Der Sagarmatha-Nationalpark liegt im Nordosten Nepals und reicht von den tief eingeschnittenen Tälern des Khumbu bis an die tibetische Grenze. Über allem erhebt sich der 8.848 m hohe Mount Everest, umgeben von markanten Gipfeln wie Lhotse, Nuptse und Ama Dablam. In den tieferen Lagen wachsen Rhododendren, Birken und Kiefern, darüber folgen Hochweiden, Moränen und schließlich eine gewaltige Welt aus Fels, Schnee und Gletschern.
Das Khumbu ist seit Jahrhunderten Heimat der Sherpa, deren Vorfahren aus Tibet einwanderten. Tibetischer Buddhismus prägt die Dörfer bis heute: Klöster, Chörten und Mani-Mauern begleiten die Wege durch Orte wie Namche Bazaar, Khumjung und Pangboche. Yak- und Nak-Haltung, Handel und heute vor allem der Bergtourismus bilden wichtige Lebensgrundlagen. Das Kloster Tengboche gehört zu den religiösen Zentren der Region.
Oberhalb der Baumgrenze leben Himalaya-Tahre, Moschustiere und der farbenprächtige Himalaya-Monal, in abgelegenen Gebieten auch Schneeleoparden. Mächtige Eisströme wie der Khumbu-Gletscher prägen die Hochregion. An seinem oberen Ende liegt das Everest Base Camp, darüber beginnt der ständig in Bewegung befindliche Khumbu-Eisfall. Seit 1979 gehört der Nationalpark zum UNESCO-Weltnaturerbe; 1953 erreichten Edmund Hillary und Tenzing Norgay von hier aus erstmals nachweislich den Gipfel des Everest.