Das Ruwenzori-Gebirge erhebt sich an der Grenze zwischen Uganda und der Demokratischen Republik Kongo bis auf 5.109 m. Anders als die großen ostafrikanischen Berge Kilimandscharo und Mount Kenya ist es vulkanischen Ursprungs, sondern entstand durch die tektonische Hebung eines gewaltigen Gebirgsblocks im westlichen Ast des Ostafrikanischen Grabenbruchs. Höchster Punkt ist die Margherita-Spitze des Mount Stanley, zugleich der dritthöchste Gipfel Afrikas. Auf den höchsten Bergen liegen noch immer kleine Gletscher – nur wenige Kilometer vom Äquator entfernt.
Das Spektrum reicht von Trekkingtouren durch tropischen Bergwald bis zu hochalpinen Touren auf vergletscherte Gipfel. Besonders außergewöhnlich ist die Vegetation: Mit zunehmender Höhe folgen auf Bergwald und Bambus dichte Heidevegetation und ausgedehnte Moorlandschaften. Darüber wachsen meterhohe Riesenlobelien und Riesen-Senecien, die dem afroalpinen Hochland sein beinahe urzeitliches Aussehen verleihen. Schließlich weicht die Vegetation Fels, Schnee und Eis.
Das extrem feuchte Gebirgsklima sorgt für häufige Niederschläge, Nebel und entsprechend schwierige Wegverhältnisse. In den Hochlagen sind Frost und nächtliche Minustemperaturen trotz der Lage am Äquator normal. Das Ruwenzori bildet zudem ein bedeutendes Wassereinzugsgebiet für das Nil-System. Seit der Antike werden die sagenhaften „Mondberge“, die der Geograf Ptolemäus im 2. Jahrhundert als Quellgebiet des Nils beschrieb, immer wieder mit dem Ruwenzori in Verbindung gebracht. Ob er tatsächlich dieses Gebirge meinte, lässt sich jedoch nicht eindeutig belegen.