DAV-Schutzhütte auf 2.165 m im Jamtal bei Galtür
Die Jamtalhütte liegt auf 2.165 m im Jamtal oberhalb von Galtür in der österreichischen Silvretta. Betrieben wird sie von der Sektion Schwaben des Deutschen Alpenvereins (DAV). Im Frühjahr ist die Schutzhütte ein vielbesuchter Stützpunkt für Skitourengänger, außerdem führen die Silvretta-Runde und der Zentralalpenweg an ihr vorbei. Unterhalb der Hütte betreibt die Tiroler Bergrettung ihr Ausbildungszentrum mit Eiskletterturm und Seilbahnanlagen.
Die Hütte nutzen wir als Stützpunkt für Kurse, Hochtouren und Schneeschuhtouren, darunter den „Skitourenkurs für Einsteiger in der Silvretta“ und die „Hochtourenwoche Silvretta mit Piz Buin“. Zur Dreiländerspitze (3.197 m) und zum Augstenberg (3.228 m) sind es je 4 Stunden. Das Fluchthorn (3.397 m) ist seit dem 11. Juni 2023 nach einem Felssturz gesperrt.
Übernachten auf der Jamtalhütte
Die Jamtalhütte hat 180 Schlafplätze, davon 120 in Zimmerlagern und 60 im Matratzenlager. Duschen und Sanitäranlagen gibt es auf den Etagen. Im Keller sind Ski-/Schuhraum und Trockenraum untergebracht, dazu kommen Seminarraum, Kletterraum, Kapelle und eine große Terrasse. Außerhalb der Bewirtschaftungszeiten steht der Winterraum mit 12 Schlafplätzen zur Selbstversorgung offen. Strom kommt aus einem eigenen Wasserkraftwerk am Futschölbach und über ein 20-kV-Kabel.
Zustieg zur Jamtalhütte
Im Sommer führt eine öffentliche Fahrstraße von Galtür zum Parkplatz bei der Mentaalpe. Von etwa November bis April ist sie gesperrt. Ab dem Parkplatz sind es vorbei an Schnapfenalpe und Jamfassung (1.841 m) etwa 2,5 Stunden zur Hütte, ab Galtür 3 Stunden. Im Winter geht es ab dem Sport- und Kulturzentrum in Galtür mit Tourenski entlang des Sommerwegs hinauf. Die Pistenraupe der Hütte präpariert ihn meist, eine gesicherte Piste ist er aber nicht. Der Übergang zur Wiesbadener Hütte über die Obere Ochsenscharte dauert 4 Stunden. Über das Kronenjoch sind es 5 Stunden zur Heidelberger Hütte, über das Jamjoch 4,5 Stunden zur Chamanna Tuoi.
Gut zu wissen:
1882 baute die Sektion Schwaben die Hütte, damals unbewirtschaftet und mit zehn Schlafplätzen. Am 22. Februar 1999 beschädigten zwei Staublawinen sie stark. Beim lawinensicheren Umbau wurde das Dach bis zum Erdgeschoss abgesenkt. Bewirtschaftet ist die Hütte in der Regel von Mitte Februar bis Anfang Mai und von Ende Juni bis Ende September.