DAV-Hütte über der Kelchsau für Skitouren
Über der Kelchsau in den Kitzbüheler Alpen liegt auf 1.756 m die Neue Bamberger Hütte der Sektion Bamberg des Deutschen Alpenvereins (DAV). Im Winter ist sie Ausgangspunkt für Skitouren. Zu den Tourenzielen gehören Aleitenspitze, Schwebenkopf, Fünfmandling, Markkirchl und das Nandernachjoch.
Die Hütte nutzen wir als Stützpunkt für die „Genuss-Skitouren für Einsteiger“ und den „Skitourenkurs auf der Bamberger Hütte“. Zum Tristkopf (2.359 m) sind es von der Hütte etwa 2 Stunden. Schafsiedel (2.447 m) und Kröndlhorn (2.444 m) erreicht man in jeweils 2,5 Stunden, den Salzachgeier (2.466 m) in etwa 3,5 Stunden. Ein weiteres Ziel sind die Wildalmseen zwischen 1.937 und 2.324 m.
Übernachten auf der Neuen Bamberger Hütte
Auf der Neuen Bamberger Hütte gibt es 74 Schlafplätze. Eine Materialseilbahn versorgt die Hütte, und gegen Gebühr ist ein Gepäcktransport möglich. Bewirtschaftet ist sie im Winter von Ende Dezember bis Ende März, im Sommer von Anfang Juni bis Mitte Oktober.
Zustieg zur Neuen Bamberger Hütte
Der Hauptzustieg beginnt am Parkplatz Wegscheid beim Gasthof Wegscheid im Kurzen Grund. Von dort sind es knapp 2 Stunden zur Hütte, zuerst auf einem Forstweg, später durch leichtes Gelände. Der Weg ist zu Fuß und mit Ski möglich.
Aus dem Bundesland Salzburg führt ein Weg vom Gasthof Ronach an der alten Gerlosstraße über das Salzachjoch in etwa 3,5 Stunden herauf.
Gut zu wissen:
Die erste Bamberger Hütte baute die Sektion 1893/94 am Fuß des Piz Boè in der Sellagruppe in den Dolomiten. Durch den Vertrag von Saint-Germain wurde sie 1919 enteignet. Danach ging sie an eine Sektion des Club Alpino Italiano (CAI), die sie als Boèhütte weiterbetrieb.
1955 erwarb die Sektion vom Skiclub Hopfgarten die Hopfgartner Skihütte. 1958 wurde die Hütte erweitert und 1960 in Neue Bamberger Hütte umbenannt. Die Materialseilbahn kam 1962 dazu, Sanierungen folgten 1978, 1991 und 2000.