Berghütte am Zugspitzplatt – Stützpunkt für Zugspitze und Jubiläumsgrat
Auf 2.052 m, unmittelbar am Abbruch des Zugspitzplatts zum Reintalanger und direkt unter dem Brunntalkopf (2.264 m), liegt die Knorrhütte der Sektion München des Deutschen Alpenvereins (DAV). Im Wettersteingebirge ist sie der Stützpunkt für den Zugspitzaufstieg durch das Reintal. Der Weg zum Gipfel (2.962 m) verläuft von hier über das Zugspitzplatt.
Auf der „Alpenüberquerung von Garmisch nach Cortina“ und beim „Bergwandern von Oberstdorf zur Zugspitze“ übernachten wir hier. Von der Knorrhütte führt außerdem ein gekennzeichneter Steig mit leichten Klettereien über den Brunntalkopf zum Jubiläumsgrat. Man betritt den Grat zwischen Innerer und Mittlerer Höllentalspitze auf 2.650 m und erreicht die Zugspitze in zwei bis drei Stunden.
Übernachten auf der Knorrhütte
Die Schutzhütte der Kategorie I hat 116 Schlafplätze. Es gibt Duschen, Trockenräume und einen Winterraum. Versorgt wird die Hütte per Helikopter.
Zustieg zur Knorrhütte
Von Garmisch-Partenkirchen sind es etwa 6 bis 7 Stunden zur Hütte. Ab dem Olympia-Skistadion geht es durch die Partnachklamm ins Reintal zur Bockhütte und an der ehemaligen Blauen Gumpe vorbei zur Reintalangerhütte (1.366 m). Von dort sind es noch rund 700 Höhenmeter und 1,5 Stunden hinauf zur Hütte.
Kürzer ist der Zustieg von Ehrwald. Zu Fuß oder mit der Gondelbahn geht es zur Ehrwalder Alm (1.500 m). Danach führt der Weg an der Pestkapelle und dem Feldernjöchl (2.045 m) vorbei über das Gatterl, den Grenzübergang auf 2.024 m, und den Plattsteig zur Hütte. Ab der Ehrwalder Alm sind es etwa 2,5 Stunden.
Gut zu wissen:
Mit Geld des Münchner Kaufmanns Angelo Knorr (1820–1872) entstand 1855 eine kleine Schutzhütte, die schon 1860 heruntergekommen war. Die Sektion München übernahm sie und übergab den Neubau am 10. August 1873. Es war die erste Hütte des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins in den nördlichen Ostalpen.