Slowenien liegt am Übergang zwischen Alpen, Mittelmeerraum, Pannonischer Tiefebene und Dinarischem Gebirge. Auf einer Fläche, die etwas kleiner als Hessen ist, treffen dadurch sehr unterschiedliche Landschaften aufeinander. Im Nordwesten erheben sich die schroffen Julischen Alpen mit tiefen eiszeitlichen Tälern, klaren Bergseen und steilen Kalkwänden. Hier erreicht der Triglav mit 2.864 m den höchsten Punkt des Landes. Östlich schließen sich die Karawanken und die Kamnik-Savinja-Alpen an. Nach Süden geht die Bergwelt in den Dinarischen Karst über, dessen Kalkuntergrund von Höhlen, Dolinen und unterirdischen Flüssen durchzogen ist. Besonders eindrucksvoll sind die Höhlensysteme von Postojna und Škocjan. Im Südwesten erreicht Slowenien schließlich auf einem nur knapp 50 km langen Küstenstreifen die Adria. Große Teile der Julischen Alpen gehören zum Triglav-Nationalpark, dem einzigen Nationalpark des Landes.
Slowenien ist eine parlamentarische Republik mit rund 2,1 Millionen Einwohnern und der Hauptstadt Ljubljana. Amtssprache ist Slowenisch; in den Siedlungsgebieten der italienischen und ungarischen Minderheiten besitzen auch Italienisch beziehungsweise Ungarisch offiziellen Status. Historisch ist das Land stark römisch-katholisch geprägt. Eine wichtige Rolle in der frühen Geschichte spielte das slawische Fürstentum Karantanien, dessen Bevölkerung ab dem 8. Jahrhundert christianisiert wurde. Nach Jahrhunderten unter habsburgischer Herrschaft und später als Teil Jugoslawiens erklärte Slowenien 1991 seine Unabhängigkeit. Der Triglav ist dabei weit mehr als der höchste Berg des Landes: Seine Silhouette steht im Staatswappen und auf der Flagge. Im slowenischen Volksmund heißt es sogar, ein „echter Slowene“ müsse mindestens einmal im Leben auf dem Triglav gestanden haben – ein Ausdruck dafür, wie eng Bergsteigen und nationale Identität miteinander verbunden sind.