Schutzhütte auf dem Großen Burgstall über der Pasterze
In der östlichen Glocknergruppe, auf der Ostseite des Großglockners, liegt auf 2.972 m die Oberwalder Hütte. Sie steht auf dem Gipfel des Großen Burgstall, einer Felskuppe in der Gletscherlandschaft der Pasterze, des größten Gletschers der Ostalpen. Betreiber ist die Sektion Austria des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV). Die Hütte ist eine Schutzhütte der Kategorie I und liegt im Nationalpark Hohe Tauern.
Die Hütte nutzen wir als Stützpunkt für die „Einsteiger-Hochtour auf den Johannisberg“. Bis zum Gipfel auf 3.453 m sind es 3 Stunden. Auch die Bergschulen des Deutschen Alpenvereins (DAV) und des ÖAV halten hier alpine Ausbildungskurse ab. Weitere Gipfelziele sind der Mittlere Bärenkopf, der Fuscherkarkopf, die Hohe Riffl, die Klockerin und das Große Wiesbachhorn (3.564 m).
Übernachten auf der Oberwalder Hütte
Die Oberwalder Hütte hat 105 Schlafplätze und Duschen. Außerhalb der Bewirtschaftungszeit steht ein beheizbarer Winterraum mit 10 Plätzen offen. Er ist über das AV-Schloss zugänglich. Den Schlüssel erhalten Mitglieder der Alpenvereine gegen Schutzgebühr bei ihrer Sektion.
Zustieg zur Oberwalder Hütte
Ausgangspunkt ist die Franz-Josefs-Höhe (2.370 m), die mit dem Auto über die Großglockner-Hochalpenstraße erreichbar ist. Über den Gamsgrubenweg und das Südliche Bockkarkees sind es von dort 2½ bis 3 Stunden zur Hütte. Aus dem Talort Heiligenblut (1.291 m) dauert der Zustieg 6 Stunden.
Das Gruberscharten-Biwak (3.110 m) ist in 2½ Stunden erreichbar, die Schwarzenberghütte (2.267 m) in 3½ Stunden. Bis zum Berghotel Rudolfshütte am Weißsee sind es 4½ bis 5 Stunden, zum Heinrich-Schwaiger-Haus am Wiesbachhorn 5½ Stunden. Über die Pasterze und den Hofmannsweg führt der Übergang in 5 bis 6 Stunden zur Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m).
Gut zu wissen:
Eröffnet wurde die Hütte am 15. August 1910. Ihren Namen trägt sie nach Thomas Oberwalder, der den Bau finanzierte und 1906 auf der Pasterze von einer Lawine verschüttet wurde. Bei der Modernisierung von 1982 bis 1985 entstand mit der Technischen Universität Wien ein schalenförmiges Wärmeschutzkonzept. Die innerste Schale soll auch im Winter ohne Heizung frostsicher bleiben.