Tourbeginn: Regulär 12:00 Uhr
Garmisch-Partenkirchen
Tourende: Vorraussichtlich
14:00 Uhr
Garmisch-Partenkirchen
1. Tag:
Einstiegswanderung zum Eckbauer über die Partnachklamm
Treffpunkt unserer Wanderwoche im Werdenfelser Land ist gegen Mittag am Olympia-Skistadion unterhalb der Skisprungschanze in Garmisch-Partenkirchen. Hier findet alljährlich am 1. Januar das traditionelle Neujahrsskispringen im Rahmen der Vierschanzentournee statt. Nach einer kurzen Begrüßung starten wir direkt mit der ersten Wanderung. Bereits nach einer halben Stunde Gehzeit erreichen wir bereits den ersten Höhepunkt unserer Wanderwoche: die eindrucksvolle Partnachklamm. Die Partnachklamm bietet ein gigantisches Naturschauspiel, das man gesehen haben muss. Der Weg durch die Klamm ist 700 m lang und von über 80 m hohen Felswänden umgeben. Nach der Klamm gehts über einen Treppensteig und herrliche Wiesenhänge querend nach Graseck und weiter über einen guten Wanderweg in vielen Serpentinen durch den Wald hoch zum Eckbauer (1.220 m). Auf der Terrasse vom Berggasthof Eckbauer können wir bei einer Einkehr den großartigen Blick ins Wettersteingebirge mit Zugspitze und Alpspitze genießen. Von hier erreichen wir in wenigen Minuten die Bergstation der Eckbauerbahn, die uns bequem zum Ausgangspunkt zurück bringt. Alternativ können wir von hier in etwa 1 bis 1,5 Stunden über einen teils steilen Fahrweg durch Wald und über weite Wiesen zurück zum Ausgangspunkt wandern. Im Tal angelangt fahren wir in unser Hotel.
500 Hm 500 Hm (alternativ Bahn)800m 4 hsehr schwerUnterkunft noch nicht festgelegtHalbpension
2. Tag:
Zum Wank im Estergebirge
Nach einem ausgiebigen Frühstück gehts heute ins Estergebirge zum Wank (1.780 m). Der Wank ist weit bekannt und ein wunderbarer Aussichtsgipfel. Durch die exponierte Lage bietet er einen sensationellen Blick auf das Wettersteingebirge, das südlich vom Wank liegt, insbesondere Zug- und Alpspitze. Im Norden in unmittelbarer Nähe sehen wir den Krottenkopf und die Hohe Kisten, im Westen den kühnen Daniel und etwas näher die Kramerspitz sowie im Osten das gesamte Karwendel. Start unserer Wanderung ist bei der Talstation der Wankbahn. Über mäßig steile Schotter- und Forstwege wandern wir über die unbewirtschaftete Eckenhütte (1.060 m), wo wir bei einer kurzen Rast das Panorama genießen. Weiter gehts über einen erst breiteren Wiesenpfad bergauf. Der Pfad wird schmaler und bringt uns in Serpentinen zügig bergauf. Nach rund 3,5 Stunden erreichen wir das Wankhaus, das direkt neben dem Gipfelkreuz (1.780 m) steht. Nach einer ausgiebigen Rast machen wir uns an den Abstieg, für den wir den Weg über die Frauenmahd wählen. Über den Frauenmahdsattel (1.279 m) kommen wir zurück zum Ausgangspunkt. Im Hotel bleibt noch genügend Zeit den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.
600m700m 1.050 Hm 6 hsehr schwerUnterkunft noch nicht festgelegtHalbpension
3. Tag:
Überschreitung des Kramer in den Ammergauern
Heute erkunden wir die Ammergauer Alpen - der Kramer (1.982 m), oder auch Kramerspitz, den wir am Vortag bereits vom Wank aus gesehen haben, ist unser Ziel. Der Kramer ist eine der östlichsten Erhebungen der Ammergauer Alpen und begrenzt Garmisch-Partenkirchen nach Norden mit einer gewaltigen Flanke. Wahrlich prächtig ist die Aussicht vom höchsten Punkt auf das tief im Tal liegende Garmisch-Partenkirchen und das gegenüberliegende Wettersteingebirge mit Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze. Heute sind immerhin 1.200 Höhenmeter zu überwinden und somit haben wir eine ausfüllende Tagestour. Wir starten am Wanderparkplatz Maximilianshöhe nahe dem Gasthaus Almhütte. Über den Kramerplateauweg und eine Forststraße erreichen wir die Berggaststätte St. Martin (1.035 m). Auf dem Kramersteig wandern wir vorbei an der sogenannten Felsenkanzel, einer kleinen Plattform mit grandiosem Ausblick auf Garmisch und das Zugspitzmassiv. Gegen Ende wird der Weg etwas steiler, man gelangt durch Schrofengelände auf einen schmalen Grat und der Gipfel zeigt sich in unmittelbarer Nähe. Doch der vermeintlich zum Greifen nahe Gipfel verschwindet auf einmal wieder in ungeahnte Ferne – denn plötzlich wird offensichtlich, dass man nicht über den gerade betretenen Grat zum Gipfel aufsteigen kann, sondern noch einmal absteigen und den Nebengipfel queren muss. Hier ist Trittsicherheit und Vorsicht nötig. Am Gipfel (1.982 m) mit seinem großen Kreuz haben wir eine atemberaubende Aussicht. Steil, aber mit Drahtseilen gesichert, beginnt unser Abstieg. Die Schwierigkeiten lösen sich jedoch bald auf und über eine aussichtsreiche Traverse wandern wir entlang des Gipfelrückens in westliche Richtung. Nach einem gerölligen Abstieg erreichen wir freies Gelände und unsere wohlverdiente Einkehrmöglichkeit an der Stepbergalm. Von dort gelangen wir über unschwieriges Bergwandergelände ins Tal zu unserem Ausgangspunkt.
