Gurien liegt im Westen Georgiens zwischen der Schwarzmeerküste und den Bergen des Kleinen Kaukasus. Auf engem Raum geht die feuchte Kolchis-Tiefebene in dicht bewaldete Berglandschaften und schließlich in offene Hochweiden über. Die vom Schwarzen Meer heranziehenden Luftmassen bringen große Niederschlagsmengen; entsprechend üppig sind die Wälder und entsprechend schneereich können die höheren Lagen im Winter sein.
Im Gebirge liegen kleine Hochlandsiedlungen und Sommerweiden wie Bachmaro und Gomismta. Im Sommer werden die Hochweiden traditionell genutzt, im Winter verschwinden Wege und Siedlungen teilweise unter einer mächtigen Schneedecke. Dann bietet das weitläufige, überwiegend wenig erschlossene Gelände gute Möglichkeiten für Skitouren und Schneeschuhwanderungen. Anders als im Großen Kaukasus stehen hier weniger vergletscherte Hochgipfel als vielmehr lange bewaldete Rücken, offene Hänge und abgelegene Täler im Mittelpunkt.
Ein besonderer Stützpunkt ist die Meria-Keli-Hütte auf etwa 2.400 m. Sie wurde 2019 in der abgelegenen Bergsiedlung Meria Keli eingerichtet und dient vor allem Skitourengehern als Basis. Die Lage macht zugleich den Charakter des Gebirges deutlich: Gurien ist keine klassische Hochgebirgsregion mit großen Gletschern und Felswänden, sondern eine ausgesprochen feuchte und im Winter tief verschneite Berglandschaft zwischen subtropischer Schwarzmeerküste und den Höhen des Kleinen Kaukasus.