Alpine Welten
Gebiet

Alam Kuh

🇮🇷

Der Alam Kuh erhebt sich im Takht-e-Soleyman-Massiv des westlichen Alborz, nur wenige Dutzend Kilometer südlich des Kaspischen Meeres. Mit rund 4.850 m gilt er nach dem Damavand als zweithöchster Berg Irans. Das Massiv gehört zu den alpinsten Landschaften des Landes: Mehr als 40 Gipfel überschreiten 4.000 m, schmale Grate verbinden die Hochgipfel, und an den schattigen Nordseiten liegen die größten Gletscher Irans.

Berühmt ist vor allem die gewaltige Nordwand des Alam Kuh. Die mehrere hundert Meter hohe Granitwand bietet einige der schwierigsten alpinen Kletterrouten Irans und wurde wegen ihres Charakters schon früh mit großen Wänden der Alpen verglichen. Die erste dokumentierte Besteigung des Alam Kuh gelang 1902 den deutschen Botanikern Alfred und Joseph Bornmüller über die vergleichsweise leichte Südseite. 1933 folgte der Brite Douglas Busk über den Ostgrat. Eine deutsche Expedition erschloss 1936 erstmals die Nordseite; später hinterließen vor allem französische und polnische Bergsteiger weitere anspruchsvolle Linien in der Wand.

Für Bergsteiger bietet das Gebiet ein ungewöhnlich breites Spektrum: Der Normalweg führt von Süden über das Hochtal Hesarchal, während der Siah-Sang-Grat deutlich anspruchsvoller ist. Auf der Nordseite dominieren Gletscher, steile Grate und große Felswände. Ausgangspunkt für viele Touren ist Vandarbon oberhalb von Kelardasht. Der starke landschaftliche Gegensatz ist typisch für den Alborz: Während sich in Gipfelnähe eine karge Hochgebirgslandschaft aus Fels, Schnee und Eis ausbreitet, fallen die Nordhänge Richtung Kaspisches Meer in wesentlich feuchtere und dicht bewaldete Regionen ab.

Bekannte Ziele im Gebiet
Alam-Kuh 4826m
Kelardasht
Haft Khan I 4539m
Haftkhan II 4531m
South Khersan 4665m

Land

Iran

Orte im Gebiet

Kelardasht

Höchste Wände und Gletscher des Iran

Trekking & Klettern am Alam Kuh

Der klassische Anstieg führt über den Siahsang-Grat zur Südseite des Gipfels und erfordert 5-6 Tage Trekking mit Höhenakklimatisation. Die berühmte Nordwand bietet technische Kletterrouten auf steilem Granit bis zu extremen Schwierigkeitsgraden. Das Hesarchal-Basislager auf 3.800 m dient als Stützpunkt für beide Varianten. Steinschlag und brüchiger Fels am Siahsang-Grat verlangen alpine Erfahrung.

Anreise & Logistik Alam Kuh

Die Anreise erfolgt über Teheran nach Kelardasht im Norden oder über das Alamut-Tal im Süden. Allradfahrzeuge bringen Expeditionen von Vandarbon auf 2.700 m zum Ausgangspunkt der Trekkingrouten. Maultiere transportieren Ausrüstung und Verpflegung zum Basislager. Die iranische Bergsteigerverbands-Basis in Vandarbon bietet logistische Unterstützung.

Saison & Klima am Alam Kuh

Von Mai bis September herrschen optimale Bedingungen für Trekking und Expeditionen am Alam Kuh. Das feuchte Klima durch die Nähe zum Kaspischen Meer sorgt für Schneebedeckung bis in den Frühsommer. Juni bis August bilden die Hauptsaison mit stabilen Wetterbedingungen und schneearmen Gletschern. Wetterumschwünge durch das Kaspische Meer erfordern flexible Tourenplanung.

Gut zu wissen:

Alfred Bornmüller, ein deutscher Botaniker, bestieg 1902 als Erster den Alam Kuh – nicht als Bergsteiger, sondern bei der wissenschaftlichen Erforschung der Flora des Elburs-Gebirges. Dass ausgerechnet ein Pflanzensammler den technisch anspruchsvollsten Gipfel Irans eroberte, zeigt die Vielseitigkeit der frühen Naturforscher. Heute gilt seine Route über die Südseite als Normalweg für iranische Expeditionen.

Häufige Fragen zum Alam Kuh

Wie reist man von Teheran zum Alam Kuh an?

Von Teheran erreicht man den Alam Kuh über Kelardasht im Norden, das 20 km entfernt liegt. Die Zufahrt erfolgt per Allradfahrzeug ab Vandarbon auf 2700 m, wo sich die Basis des iranischen Bergsteigerverbands befindet. Maultiere stehen für den Gepäcktransport zur Verfügung.

Wann ist die beste Reisezeit für den Alam Kuh im Iran?

Die beste Reisezeit für den Alam Kuh ist Juni bis August. In dieser Hauptsaison sind die Gletscher zugänglich und die Schneebedeckung in höheren Lagen reduziert. Das feuchte Klima durch die Nähe zum Kaspischen Meer sorgt für Wetterumschwünge.

Wie schwierig ist die Besteigung des Alam Kuh?