600m700m 1.200 Hm 7 - 8 hsehr schwerUnterkunft noch nicht festgelegtHalbpension
4. Tag:
Durch die Höllentalklamm übers Hupfleitenjoch zum Kreuzeck
Ausgangspunkt unserer heutigen Tour ist die Talstation der Alpspitzbahn. Diese mittelschwere Wanderung führt durch eine spektakuläre Berglandschaft im Wettersteingebirge. Nach rund einer Stunde erreichen wir die beeindruckende Höllentalklamm - eine sehr spektakuläre rund 1 km lange Felsschlucht. Die Klamm bietet eine einzigartige, bizarre Landschaft und präsentiert einen tollen Einblick in die Gewalten der Natur. Schluchten von bis zu 150 Meter Tiefe, zahllose Wasserfälle sowie verschlungene Wege, Stege, Brücken und Tunnel laden zu einem optischen Abenteuer ein. Vom Klammausgang wandern wir weiter zum Höllentalanger mit der Höllentalangerhütte (1.387 m), von wo aus wir die Zugspitze direkt vor Augen haben. Von der Höllentalangerhütte führt ein in die Felswände gehauener Weg mit grandiosen Tiefblicken ins Höllental hoch zu den Knappenhäusern (1.526 m) und weiter zum Hupfleitenjoch (1.750 m). Leicht bergab wandern wir zur Bergstation der Kreuzeckbahn, die uns bequem ins Tal bringt.
1.060 Hm 150 Hm800m 5 hsehr schwerUnterkunft noch nicht festgelegtHalbpension
5. Tag:
Durchs Dammkar auf die Nördliche Linderspitze (2.372 m)
Unsere heutige Wanderung führt uns ins Karwendel. Startpunkt ist der Parkplatz an der Talstation der Karwendelbahn. Direkt hinter der Talstation beginnt auch der Wanderweg hinauf ins Dammkar. Nach ca. 2,5 Stunden erreichen wir die Dammkarhütte (1.650 m), die von riesigen Felswänden umgeben ist. Ab jetzt wird das Gelände alpin. Wir laufen nun ausschließlich über Schutt und Geröll - stets umgeben von schroffen Felswänden. Nach weiteren 1,5 Stunden erreichen wir den Dammkartunnel. Dieser führt durch den Berg direkt zur Bergstation der Karwendelbahn und ist ursprünglich für Wintersportler errichtet worden, um ihnen den leichten Zugang zu den Skipisten zu ermöglichen. Wir haben jetzt die Karwendelgrube vor uns. Über den Panorama Rundweg gelangt man in weniger als 30 Minuten auf deren kleinen Gipfel, die Nördliche Linderspitze (2.372 m). Zurück ins Tal fahren wir mit der Seilbahn.
1.400 Hm 150 Hm800m 5 - 6 hsehr schwerUnterkunft noch nicht festgelegtHalbpension
6. Tag:
Aufstieg zum Schachen mit Übernachtung im Schachenhaus
Ausgangspunkt des heutigen Tages ist das Olympia Skistadion. Wie schon am ersten Tag wandern wir durch die imposante Partnachklamm. Etwa 300 m nach der Klamm beginnt der Weg ins Reintal, dem wir bis kurz vor die Bockhütte (1.050 m) folgen, nehmen dann aber den Weg ins Oberreintal. In vielen Serpentinen windet sich der Weg hinauf, immer entlang des Oberreintalbaches, der über kleine Wasserfälle in die Tiefe rauscht. Über ein Geröll- und Latschenfeld geht es zum Teufelsgsaß. Hier wird der Weg anspruchsvoll und ist teilweise etwas ausgesetzt (Seilsicherungen). Oben angekommen sollte man sich unbedingt einen Blick vom Belvedere (Aussichtspunkt des Schachenschlosses) hinunter ins Reintal gönnen. Von hier aus sind es nur noch wenige Minuten bis zu den Schachenhäusern, unserem heutigen Übernachtungsziel. Hier haben wir am Nachmittag noch die Gelegenheit das Schachenschloss, das von König Ludwig II. erbaut wurde, zu besichtigen.
1.150 Hm700m800m 5 - 6hsehr schwerSchachenhausHalbpension
7. Tag:
Abstieg über den Kälbersteig
Für den Abstieg vom Schachenschloss wählen wir die Variante über den Kälbersteig. Dieser beginnt etwa nach einer halben Stunde Wanderzeit auf dem Fahrweg. Der Kälbersteig besteht in weiten Teilen aus Holzstufen, die in schneller Geschwindigkeit die Höhenmeter purzeln lassen. In den zwei Stunden auf dem Kälbersteig lassen wir etwa 800 Höhenmeter hinter uns bevor wir langsam das Rauschen der Partnach vernehmen, der wir uns kontinuierlich nähern. Für den Weg zurück zum Skistadion wählen wir die Variante über die Partnachklamm über die sogenannte Eiserne Brücke, von wo wir einen herrlichen Blick in die Klamm haben. Am Skistadion angekommen, endet unsere Wanderwoche und es folgt die Verabschiedung und Heimreise von einer wunderbaren Wanderwoche im Werdenfelser Land.
100 Hm 1.250 Hm800m 3,5 - 4 hsehr schwerFrühstück