Der Legende nach vergruben französische Soldaten 1691 eine Truhe mit Offizierssolden im Wald nahe der Burg – ein Findstein soll noch heute die Richtung zum verborgenen Schatz weisen.
Castello di Avigliana
Das Castello di Avigliana thront auf 467 m über der Stadt Avigliana am Eingang zum Susatal. Die Burgruine gilt als eine der ältesten Festungen Piemonts aus dem 10. Jahrhundert. Von den Resten der Anlage reicht der Blick über die Seen von Avigliana bis zur Sacra di San Michele.
Burgruine über dem Susatal
Arduino il Glabro, Markgraf von Turin, ließ die Burg 924 als strategischen Stützpunkt errichten. Die Festung kontrollierte den wichtigen Alpenübergang zwischen Frankreich und der Turiner Ebene entlang der Via Francigena. Jahrhundertelang diente sie als bevorzugter Aufenthaltsort der Grafen von Savoyen, die von hier ihre Expansion nach Piemont vorantrieben.
Im Castello di Avigliana kamen bedeutende Herrscherpersönlichkeiten zur Welt: 1136 Umberto III. von Savoyen und 1360 Amedeo VII., genannt der Rote Graf. Die Burg erlebte zahlreiche Zerstörungen und Wiederaufbauten, bis französische Truppen unter Marschall Catinat sie 1691 endgültig sprengten. Heute führt ein kurzer Wanderweg vom mittelalterlichen Stadtkern Aviglianas zu den Ruinen auf dem Monte Pezzulano.
Gut zu wissen:
Bekannte Ziele in den Cottischen Alpen
San Nicolao
San Nicolao liegt am Fuße des Majella-Gebirges in den italienischen Abruzzen. Der Ort dient als Ausgangspunkt für Skitouren in den Majella Nationalpark. Von hier führt eine sanft ansteigende Route zum Monte Rapina.
Lago del Ciardonnet
Der Lago del Ciardonnet liegt auf 2.552 m Höhe im Parco naturale Orsiera-Rocciavrè in den Cottischen Alpen. Der dreieckige Bergsee befindet sich in einer Hochgebirgskonche zwischen Monte Orsiera und Punta Gavia.
Lago Rouen
Der Lago Rouen liegt auf 2.391 m im Parco Naturale Orsiera Rocciavrè in den Cottischen Alpen. Der etwa 200 m lange Bergsee ist nur im Hochsommer eisfrei und wird über einen Wanderweg von der Borgata Gran Faetto erreicht.
Colle dell'Assietta
Der Colle dell'Assietta ist ein 2.472 m hoher Alpenpass in den Cottischen Alpen. Er trennt das Susatal im Norden vom Val Chisone im Süden. Über den Pass verläuft die 35 km lange Assietta-Kammstraße.
Colle delle Vallette
Der Colle delle Vallette liegt auf 2.551 m in den Cottischen Alpen an der italienisch-französischen Grenze. Der Pass verbindet die piemontesischen Täler und bietet Zugang zu den westalpinen Bergwanderrouten.
Colle delle Finestre
Der Colle delle Finestre (2.176 m) verbindet die untere Valle di Susa mit dem Val Chisone in den Cottischen Alpen. Der Pass trennt die beiden Untergruppen Fraiteve-Assietta-Ciantiplagna und Orsiera-Rocciavrè. Vom Gipfel reicht der Blick nordwärts zum Rocciamelone und südwärts zum Monte Albergian.
Jouvenceaux
Jouvenceaux ist eine Fraktion der Gemeinde Sauze d'Oulx in den Cottischen Alpen im Piemont. Das historische Bergdorf liegt in der Alta Val di Susa auf 1.509 m Höhe. Die Siedlung geht auf keltische Ursprünge zurück und trägt den Namen der Sauvincatii.
Chiomonte
Chiomonte liegt auf 750 m im Val di Susa in den Cottischen Alpen. Die Gemeinde verfügt mit der Fraktion Frais über eine Skistation, die über eine Sesselbahn mit dem Bahnhof verbunden ist. Das Gebiet diente 2006 als Trainingsstätte für die Olympischen Winterspiele in Turin.
Roc 'd Vaie
Der Roc 'd Vaie erhebt sich in den Cottischen Alpen oberhalb der gleichnamigen Gemeinde im Susatal. Der Gipfel liegt westlich von Turin an der italienisch-französischen Grenze. Von seinem Gipfel reicht der Blick über das historische Susatal und die umliegenden Cottischen Alpen.
Monte Pirchiriano
Der Monte Pirchiriano erhebt sich als 936 m hoher Felssporn in den Cottischen Alpen bei Turin. Auf seinem Gipfel thront die Sacra di San Michele, das Wahrzeichen des Piemont. Der Berg besteht aus charakteristischem Serpentingestein.
Croce di Sanfront
Die Croce di Sanfront erhebt sich in den Cottischen Alpen oberhalb der gleichnamigen Gemeinde im Piemont. Der Gipfel liegt im westlichen Gebirgsbereich, wo der Po entspringt und sich das Valle Po zur Poebene öffnet.
Croce di Envie - Cima Bracco
Der Monte Bracco erhebt sich auf 1.307 m zwischen dem Po-Tal und der Ebene von Cuneo. Das kleine Bergmassiv besteht aus Gneis und gehört zum kristallinen Dora-Maira-Komplex. Vom Gipfel mit seiner charakteristischen Croce di Envie reicht der Blick weit über das Piemont.
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