Die Besteigung des Alam Kuh erfordert 5-6 Tage Trekking zum Gipfel auf 4850 m Höhe. Der Normalanstieg führt über den Siahsang-Grat mit brüchigem Fels, während die 800 m hohe Nordwand aus steilem Granit die technisch anspruchsvollsten Kletterrouten des Iran bietet.

Wie lange dauert eine Expedition zum Alam Kuh?

Eine Expedition zum Alam Kuh dauert 5-6 Tage Trekking zum Gipfel. Das Basislager Hesarchal liegt auf 3800 m, der Ausgangspunkt Vandarbon auf 2700 m. Die Route führt über vergletschertes Gelände mit Spalten im oberen Bereich.

Welche Gletschertouren sind am Alam Kuh möglich?

Am Alam Kuh sind Touren auf dem Takht-e-Soleiman-Gletscher, Siahsang-Gletscher, Ordokhani-Gletscher und Espilat-Gletscher möglich. Das Takht-e Soleyman Massiv beherbergt die einzigen historischen Gletscher des Iran. Der Yakahr-Gletscher liegt an der Nordostseite des Berges.

Bekannte Ziele am Alam Kuh

Gipfel 4.826 m

Alam-Kuh

Der Alam-Kuh erhebt sich auf 4.826 m im Elburs-Gebirge und gilt als zweithöchster Gipfel des Iran. Die 650 m hohe Nordwand aus Granit zählt zu den schwierigsten Kletterwänden des Landes. Mit einer Prominenz von 1.824 m dominiert der Berg das Takht-e Soleyman-Massiv südlich des Kaspischen Meeres.

Stadt

Kelardasht

Kelardasht liegt in der iranischen Provinz Mazandaran und dient als nördlicher Ausgangspunkt für Expeditionen zum Alam-Kuh (4.850 m), dem höchsten Gipfel des Alborz-Gebirges. Der historische Ort war bereits in islamischer Zeit als Kalar bekannt und bildete einen wichtigen Handelsweg zwischen dem Kaspischen Meer und dem iranischen Hochland.

Gipfel 4.539 m

Haft Khan I

Der 4.539 m hohe Gipfel erhebt sich im Elburs-Gebirge über dem größten Gletscher des Iran. Der Normalweg führt über einen technisch anspruchsvollen Grat mit Kletterei der Klasse III. Die Besteigung erfordert alpine Erfahrung und gute Akklimatisation.

Gipfel 4.531 m

Haftkhan II

Der Haftkhan II erhebt sich auf 4.531 m im iranischen Elburs-Gebirge. Der Granitgipfel liegt im Takht-e Soleyman Massiv nahe dem Alam Kuh. Die Hauptsaison für Besteigungen reicht von Juni bis August.

Gipfel 4.665 m

South Khersan

Der South Khersan erhebt sich auf 4.665 m im iranischen Elburs-Gebirge. Der Gipfel liegt im Takht-e Soleyman Massiv nahe dem Alam-Kuh.

Gipfel 4.683 m

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Der 4.683 m hohe Gipfel erhebt sich im Takht-e Soleyman Massiv des iranischen Elburs-Gebirges. Das Granitmassiv liegt nahe dem Kaspischen Meer und bietet alpine Bedingungen bis in den Frühsommer.

Gipfel 4.665 m

Takht-e Soleiman

Der Takht-e Soleiman erhebt sich auf 4.665 m im Elburs-Gebirge des nordiran­ischen Hochlands. Der Name bedeutet "Salomons Thron" und bezeichnet einen der markanten Gipfel des Takht-e Suleyman-Massivs. Das Massiv beherbergt die einzigen historischen Gletscher des Iran.

Gipfel 4.582 m

Marjikesh

Der Marjikesh erhebt sich auf 4.582 m im iranischen Elburs-Gebirge südlich des Alam Kuh. Der Gipfel liegt zwischen Marjikesh- und Khersan-Gletscher und dient als beliebtes Zwischenziel bei Alam Kuh-Besteigungen.

Gipfel 4.784 m

Shakhak

Der Gipfel liegt auf 4.784 m im Takht-e Soleyman Massiv des iranischen Elburs-Gebirges. Die messerscharfe Gratform östlich des Alam Kuh erfordert einfache Kletterei.

Gipfel 4.606 m

Siah Sang

Der Siah Sang erhebt sich auf 4.606 m im iranischen Elburz-Gebirge. Der Gipfel liegt im Takht-e Soleyman Massiv nahe dem höchsten Berg Irans. Die Region beherbergt die einzigen historischen Gletscher des Landes.

Gipfel 4.486 m

Siah Kaman

Der Siah Kaman erhebt sich auf 4.486 m im Takht-e Soleyman Massiv des iranischen Elburs-Gebirges. Der Gipfel liegt östlich des höchsten iranischen Berges Alam Kuh. Mit einer Prominenz von 122 m bildet er einen markanten Nebengipfel in der hochalpinen Gipfelkette.

Gletscher

Espilat-Gletscher

Der Gletscher liegt im Takht-e Soleyman-Massiv des Alam-Kuh im iranischen Elburs-Gebirge. Das Massiv beherbergt die einzigen historischen Gletscher des Iran. Der Gletscher erstreckt sich in einer Region mit feuchtem Klima durch die Nähe zum Kaspischen Meer.

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