Berghütte im Naturschutzgebiet Ammergebirge
Die Kenzenhütte liegt auf 1.300 m in den Ammergauer Alpen, im Zentrum des Naturschutzgebietes Ammergebirge zwischen Kenzenkopf, Hasentalkopf und Grubenkopf. Talort der privat betriebenen Berghütte ist Halblech. Von der Hütte sind es 1½ Stunden auf den Geiselstein (1.884 m) mit Kletterrouten der Grade II bis VII und 2 Stunden auf den Grubenkopf (1.839 m).
Auf den Touren „Durchquerung der Ammergauer Alpen“ und „Bergwandern von Oberstdorf zur Zugspitze“ übernachten wir hier. Zwei Fernwanderwege verlaufen an der Hütte vorbei: der Maximiliansweg und die Via Alpina (E4). Als Runde über das Fensterl und den Kenzensattel dauert die Tour auf die Hochplatte (2.082 m) 5 Stunden, die Kesselrunde über ausgedehnte Bergwiesen 3 Stunden.
Übernachten auf der Kenzenhütte
Für Übernachtungsgäste hat die Berghütte 60 Schlafplätze. Duschen sind vorhanden. Einen Winterraum gibt es nicht.
Zustieg zur Kenzenhütte
Vom Kenzenparkplatz in Halblech führt der Hauptweg durch das bewaldete Tal in 2,5 Stunden und 350 Hm zur Hütte. Alternativ fährt der Kenzenbus regelmäßig von Halblech herauf. Weitere Zustiege verlaufen über den Maximiliansweg, die Via Alpina (E4) und einen Wanderweg im Halblechtal. Benachbarte Hütten sind die Brunnenkopfhütte (1.602 m) und das Tegelberghaus (1.707 m).
Gut zu wissen:
Seit 1799 hatte das bayerische Königshaus das Kenzengebiet für die königliche Hofjagd gepachtet, und König Max II. ließ hier einige einfache Jagdhäuser errichten. 1871 ersetzte König Ludwig II. eines davon durch ein Königshäusl, das er jedes Jahr im Juli besuchte. 1939 wurden die Hütten der Bergresidenz abgebrochen und die sogenannte Branntweinbrennerhütte durch das heutige Gebäude ersetzt. Erhalten blieb nur ein Pferdestall, den heute die Bergwacht nutzt. Unterhalb liegen außerdem das Kenzen-Jagdhaus und eine ehemalige Zoll-Hütte, die ebenfalls die Bergwacht Bayern nutzt.