Alpine Welten
Ein Produktentwickler von adidas stellt den Bergführern eine Jacke der neuen Kollektion vor
Die Gruppe vor der LED-Wand mit dem Schriftzug adidas welcomes

70

Guides

15. Mai 2026

ein Tag in Herzogenaurach

seit 2018

Partnerschaft mit adidas Terrex

75 %

klimabewusst im Sammelbus angereist

Die Anreise war schon Teil des Tages

Von Berchtesgaden ging es früh morgens mit einem Sammelbus los, mit Zustiegen in Reichenhall, Rosenheim und München. Das hatte zwei Gründe, und beide zählen. Der eine ist der naheliegende: siebzig Menschen einzeln quer durch Bayern fahren zu lassen, passt nicht zu dem, was wir unseren Gästen bei der Anreise ans Herz legen. Der andere ist banaler und mindestens so wichtig: ein Bus voller Guides auf dem Weg nach Herzogenaurach ist für sich genommen schon ein guter Tag.

Rund ein Viertel reiste auf eigene Faust an. Wer ohnehin in der Nähe wohnt, für den ergibt der Umweg über Berchtesgaden keinen Sinn.

Ankunft auf dem adidas-Campus, daneben die Bronzefigur von Adi Dassler
Guides im Publikum, im Hintergrund die Aufsteller von Alpine Welten

Ankunft auf dem Campus

Der Empfang war herzlich. Auf der Bildwand im Auditorium stand unser Name, davor saßen Leute, die sonst in kleinen Gruppen am Berg arbeiten. Es folgte eine kurze Präsentation der Produkte — kompakt gehalten, und danach ging es hinaus.

Das Kernstück war der Campus

Was diesen Tag getragen hat, war nicht die Ausrüstung. Es war das Gelände.

Sport ist bei adidas kein Geschäftsfeld, sondern die DNA — und das begreift man nicht aus einer Präsentation, sondern in dem Moment, in dem man auf dem Campus steht. Überall Fahrräder. Sportplätze, ein Gym, eine Kletterhalle. Die Uniform im Haus ist Sportbekleidung. Wer hier arbeitet, treibt Sport, und zwar nicht als Ausgleich nach Feierabend, sondern mittendrin.

Für Menschen, deren Arbeitsplatz ein Gletscher oder eine Wand ist, ist ein Weltkonzern eine fremde Welt. Genau deshalb war die Führung über das Gelände der eindrücklichste Teil des Tages.

Vom Schuhmacher zum Weltkonzern

Der Weg führt durch die eigene Geschichte, und die beginnt klein: bei einem Schuhmacher. 1949 meldete Adi Dassler seine Sportschuhfabrik in Herzogenaurach an, mit 47 Mitarbeitern, und ließ im selben Jahr die drei Streifen eintragen. Am Ende steht eine Marke, die auf der ganzen Welt erkannt wird — und dazwischen liegt, vom Anfang bis heute, der Schuh.

Er ist die eigentliche DNA, und längst nicht nur im Fußball. Am Wunder von Bern kommt man natürlich nicht vorbei: an den auswechselbaren Schraubstollen, die 1954 auf dem nassen Rasen den Unterschied machten und der Firma den internationalen Durchbruch brachten.

Die Zeitleiste Our Roots im adidas Headquarter zeigt die Firmengeschichte ab 1900

Mittendrin ein gemeinsames Essen

Zwischen Führung und Ausgabe waren wir zum Essen eingeladen. Lange Tische, und daran Kolleginnen und Kollegen, die sich sonst über eine ganze Saison verteilen — der eine kommt gerade aus Norwegen zurück, der nächste fährt in zwei Wochen nach Nepal.

Das ist der unscheinbarste Teil eines solchen Tages und der, den man hinterher am ehesten erzählt. Ausrüstung bekommt man auch per Post geschickt. Das hier nicht.

Gemeinsames Essen an langen Tischen in der Kantine auf dem adidas-Campus

Die Einkleidung

Eingekleidet wurde gruppenweise, und zwar zugeschnitten auf den Einsatzbereich. Wer im Winter Skitouren führt, braucht anderes als jemand, der im Sommer Hüttentouren begleitet. Schuhe und die verschiedenen Bekleidungslagen wurden entsprechend zusammengestellt — vom Terrex Skychaser bis zur Gore-Tex-Hose und den Isolationsjacken, alle mit unserem Zeichen neben dem Terrex-Logo.

Ein Guide im Terrex-Hoodie mit dem Alpine-Welten-Zeichen
Bereits eingekleidete Guides in blauen Terrex-Jacken im Brand Center

Und dann alle zusammen

Wer wollte, konnte danach noch ins adidas Outlet — Gutscheine dafür hatte jeder in der Tüte. Dann aber zurück ins Brand Center, vor die Markenwand. Siebzig Leute in eine Reihe zu bekommen, dauert länger, als man denkt.

Ein runder Tag für unsere Guides. Und ein stolzer für Alpine Welten.

Hansi Stöckl, Geschäftsführer von Alpine Welten, im adidas Headquarter in Herzogenaurach

Ein Wort zum Schluss

Dass ein Weltkonzern seit Januar 2018 mit uns zusammenarbeitet, ist heute nicht mehr selbstverständlich. Partnerschaften werden kurzatmiger, Verträge kürzer. adidas Terrex hält uns die Treue — und wir tragen das Zeichen mit Stolz.

Dafür möchte ich Danke sagen. An alle bei Terrex, die diesen Tag möglich gemacht haben, und an alle, die diese Partnerschaft über die Jahre getragen haben.

Hansi Stöckl, Geschäftsführer

Die Guides von Alpine Welten beim Gruppenbild im adidas Headquarter
Portrait von Bergführer Hansi Stöckl für Schneeschuhtouren in Norwegen, blauer Jacke, vor hellem Außenhintergrund.

Geschrieben von

Hansi Stöckl

Geschäftsführer

Veröffentlicht am 29.08.2026 · Lesezeit: 3 min