Der Vicente Pérez Rosales-Nationalpark in den südlichen Anden Chiles umfasst rund 254.000 Hektar und ist der älteste heute bestehende Nationalpark des Landes. 1926 gegründet, feiert er gerade sein hundertjähriges Bestehen. Sein landschaftliches Zentrum bildet der smaragdgrüne Lago Todos los Santos, über dem sich die Vulkane Osorno und Puntiagudo sowie das vergletscherte Massiv des Monte Tronador erheben. Immergrüne temperierte Regenwälder reichen bis an die Flanken der Vulkane und machen den starken Gegensatz zwischen dichter Vegetation und Hochgebirge aus.
Der 2.652 m hohe Volcán Osorno ist zugleich eines der wichtigsten Skitourenziele der Region. Die Touren beginnen oberhalb der Regenwaldzone und führen über weite Vulkanhänge bis in vergletschertes Gelände; im Gipfelbereich können Steigeisen, Pickel und Gletscherausrüstung notwendig werden. Je nach Route und Verhältnissen reicht das Spektrum von moderaten Skitouren bis zu anspruchsvollen Unternehmungen auf steileren Firn- und Eishängen.
Das feuchte ozeanische Klima bringt große Niederschlagsmengen, garantiert aber keine gleichbleibenden Schneeverhältnisse. Für Skitouren kommen vor allem die südlichen Winter- und Frühjahrsmonate Juli bis Oktober infrage, wobei Schneelage und Schneequalität von Jahr zu Jahr deutlich schwanken können. Zugangsort ist Puerto Varas; von dort führt die Straße über Ensenada zum Volcán Osorno und weiter nach Petrohué, wo der Río Petrohué über dunkles Vulkangestein die bekannten Saltos del Petrohué bildet.