Stützpunkt für Haute Route und Nordwandrouten
Im Mont-Blanc-Massiv, am Südwestfuß der Aiguille d’Argentière, liegt auf 2.771 m die Berghütte Refuge d’Argentière. Die Hütte steht auf einem Sporn zwischen dem oberen Glacier d’Argentière und dem Glacier des Améthystes, am rechten Ufer des Gletschers. Die Sektion Chamonix-Mont-Blanc des Club Alpin Français betreibt sie. Im Deutschen heißt sie auch Argentière-Hütte.
Auf der Haute Route Chamonix - Zermatt übernachten wir hier. Gegenüber erheben sich die Nordwände von Aiguille de Triolet, Les Courtes, Les Droites und Aiguille Verte mit bekannten Extremanstiegen. Normalwege führen auf die Aiguille d’Argentière (3.902 m) und den Tour Noir (3.837 m). Im Talschluss des Gletschers gibt es zahlreiche Mixed-Routen, am Minaret und an der Aiguille du Génépi Felstouren. Im Winter ist die Berghütte Ausgangspunkt für Skitouren und möglicher Stützpunkt der Haute Route Chamonix - Zermatt.
Übernachten auf dem Refuge d’Argentière
Im Sommer hat das Refuge d’Argentière 94 Schlafplätze. Bewirtschaftet ist die Berghütte ab Ende Februar, vor dem Gebäude gibt es eine Terrasse. Im Winterraum finden 16 Personen Platz, ohne Bewirtschaftung.
Zustieg zum Refuge d’Argentière
Von Argentière fährt die Seilbahn bis Croix de Lognan, die Mittelstation der Grands-Montets-Seilbahn. Über die Seitenmoräne geht es auf den Glacier d’Argentière und über den Gletscher in drei bis vier Stunden und rund 900 Hm zur Hütte. Vor allem im Winter wird der Weg von der Aiguille des Grands Montets genutzt: Über den Glacier des Rognons und die Querung des Glacier d’Argentière sind es 1,5 bis 2 Stunden. Die Traversée des trois cols über Col du Chardonnet, Fenêtre de Saleina und Col du Tour führt weiter zu den Nachbarhütten Cabane d’Orny (2.831 m) und Cabane du Trient (3.170 m).
Gut zu wissen:
Das heutige Gebäude ersetzt eine erste Hütte. Diese wurde 1933 in einem kleinen Dorf im Département Oise für den Club Alpin Français gefertigt. Die Brüder Caillot de Saint-Sauveur waren auf Hochgebirgshütten spezialisiert, die sie vorfertigten und vor Ort montierten. Von ihnen stammen auch das Refuge Albert-Ier und die Erweiterungen der Refuges Vallot und Leschaux.