Schutzhütte am Venediger Höhenweg in Osttirol
Auf 2.745 m, im Nordwesten der Gemeinde Virgen in der Venedigergruppe der Hohen Tauern, liegt die Bonn Matreier Hütte. Betrieben wird sie von der Sektion Bonn des Deutschen Alpenvereins (DAV) und der Sektion Matrei des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV). Sie ist bislang die einzige deutsch-österreichische Hüttengemeinschaft in den Alpen, die über alle Wirren der Zeit Bestand hatte.
Auf der Tour „Adlerweg Osttirol Teil 1“ übernachten wir hier. Die Hütte gehört zum Venediger Höhenweg. Der Blick reicht vom slowenischen Triglav über die Schobergruppe, die Lienzer Dolomiten, die Lasörlinggruppe und die Villgratner Berge bis zu den Südtiroler Dolomiten.
Übernachten auf der Bonn Matreier Hütte
Die Bonn Matreier Hütte hat 53 Schlafplätze: 40 im Matratzenlager und 13 in Zimmern. Strom liefern ein Blockheizkraftwerk, das mit Biodiesel läuft, und eine Photovoltaikanlage. Das Abwasser reinigt eine Filtersackanlage.
Zustieg zur Bonn Matreier Hütte
Vom Parkplatz Wallhorner Mähder (1.750 m) führt der Hauptzustieg über die Nilljochhütte durch das Nilltal. Insgesamt dauert der Aufstieg vom Parkplatz zur Hütte etwa 4 Stunden. Ab dem Parkplatz Budam sind es über die Nilljochhütte und das Große Nilltal 3,5 Stunden und 1.250 Hm. Von Obermauern Marin geht es über die Gottschaunalm und das Nilltal in 4,5 Stunden und 1.350 Hm hinauf.
Übergänge verbinden die Hütte mit der Sajathütte und der Eisseehütte in je 4 Stunden. Über die Galtenscharte sind es 5½ Stunden zur Badener Hütte. Zum Defreggerhaus braucht man 6 Stunden, zur Johannishütte 7 Stunden.
Gut zu wissen:
Mehrere Dreitausender sind von der Hütte aus erreichbar: der Rauhkopf (3.070 m) in 1 Stunde, der Sailkopf (3.209 m) in 2 Stunden und der Hohe Eichham (3.371 m) in 3 Stunden.
Die Hütte ist der Ersatz für die Bonner Hütte in Südtirol, die Italien 1919 enteignet hatte. Weil die Sektion Matrei wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage einen Partner suchte, bauten beide Sektionen 1931/1932 gemeinsam. Am 14. August 1932 wurde die Hütte eröffnet. Anfang der 1980er-Jahre folgten Umbau und Erweiterung. In den 1990er-Jahren kam eine neue Materialseilbahn hinzu.