DAV-Hütte über dem Formarinsee im Lechquellengebirge
Im Lechquellengebirge, oberhalb des Formarinsees und gegenüber der Roten Wand, liegt auf 1.931 m die Freiburger Hütte. Betrieben wird die Schutzhütte von der Sektion Freiburg-Breisgau des Deutschen Alpenvereins (DAV). Für Mountainbiker auf dem Weg über die Alpen ist sie ein fester Stützpunkt: Seit 1989 führt die Heckmair-Route hier vorbei, seit 1995 auch die Joe-Route, beide mit Ziel Gardasee.
Auf der „Lechquellenrunde“, einer viertägigen Bergwanderung durch das Lechquellengebirge, übernachten wir hier. Auch der DAV nutzt die Hütte für die bergsteigerische Ausbildung.
Übernachten auf der Freiburger Hütte
Die Hütte hat 103 Schlafplätze und versteht sich als familienfreundlich. Seit 1993 erzeugt eine Photovoltaikanlage Strom, ein Blockheizkraftwerk liefert zusätzlich Strom und Wärme.
Zustieg zur Freiburger Hütte
Der Normalweg beginnt in Dalaas (930 m). Er führt durch das Schmiedetobel über Mason, Mustrinalpe und Rauhe Staffel in etwa 3 Stunden und 1.000 Hm zur Hütte. Im Winter ist dieser Zugang lawinengefährdet. Am kürzesten ist die Wanderung von der Formarin-Alpe (1.871 m): über den Felsensteig an der Ostseite des Formarinsees in 25 Minuten, auf dem Fahrweg in 30 bis 45 Minuten, auch mit dem Rad. Ab Lech fährt ein Wanderbus zur Formarin-Alpe, zu Fuß sind es von Lech etwa 4½ Stunden. Von Innerbraz verläuft der Masonweg über das Gwurfjoch in 5 Stunden herauf, von Marul sind es 5½ und von Buchboden 8½ Stunden.
Durch die Johanneswanne erreicht man die Göppinger Hütte in 4½ Stunden. Ebenso lange dauert der Übergang zur Ravensburger Hütte über den Gehrengrat und den Spullersee. Zum Fraßenhaus sind es 6½ Stunden.
Gut zu wissen:
Erbaut wurde die Hütte 1912, erweitert von 1975 bis 1977. 1975 wurde außerdem der Fahrweg westlich um den Formarinsee fertiggestellt, 1979 die Materialseilbahn abgebaut.