DAV-Hütte im Dorfertal südlich des Großvenedigers
Südlich des Großvenedigers (3.657 m), im Hinterbichler Dorfertal der Hohen Tauern, liegt auf 2.121 m die Johannishütte der Sektion Oberland des Deutschen Alpenvereins (DAV). Von der großen Sonnenterrasse und aus den Fenstern geht der Blick bis zum Gipfel des Großvenedigers. Als Hochtour ist er von hier in 4 bis 5 Stunden zu besteigen, im Frühjahr auch mit Ski.
Die Hütte nutzen wir als Stützpunkt für Hochtouren und Skitouren am Großvenediger, darunter die „Hochtourenwoche Großvenediger“ und die „Genuss-Skitouren am Großvenediger rund um die Johannishütte“. Ohne Gletscher erreichbar sind Kreuzspitze (3.164 m), Zopetspitze (3.198 m) und Tulpspitze (3.054 m). Auf das Türml (2.845 m) führt ein Klettersteig in 2½ Stunden.
Übernachten auf der Johannishütte
Die Hütte hat 50 Schlafplätze und warme Duschen. Zwischen 1998 und 99 wurde sie generalsaniert und modern eingerichtet. Bewirtschaftet ist sie im Sommer von Mitte Juni bis Anfang Oktober, im Winter von Anfang März bis Mitte Mai. Zum Bouldern gibt es rund um die Hütte Möglichkeiten, die Blöcke sind in 10 Minuten zu Fuß erreichbar.
Zustieg zur Johannishütte
Von Hinterbichl sind es über Wandersteig und Gumpachkreuz 2 Stunden zur Hütte. Mit dem Auto geht es über den Fahrweg bis zum Parkplatz in Wiesenkreuz, alternativ fährt ein Hüttentaxi ab Hinterbichl. Auf dem Adlerweg ist die Hütte Ziel der ersten Etappe: Ab Ströden führt er über die Essener-Rostocker Hütte in 6,5 Stunden, auf 13 km und mit 1.430 Hm herauf. Übergänge gibt es zum Defreggerhaus (2½ Stunden, gletscherfrei), zur Sajathütte durch die Sajatscharte (2½ Stunden) und zur Eisseehütte über die Zopetscharte (3 Stunden). Zur Kürsingerhütte sind es über das vergletscherte Obersulzbachtörl etwa 5 Stunden.
Gut zu wissen:
Ihren Namen trägt die Hütte nach Erzherzog Johann von Österreich, dessen Spenden 1858 den Bau durch Bartholomä Steiner ermöglichten. Die Anregung dazu gab der Reliefbauer Franz Keil.