal Diavel

Der Piz dal Diavel erhebt sich auf 3.061 m in den Livigno-Alpen im Schweizer Nationalpark. Der Gipfel ist bekannt für seine Steinplatte mit über 200 Dinosaurierspuren auf 2.450 m Höhe. Er liegt im Grenzgebiet zwischen der Schweiz und Italien.

Gipfel 2.682 m

Piz Terza

Der Piz Terza ist ein 2.682 m hoher Gipfel in den Livigno-Alpen, nahe der Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Er zählt zu den wenig frequentierten Erhebungen der Ostalpen.

Dorf 2.079 m

Trepalle

Trepalle liegt auf 2.079 m und ist die höchste ganzjährig bewohnte Ortschaft Italiens. Die Fraktion von Livigno gehört zur zollfreien Zone der Livigno-Alpen. Hier wurde 1956 mit −41 °C die damals tiefste Temperatur Italiens gemessen.

Gipfel 3.024 m

Monte Garone

Der Monte Garone erhebt sich auf 3.024 m in den Livigno-Alpen an der italienisch-schweizerischen Grenze. Der Gipfel besteht aus hellem Dolomitgestein und hebt sich damit geologisch von den umliegenden metamorphen Gneisbergen ab.

Berghütten in den Livigno-Alpen

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