Schutzhütte auf dem Brauneck über Lenggries
Am Brauneck in den Bayerischen Voralpen, westlich von Lenggries, liegt auf 1.540 m das Brauneck Gipfelhaus. Betrieben wird die Hütte von der Sektion Alpiner Ski-Club München des Deutschen Alpenvereins (DAV). Von der Terrasse reicht der Blick vom Karwendel über die Zugspitze bis zu den Tauern. Die Hütte bildet den Gemeindeteil Brauneckhütte der Gemeinde Lenggries.
Zum Latschenkopf (1.712 m) geht man 1 Stunde, zu den Achselköpfen (1.709 m) 2 Stunden und zur Benediktenwand (1.801 m) 3 Stunden. Über die Achselköpfe führt die Kammwanderung zur Benediktenwand. Im Winter verlaufen Skitouren entlang der Pisten der Brauneck-Bergbahn und durch das Längental.
Übernachten auf dem Brauneck Gipfelhaus
Das Brauneck Gipfelhaus hat 70 Schlafplätze und eine mobile Sauna. Seit 1996 wird die Hütte schrittweise renoviert. Dabei kamen moderne Sanitäreinrichtungen und eine umweltfreundliche Energieversorgung hinzu.
Zustieg zum Brauneck Gipfelhaus
Von Lenggries (679 m) sind es 2 bis 3 Stunden zur Hütte, von Wegscheid (690 m) ebenso lange. Ab Schlegldorf dauert der Aufstieg 2½ Stunden, vom Parkplatz Längental 3½ Stunden. Von der Bergstation der Kabinenbahn (1.500 m) sind es 10 Minuten. Übergänge führen zur Neulandhütte (1.235 m) in 2½ Stunden, zur Tutzinger Hütte (1.327 m) in 3 Stunden, zur Lenggrieser Hütte (1.338 m) in etwa 5½ Stunden und zum Blomberghaus (1.203 m) in 6 Stunden.
Gut zu wissen:
1920 beschloss der Alpine Ski-Club (ASC), eine Hütte für Wintertourengeher zu bauen. Die Inflation von 1923 entwertete die angesparten 5000 Goldmark. Errichtet wurde die Hütte deshalb erst von Juli bis September 1930, und am 21. Juni 1931 wurde sie eingeweiht. Im Zweiten Weltkrieg waren hier Soldaten untergebracht, die auf dem Gipfel als Fliegerbeobachter dienten. In den 1960er Jahren lehnte der Club ein Kaufangebot der Brauneck-Bergbahn ab, die daraus ein Restaurant machen wollte.