Berghütte auf dem Falzköpfl unter dem Watzmann-Hocheck
Die Sektion München des Deutschen Alpenvereins (DAV) betreibt das Watzmannhaus, den wichtigsten Stützpunkt am Watzmann für Tages- und Übernachtungsgäste. Die Berghütte liegt auf 1.930 m auf dem Falzköpfl, nördlich unterhalb des Watzmann-Hochecks im Nationalpark Berchtesgaden. Mit bis zu 8.000 Übernachtungen im Jahr gehört sie zu den meistbesuchten Hütten des Alpenvereins.
Vor der „Watzmann Überschreitung“ und auf der „Watzmanntour“ übernachten wir hier. Der Platz auf dem Falzköpfl ist steinschlag- und lawinensicher, durch die freie Lage aber stark dem Wetter ausgesetzt.
Übernachten auf dem Watzmannhaus
Die Hütte hat 132 Schlafplätze und ist im Sommer bewirtschaftet. Im Winter ist ein Winterraum offen. Duschen gibt es keine, nur Waschräume. Das Wasser kommt aus mehreren Quellen und wird modern aufbereitet und in Tanks gespeichert. Im Sommer können die Quellen versiegen. Versorgt wird die Hütte seit 1960 über eine Materialseilbahn mit 600 m Höhenunterschied, deren Talstation unterhalb der Mitterkaseralm steht.
Zustieg zum Watzmannhaus
Vom Parkplatz Wimbachbrücke (630 m) bei Ramsau führt der Hauptzustieg über Stubenalm und Mitterkaseralm in 4 Stunden und 1.300 Hm zur Hütte. Vom Gasthaus Hammerstiel bei Schönau am Königssee sind es durch das Schappbachtal ebenfalls 4 Stunden (1.150 Hm), vom Dorf Königssee über Kührointalm und Falzalm 4½ Stunden (1.325 Hm). Von St. Bartholomä führt der Rinnkendlsteig in 5 Stunden herauf. Im ersten Teil ist er ein anspruchsvoller Bergsteig, der Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verlangt. Der Übergang zur Kührointhütte dauert 2 Stunden. Zum Hocheck (2.651 m) sind es 2½ Stunden, zur Mittelspitze (2.713 m) 3½ Stunden.
Gut zu wissen:
Baumeister Valentin Raspamonti aus Tarcento errichtete die Hütte. Der Grundstein wurde am 2. Juli 1887 gelegt, die Einweihung für 25 Personen folgte am 5. August 1888. Zeitweise hieß sie Münchner Haus am Watzmann. Ihr heutiges Aussehen erhielt sie mit dem Neubau von 1908 bis 1911. Seit 2006 sind Energieversorgung und Abwasserentsorgung umweltschonend, seit September 2018 läuft die Generalsanierung.