DAV-Schutzhütte zwischen Montafon und Paznaun
Auf 2.305 m, am Übergang zwischen Montafon und Paznaun, liegt die Wormser Hütte der Sektion Worms des Deutschen Alpenvereins (DAV). Die Schutzhütte der Kategorie I im österreichischen Bundesland Vorarlberg, auch Wormserhütte geschrieben, gehört zur Verwallgruppe. Für Wanderer auf dem Wormser Weg durch das Verwall ist sie der Endpunkt, am Zentralalpenweg 02 ein Stützpunkt.
Auf der „Verwallrunde“ und auf der Tour „Vom Rätikon ins Verwall“ durch das Montafon übernachten wir hier. Kapelljoch (¼ Stunde), Kreuzjoch (2.395 m, ¾ Stunden) und Zamangspitze (2.386 m, 1¼ Stunden, Trittsicherheit erforderlich) sind kurze Gipfelziele. Zum Hochjoch (2.520 m) mit einigen Stellen im II. Grad sind es 2 Stunden.
Übernachten auf der Wormser Hütte
Die Hütte hat 64 Schlafplätze: 22 in Zimmern und 42 in vier Lagern. Duschen sind vorhanden, dazu ein Kneippbecken.
Zustieg zur Wormser Hütte
Der Hauptzustieg ohne Seilbahn führt von Schruns durch das Kapelltal in 5 bis 6 Stunden und rund 1.100 Hm zur Hütte. Von St. Gallenkirch sind es 5 Stunden. Am kürzesten ist die Wanderung zur Wormser Hütte ab der Bergstation der Sesselbahn Sennigrat mit 20 Minuten. Von der Bergbahn-Mittelstation geht es über die Alpe Vorderkapell auf dem längeren „Seeweg“ hinauf, nicht schwierig, aber mühsam.
Über den Wormser Weg sind es 8 bis 10 Stunden und 20 km zur Heilbronner Hütte. Der Übergang zur Konstanzer Hütte über Kreuzjoch, Furkla, das hintere Silbertal und das Silbertaler Winterjöchle dauert etwa 6 bis 7 Stunden.
Gut zu wissen:
Erste Überlegungen zum Bau gab es 1902. Auch die Sektion Tübingen-Reutlingen zeigte damals Interesse am Bauplatz. 1906/07 errichtete Hüttenbaumeister Walser die Hütte für rund 13.000 Mark, 4.000 davon kamen als Zuschuss vom Zentralausschuss des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins. Eröffnet wurde sie vom 27. bis 29. Juli 1907 mit Fest und kirchlicher Weihe. Lange brachte das Maultier „Fritz“ die Versorgung herauf, bis es bei einem Absturz starb. Die Hütte wurde mehrfach erweitert, zuletzt 2019.