Rumänien liegt am Übergang von Mittel- zu Südosteuropa und wird landschaftlich vom großen Bogen der Karpaten geprägt. Die Ost- und Südkarpaten umschließen das Hochland von Siebenbürgen und gehen nach außen in Hügelländer und weite Ebenen über. Besonders hoch ragen die Făgăraș-Berge der Südkarpaten auf; hier liegt mit dem Moldoveanu (2.544 m) der höchste Gipfel des Landes. Im Süden breitet sich die Walachei bis zur Donau aus, im Westen reicht die Pannonische Tiefebene nach Rumänien hinein. Ganz im Osten mündet die Donau in das Schwarze Meer und bildet mit dem weit verzweigten Donaudelta eines der größten Feuchtgebiete Europas. Rumänien umfasst 238.397 km². Die ausgedehnten und teilweise noch sehr naturnahen Wälder der Karpaten gehören zu den wichtigsten Rückzugsräumen Europas für Braunbären, Wölfe und Luchse; bei den oft genannten prozentualen Anteilen an den europäischen Beständen schwanken die Angaben jedoch je nach Erhebungsmethode deutlich.
Rumänien ist eine semipräsidentielle Republik mit rund 19 Millionen Einwohnern und der Hauptstadt Bukarest. Amtssprache ist Rumänisch, eine romanische Sprache, die von der römischen Vergangenheit der Region zeugt. Daneben werden zahlreiche Minderheitensprachen gesprochen, darunter Ungarisch, Romani, Deutsch, Ukrainisch und Türkisch; besonders im östlichen Siebenbürgen leben große ungarischsprachige Gemeinschaften. Die große Mehrheit der Bevölkerung gehört der Rumänisch-Orthodoxen Kirche an, daneben bestehen unter anderem römisch-katholische und protestantische Gemeinschaften. Historisch waren die Karpaten zugleich Schutzraum und Grenze zwischen den Fürstentümern Walachei, Moldau und dem von unterschiedlichen Mächten geprägten Siebenbürgen. Burgen, befestigte Städte und Kirchenburgen erinnern bis heute an diese wechselvolle Geschichte.