Alpine Welten
Berghütte DAV Sektion Bonn / ÖAV Sektion Matrei

Bonn Matreier Hütte

2.745m 🇦🇹
47.039, 12.428 Österreich
Betten: 53
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Virgen, Obermauern

Schutzhütte am Venediger Höhenweg in Osttirol

Auf 2.745 m, im Nordwesten der Gemeinde Virgen in der Venedigergruppe der Hohen Tauern, liegt die Bonn Matreier Hütte. Betrieben wird sie von der Sektion Bonn des Deutschen Alpenvereins (DAV) und der Sektion Matrei des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV). Sie ist bislang die einzige deutsch-österreichische Hüttengemeinschaft in den Alpen, die über alle Wirren der Zeit Bestand hatte.

Auf der Tour „Adlerweg Osttirol Teil 1“ übernachten wir hier. Die Hütte gehört zum Venediger Höhenweg. Der Blick reicht vom slowenischen Triglav über die Schobergruppe, die Lienzer Dolomiten, die Lasörlinggruppe und die Villgratner Berge bis zu den Südtiroler Dolomiten.

Übernachten auf der Bonn Matreier Hütte

Die Bonn Matreier Hütte hat 53 Schlafplätze: 40 im Matratzenlager und 13 in Zimmern. Strom liefern ein Blockheizkraftwerk, das mit Biodiesel läuft, und eine Photovoltaikanlage. Das Abwasser reinigt eine Filtersackanlage.

Zustieg zur Bonn Matreier Hütte

Vom Parkplatz Wallhorner Mähder (1.750 m) führt der Hauptzustieg über die Nilljochhütte durch das Nilltal. Insgesamt dauert der Aufstieg vom Parkplatz zur Hütte etwa 4 Stunden. Ab dem Parkplatz Budam sind es über die Nilljochhütte und das Große Nilltal 3,5 Stunden und 1.250 Hm. Von Obermauern Marin geht es über die Gottschaunalm und das Nilltal in 4,5 Stunden und 1.350 Hm hinauf.

Übergänge verbinden die Hütte mit der Sajathütte und der Eisseehütte in je 4 Stunden. Über die Galtenscharte sind es 5½ Stunden zur Badener Hütte. Zum Defreggerhaus braucht man 6 Stunden, zur Johannishütte 7 Stunden.

Gut zu wissen:

Mehrere Dreitausender sind von der Hütte aus erreichbar: der Rauhkopf (3.070 m) in 1 Stunde, der Sailkopf (3.209 m) in 2 Stunden und der Hohe Eichham (3.371 m) in 3 Stunden.

Die Hütte ist der Ersatz für die Bonner Hütte in Südtirol, die Italien 1919 enteignet hatte. Weil die Sektion Matrei wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage einen Partner suchte, bauten beide Sektionen 1931/1932 gemeinsam. Am 14. August 1932 wurde die Hütte eröffnet. Anfang der 1980er-Jahre folgten Umbau und Erweiterung. In den 1990er-Jahren kam eine neue Materialseilbahn hinzu.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gipfel 3.657 m

Großvenediger

Der Großvenediger erhebt sich mit 3.657 m als höchster Berg der Venedigergruppe in den Hohen Tauern. Der vollständig vergletscherte Gipfel thront direkt am Alpenhauptkamm an der Grenze zwischen Osttirol und Salzburg. Seine markanten Grate trennen vier große Gletscher, darunter das Schlatenkees und Obersulzbachkees.

Dorf 1.329 m

Hinterbichl

Hinterbichl liegt auf 1.329 m im Talschluss des Virgentals in Osttirol. Der Bergsteiger-Ort dient als Ausgangspunkt für Touren zum Großvenediger und in die Venedigergruppe. Das Dorf am Zusammenfluss von Isel und Dorferbach zieht Skitourengeher und Hochtourenalpinisten an.

Gletscher

Obersulzbachkees

Das Obersulzbachkees liegt im Obersulzbachtal nördlich des Hauptkamms der Hohen Tauern. Mit 11 km² Fläche und 4 km Länge ist es der größte Gletscher der Venedigergruppe. Der Gletscher besteht aus vier nordexponierten Firnmulden vom Großvenediger bis zu den Maurerkeesköpfen.

Gipfel 3.798 m

Großglockner

Der Großglockner erhebt sich auf 3.798 m als höchster Berg Österreichs in der Glocknergruppe der Hohen Tauern. Mit einer Schartenhöhe von 2.428 m zählt er zu den eigenständigsten Erhebungen der Alpen. Die Erstbesteigung erfolgte 1800 und gilt als Beginn des modernen Alpinismus.

Sattel 3.407 m

Venedigerscharte

Die Venedigerscharte liegt auf 3.407 m zwischen Klein- und Großvenediger in den Hohen Tauern. Der markante Sattel bildet den zentralen Übergangspass auf dem Normalweg zum Großvenediger. Von hier öffnet sich das Panorama über die Glocknergruppe bis zu den Dolomiten.

Gipfel 3.360 m

Großer Geiger

Der Große Geiger (3.360 m) erhebt sich als markante Pyramide am Alpenhauptkamm zwischen Tirol und Salzburg. Der Berg ist rundum von Gletschern umgeben und gilt als beliebtes Hochtourenziel. Die charakteristische Nordwestwand überragt das Obersulzbachkees um 350 m.

Sattel 2.934 m

Granatscharte

Die Granatscharte liegt auf 2.934 m in den Hohen Tauern und verbindet das Amertal mit dem Dorfertal. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang im Tauernhöhenweg zwischen St. Pöltner Hütte und Rudolfshütte. Über die Scharte führt die Route auf den Stubacher Sonnblick und zur Granatspitze.

Sattel 3.228 m

Obere Ödenwinkelscharte

Die Obere Ödenwinkelscharte liegt auf 3.228 m in der Glocknergruppe zwischen Hoher Riffl und Johannisberg. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang im Bereich des Pasterzengletschers. Von hier führt der Normalweg über die Hohe Riffl zum Johannisberg.

Dorf

Kals am Großglockner

Kals am Großglockner (1.325 m) liegt im Kalser Tal in den Hohen Tauern und gilt als traditionelles Basecamp für Großglockner-Besteigungen. Das Bergdorf in Osttirol ist umgeben von vergletscherten Dreitausendern der Glockner-, Granatspitz- und Schobergruppe. Seit 1855 starten hier Bergsteiger zum Normalweg auf Österreichs höchsten Gipfel.

Gipfel 3.310 m

Kristallwand

Die Kristallwand erhebt sich auf 3.310 m als östlicher Eckpfeiler des Venedigermassivs in den Hohen Tauern. Der markante Gipfel zeigt eine 550 m hohe Nordostwand und sanfte Gletscheranstiege von Süden. Vier Gletscher umgeben den Berg: Schlatenkees, Äußeres Mullwitzkees, Frosnitzkees und Kristallwandkees.

Gletscher

Krimmler Kees

Das Krimmler Kees liegt im Krimmler Tauerntal in den Hohen Tauern. Der Gletscher dient als zentrales Ausbildungsgelände für Hochtourenkurse mit Steigeisen- und Spaltenbergungstraining. Die Warnsdorfer Hütte auf 2.324 m fungiert als nahegelegener Stützpunkt.

Gipfel 2.573 m

Roßkopf

Der Roßkopf erhebt sich auf 2.573 m in den Hohen Tauern nahe der Roßkarscharte. Der Gipfel bietet ein weitreichendes Panorama über die Zillertaler und Venedigergruppe. Als Abstecher von der Roßkarscharte ist er in etwa einer Stunde erreichbar.