Das Valle Sagrado de los Incas, das Heilige Tal der Inka, folgt dem Urubamba-Fluss nordwestlich von Cusco. Zwischen steilen Andenhängen liegen fruchtbare Felder, kleine Dörfer und einige der bedeutendsten Anlagen des Inkareichs. Pisac bewacht mit seinen Terrassen und Ruinen den östlichen Zugang, während sich bei Ollantaytambo gewaltige Inka-Terrassen über dem Tal erheben. Weiter flussabwärts führt die Landschaft schließlich in Richtung Machu Picchu.
Das milde Klima und die fruchtbaren Böden machten das Tal zu einer wichtigen Kornkammer der Inka. Noch heute ziehen sich jahrhundertealte Terrassenfelder über die Berghänge, während in vielen Dörfern Quechua gesprochen wird und traditionelle Landwirtschaft zum Alltag gehört. Trekkingrouten führen aus dem Tal über hohe Andenpässe zu abgelegenen Gemeinden und alten Inkawegen. Dabei wechseln trockene Hochflächen, tiefe Flusstäler und zunehmend feuchte Bergwälder Richtung Machu Picchu.
Über allem erheben sich die vergletscherten Gipfel der Cordillera Urubamba, darunter der mehr als 5.700 m hohe Verónica. Die günstigste Trekkingzeit liegt in der trockeneren Jahreszeit von Mai bis September. Für die Akklimatisation bietet das Heilige Tal einen Vorteil: Mit Orten wie Ollantaytambo auf rund 2.800 m liegt es deutlich niedriger als Cusco auf etwa 3.400 m und eignet sich daher gut für die ersten Tage nach der Ankunft.