Alpine Welten
Berghütte DAV Sektion Berlin

Brandenburger Haus

3.277m 🇦🇹
46.844, 10.778 Österreich
Betten: 60
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Vent

Höchste Hütte des DAV zwischen zwei Gletschern

10 Kilometer Luftlinie von Vent entfernt liegt auf 3.277 m das Brandenburger Haus in den Ötztaler Alpen. Die Schutzhütte der Sektion Berlin des Deutschen Alpenvereins (DAV) steht auf einer Felsinsel zwischen Gepatsch- und Kesselwandferner, am lawinensicheren Südhang der Dahmannspitze, die nach dem Architekten der Hütte benannt ist. Keine andere Schutzhütte des DAV ist höher gelegen.

Die Dahmannspitze (3.397 m) ist in einer halben Stunde erreicht. Fluchtkogel (3.494 m), Kesselwandspitze (3.414 m) und Mutspitze (3.257 m) sind je 1½ Stunden entfernt. Zur Weißkugel (3.739 m) sind es 5½ Stunden.

Übernachten auf dem Brandenburger Haus

Die Hütte hat 60 Schlafplätze. Trink- und Brauchwasser kommt aus einem Schneefeld auf 3.300 m. Weil es abgeschmolzen war, musste die Hütte im September 2025 vorzeitig schließen. Im August 1998 wurde eine Abwasser- und Komposttoilettenanlage eingeweiht, finanziell unterstützt vom Bundesland Brandenburg. Einen Winterraum gibt es nicht mehr: Er wurde 1921 wegen Vandalismus geschlossen.

Zustieg zum Brandenburger Haus

Von Vent (1.894 m) führt der Hauptzustieg über die Rofenhöfe zum Hochjochhospiz (2.413 m). Weiter geht es über den Deloretteweg und den Kesselwandferner, insgesamt dauert der Weg 5 bis 6 Stunden. Aus dem Kaunertal sind es vom Gepatschhaus (1.928 m) 3 Stunden zur Rauhekopfhütte (2.731 m). Danach folgen 2½ bis 3 Stunden über den spaltenreichen Gepatschferner. Übergänge führen zum Hochjochhospiz (2 Stunden), zur Rauhekopfhütte (2 bis 3 Stunden) und zur Weißkugelhütte (2.544 m) in Südtirol (2 Stunden). Zur Vernagthütte (2.755 m) über das Guslarjoch (3.311 m) braucht man 3 Stunden. Alle Wege sind Gletschertouren und verlangen Erfahrung und Ausrüstung.

Gut zu wissen:

Von 1905 bis 1909 baute die Sektion Mark Brandenburg des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins (DuOeAV) die Hütte. Das Material wurde mit Maultieren und Menschenkraft hinaufgeschafft. Nach dem ersten Hüttenwirt Max Ehrich ist die Ehrichspitze benannt. Ab September 1915 hielt die k.k. Gebirgstruppe hier Skikurse ab, einer der Ausbilder war Luis Trenker. Anfang 1956 übernahm die Sektion Berlin die Hütte und sanierte sie bis 1964 grundlegend.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gletscher

Taschachferner

Der Taschachferner liegt nördlich der Wildspitze in den Ötztaler Alpen und besteht aus einem östlichen und westlichen Teil. Seit 1970 zog sich die Gletscherzunge um über 250 m zurück. Am Zungenende bildete sich seit 2003 ein Gletschersee.

Gipfel 3.768 m

Wildspitze

Die Wildspitze erhebt sich mit 3.768 m als höchster Berg Nordtirols und der Ötztaler Alpen. Nach dem Großglockner bildet sie den zweithöchsten Gipfel Österreichs. Der markante Doppelgipfel thront zwischen Pitztal und Venter Tal.

Stadt

Meran

Meran liegt im Burggrafenamt zwischen Vinschgau, Passeiertal und Etschtal am Fuße der Texelgruppe. Die Kurstadt war bis 1420 Hauptstadt der Grafschaft Tirol und entwickelte sich ab dem 19. Jahrhundert zum internationalen Kurort. Heute ist sie nach Bozen die zweitwichtigste Stadt Südtirols.

Dorf

Vent

Vent liegt auf 1.895 m am Ende des Venter Tales unterhalb der Wildspitze. Das Bergsteigerdorf des ÖAV gilt als Wiege des Alpinismus in Tirol. Hier wirkte Franz Senn, Mitgründer des Deutschen Alpenvereins.

Seilbahn 2.011 m

Gletscherbahn

Die Gletscherbahn auf 2.011 m erschließt das Pitztaler Gletscherskigebiet und dient als Ausgangspunkt für Skihochtouren. Sie ermöglicht den direkten Zugang zum Mittelbergjoch und den umliegenden Gletschern. Als Liftunterstützung verkürzt sie den Anstieg zu hochalpinen Zielen erheblich.

Sattel 3.414 m

Brochkogeljoch

Das Brochkogeljoch liegt auf 3.414 m zwischen Vernagtferner und Taschachferner in den Ötztaler Alpen. Der Pass verbindet als Schlüsselstelle die beiden großen Gletschersysteme. Von hier führt der Anstieg zur Wildspitze, dem höchsten Berg Tirols.

Sattel 3.166 m

Mittelbergjoch

Das Mittelbergjoch liegt auf 3.166 m zwischen Österreich und Italien in den Ötztaler Alpen. Der vergletscherte Sattel dient als strategischer Durchgangspunkt zum Taschachferner und zur Wildspitze. Über eine Gletscherbahn ist der Pass direkt erreichbar.

Sattel 2.590 m

Spronserjoch

Das Spronserjoch auf 2.590 m verbindet die Ötztaler Alpen mit der Texelgruppe zwischen Pfelders und dem Meraner Raum. Der seit alters her genutzte Übergang führt zur seenreichen Spronser Seen Platte im Naturpark Texelgruppe.

Gipfel 3.475 m

Hinterer Seelenkogel

Der Hinterer Seelenkogel erhebt sich mit 3.475 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Ötztaler Alpen. Der Gipfel gilt als aussichtsreicher Dreitausender mit Panoramablick von den Hohen Tauern bis zur Bernina. Die Besteigung erfolgt meist als Skitour von der Langtalereckhütte.

Sattel 3.375 m

Schalfkogeljoch

Das Schalfkogeljoch liegt auf 3.375 m in den Ötztaler Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze. Der Pass verbindet das Niedertal bei Vent mit dem Gurgler Ferner bei Obergurgl. Das Joch bildet einen zentralen Übergangspunkt für anspruchsvolle Skitouren und die klassische Ötztaler Skidurchquerung.

Gipfel 3.514 m

Finailspitze

Die Finailspitze erhebt sich auf 3.514 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Ötztaler Alpen. Der Gipfel liegt in der Bergkette zwischen Weißkugel und Similaun. Von hier reicht der Blick über die vergletscherten Hauptkämme der Ötztaler Alpen.

Gipfel 3.597 m

Similaun

Der Similaun erhebt sich auf 3.597 m im Grenzgebiet zwischen Österreich und Italien. Der Gipfel wurde 1834 erstbestiegen und erlangte durch die Entdeckung der Ötzi-Mumie 1991 Weltberühmtheit. Die Normalroute führt von der Similaunhütte über den Westgrat zum Gipfel.