Schutzhütte im Dorfertal der Glocknergruppe
Im Dorfertal bei Kals am Großglockner in Österreich liegt auf 1.755 m das Kalser Tauernhaus. Die Schutzhütte der Sektion Mönchengladbach des Deutschen Alpenvereins (DAV) steht im Nationalpark Hohe Tauern und ist als Schutzhaus der Kategorie I eingestuft.
Auf dem „Adlerweg Osttirol Teil 2“ übernachten wir hier. In 3 Stunden erreicht man den Kalser Tauern (2.518 m), einen historisch bedeutsamen Übergang von Osttirol in den Pinzgau. Von dort sind es 45 Minuten durch Blockwerk auf den Medelzkopf (2.760 m).
Übernachten auf dem Kalser Tauernhaus
Die Hütte hat 50 Schlafplätze und einen Trockenraum. Seit 1986 gibt es einen Anbau mit Wasch- und Sanitärräumen und warmem Wasser. Strom liefert ein eigenes Wasserkraftwerk, das Abwasser reinigt eine vollbiologische Kläranlage. Seit 2006 trägt die Hütte das Umwelt-Gütesiegel. Einen Winterraum gibt es nicht.
Zustieg zum Kalser Tauernhaus
Der Weiler Taurer (1.521 m) hat Parkplätze und eine Bushaltestelle. Von dort führt der Weg durch die Klamm des Dorferbaches und über den Talboden des Dorfertales in 1½ Stunden und 234 Hm zum Kalser Tauernhaus.
Gleich lang ist der Weg von der Moar-Alm (1.793 m), die ab Taurer über eine Bergstraße mit dem Auto erreichbar ist. Der Abstieg über die „Stiege“ ins Dorfertal verlangt Trittsicherheit.
Übergänge führen zur Sudetendeutschen Hütte (2.650 m, 4½ Stunden), zum Berghotel Rudolfshütte (2.252 m, 4 Stunden) und zur Stüdlhütte (2.801 m, 5½ Stunden). Nach Rücksprache ist ein Gepäcktransport möglich.
Gut zu wissen:
Kalser Bergführer errichteten die Hütte von 1928 bis 1930 als Stützpunkt für Glocknertouristen. Eingeweiht wurde sie am 28. Juni 1931. 1962 übernahm und sanierte sie die Sektion Mönchengladbach. Eine Stunde entfernt liegt der Dorfersee, der durch einen Felssturz entstand. Bewirtschaftet ist die Hütte je nach Witterung von Anfang Juni bis Mitte Oktober.