DAV-Hütte am Hochgrat in der Nagelfluhkette
Am Hochgrat in den Allgäuer Alpen, westlich unterhalb der Bergstation der Hochgratbahn, liegt auf 1.634 m das Staufner Haus. Betrieben wird die Berghütte von der Sektion Oberstaufen-Lindenberg des Deutschen Alpenvereins (DAV). Vom Staufner Haus sind es etwa 40 Minuten zum Hochgrat (1834 m) und etwa 20 Minuten zum Seelekopf (1663 m). Auch das Rindalphorn (1.822 m) lässt sich von der Hütte aus besteigen.
Auf den Touren „Von Berg zu Berg in der Nagelfluhkette“ und „Schneeschuhwandern im Naturpark Nagelfluh“ übernachten wir hier. Von der Hütte führt die Gratwanderung über die Nagelfluhkette nach Osten über den Hochgrat-Gipfel bis zum Mittagberg bei Immenstadt. Sie erfordert stellenweise Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Nach Westen geht es über den Luftigen Grat zum Falken oder bis zum Hochhädrich, hier ist zumindest Trittsicherheit erforderlich.
Übernachten auf dem Staufner Haus
Die Hütte hat 79 Schlafplätze. 1989 wurden der Dachstuhl erneuert und die Lagerplätze erheblich erweitert. Seit 1973 gibt es moderne sanitäre Anlagen. Den Strom erzeugt seit 1939 eine Wasserturbine mit Generator.
Zustieg zum Staufner Haus
Talorte sind Oberstaufen und Gunzesried. Von der Talstation der Hochgratbahn führt der Hauptweg über die Untere und Obere Lauchalpe in etwa 2 Stunden zur Hütte. Von der Bergstation (1708 m) sind es nur etwa 10 Minuten im Abstieg. Ab der Gunzesrieder Säge gelangt man auch von der Südseite der Hochgratkette zur Hütte.
Zu den Nachbarhütten der Nagelfluhkette gibt es Übergänge: über die Gunzesrieder Säge in mehreren Varianten zur Otto-Schwegler-Hütte und zur Falkenhütte (1500 m) unterhalb des Falken. Zur Alpe Gund (1502 m) sind es über die Nagelfluhkette 5,5 Stunden.
Gut zu wissen:
Nach einjähriger Bauzeit wurde die Hütte am 20. Juli 1908 eröffnet. Das Bauholz aus dem nahen Umkreis wurde in der Lanzenbachsäge am Fuß des Hochgrats geschnitten. Versorgt wurde die Hütte zunächst durch Träger und mit Maultieren, bis ein Pächter 1935 in Eigeninitiative eine Materialseilbahn baute. 1971 entstand ein Fahrweg für den Bau der Hochgratbahn, mit einem 180 m langen Zubringer zur Hütte. Das Schild an der Hütte nennt 1600 m, der Alpenverein 1634 m.