Schutzhütte am Gerlossee im Nationalpark Hohe Tauern
Auf 2.328 m, am unteren Gerlossee im Wildgerlostal, liegt die Zittauer Hütte, oft auch Zittauerhütte geschrieben. Betrieben wird die Schutzhütte in den Zillertaler Alpen von der Sektion Warnsdorf-Krimml des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV). Sie steht in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern und ist Ausgangspunkt für Hoch- und Skitouren.
Auf der „Dreiländertour“ durch das Zillertal übernachten wir hier. Strom erzeugt die Hütte selbst: Ein kleines Wasserkraftwerk, gespeist vom Abfluss des Gletschers Wildgerloskees, arbeitet im Inselbetrieb, ohne Anschluss an das öffentliche Netz.
Übernachten auf der Zittauer Hütte
Für die Übernachtung hat die Hütte 59 Schlafplätze. Trink- und Nutzwasser kommt aus einer Quelle etwa 250 m von der Hütte entfernt und wird mit einer UV-Anlage entkeimt. Seit 1997 reinigt eine vollbiologische Zwei-Kammer-Kläranlage mit mechanischer Vorreinigung das Abwasser. Versorgt wird die Hütte über eine Materialseilbahn.
Zustieg zur Zittauer Hütte
Von Gerlos geht es mit dem Auto bis zum Gasthaus Finkau (1.419 m) am Ende des Stausees Durlaßboden. Die Wanderung zur Zittauer Hütte verläuft von dort durch das Wildgerlostal und dauert etwa drei Stunden. Über die Roßkarscharte (2.687 m) führt ein Übergang ins Rainbachtal zur Richterhütte (2.374 m). Ein zweiter Übergang verläuft über die Rainbachscharte (2.720 m) ins Krimmler Achental zum Krimmler Tauernhaus (1.622 m). Beide Übergänge dauern etwa 5 Stunden.
Gut zu wissen:
Die 1887 gegründete Sektion Warnsdorf des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins aus Nordböhmen weihte die Hütte am 9. August 1901 ein. Benannt ist sie nach der Stadt Zittau in Sachsen, aus der die größte Gruppe der Vereinsmitglieder kam. 2001 folgten Komplettsanierung, Erweiterung und das Umweltgütesiegel für Alpenvereinshütten. Gipfelziele sind der Gabler (3.263 m, ca. 3½ Stunden), die Reichenspitze (3.303 m, ca. 4½ Stunden), die Wildkarspitze (3.076 m, ca. 3½ Stunden) und die Wildgerlosspitze (3.280 m, ca. 5 Stunden). Alle vier Touren verlaufen über vergletschertes Gebiet. Bewirtschaftet ist die Hütte nur vier Monate im Jahr.