Höchstgelegene Schutzhütte im Karwendel
Die Nördlinger Hütte, auch Nördlingerhütte genannt, ist mit 2.238 m die höchstgelegene Schutzhütte im gesamten Karwendel. Sie liegt südlich unterhalb der Reither Spitze in der Erlspitzgruppe, dem westlichsten Teil des Gebirges, oberhalb von Seefeld in Österreich. Betrieben wird die Hütte von der Sektion Nördlingen des Deutschen Alpenvereins (DAV). Der Blick reicht auf die Stubaier Alpen, das Inntal und das Wettersteingebirge.
Auf der fünftägigen Tour „Wandern auf dem Karwendel Höhenweg“ übernachten wir hier. Die Hütte ist Stützpunkt für mehrtägige Karwendeldurchquerungen, Hüttentreks, Gipfelbesteigungen und vereinzelt Klettertouren. Zur Reither Spitze (2.374 m) sind es 30 Minuten, zur Seefelder Spitze (2.221 m) und zu den Freiungen (2.332 m) je 1½ Stunden, zur Kuhljochspitze (2.297 m) 2½ Stunden.
Übernachten auf der Nördlinger Hütte
Die Hütte hat 58 Schlafplätze. Einen Winterraum gibt es nicht, im Winter bleibt die Hütte geschlossen.
Zustieg zur Nördlinger Hütte
Von Reith bei Seefeld (1.130 m) führt ein bezeichneter Steig in 3 Stunden zur Hütte. Ebenfalls 3 Stunden sind es von Seefeld (1.180 m) über die Reither Jochalm (1.505 m). Die kürzeste Wanderung zur Nördlinger Hütte beginnt an der Bergstation der Härmelekopf-Seilbahn. Über den Höhenweg dauert sie 1 Stunde, auch Tagesgäste kommen auf diesem Weg herauf. Für Geübte führt ein Weg ab der Bergstation der Rosshüttenbahn über die Reither Spitze in 2,5 Stunden zur Hütte. Von Gießenbach sind es über die Eppzirler Alm und den Ursprungsattel 6 Stunden auf schwerem Weg.
Über den Ursprungsattel und den Freiungen-Höhenweg dauert der schwere Übergang zum Solsteinhaus 3½ Stunden. Zur Eppzirler Alm dauert der Übergang über den Ursprungsattel 2 Stunden. Zur Neuen Magdeburger Hütte sind es über das Solsteinhaus 4½ Stunden.
Gut zu wissen:
Maurermeister Andrä Höss aus Vill errichtete die Hütte im Jahr 1898. Die feierliche Eröffnung war am 16. August 1898. Wegen der hohen Lawinengefahr in der Umgebung eignet sie sich nicht für Skitouren.