Aufbaukurs Hochtourentechnik Level II
Absichern von Graten, Gehen am Seilabbund und vieles mehr...


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Aufbaukurs Hochtouren Tierberglihütte

Die ersten eigenen Gletschertouren sind gemeistert. Nun soll es an die schwierigeren Hochtouren gehen. Aber wie werden Felsgrate abgesichert? Wie begeht man Firngrate? Dieser Kurs wendet sich speziell an Alpinisten, die selbstständig und sicher Hochtouren wie das Zinalrothorn, das Obergabelhorn oder den Biancograt meistern möchten.

Ausbildung in Kleingruppe mit nur 6 Personen!

 

Touren "Highlights"

  • Ideales anspruchsvolles Ausbildungsgelände
  • Sehr Hoher Praxisanteil

Anforderungen

Die Teilnahme am Aufbaukurs Hochtouren eignet sich für Teilnehmer die bereits über eigene Hochtourenerfahrung auf leichten Touren ( WS / PD ) verfügen und in Zukunft schwierigere Hochtouren und Gratanstiege selbstständig meistern wollen. Der Kurs baut auf dem Hochtourenkurs für Einsteiger auf und setzt dessen Inhalte voraus. Hierzu wird eine Kondition für Gehzeiten von 6 Stunden vorausgesetzt. Die gängigen Seilknoten, Abseilen, sowie die HMS Sicherung werden beherrscht, Du bist absolut trittsicher und schwindelfrei.

 

Gute Alpine Erfahrung | Anspruchsvolle alpine Unternehmung

  • PD / oder Schweiz WS
  • Gute Kondition für Hochtouren mit 6 Stunden Gehzeit
  • Bis 1.200 Hm im Aufstieg / bis 1.400 Hm im Abstieg
  • Erhebliche Ernsthaftigkeit / Gefährdung
  • Hochtourenerfahrung
  • Beherrschen Knoten / Sackstich / Mastwurf / Prusik / Achterknoten
  • Beherrschen Abseiltechnik / HMS / Tube
  • Beherrschen Sicherung / HMS / Tube
  • Trittsicherheit und Schwindelfreiheit

Ausführliche Information zur Schwierigkeitsbewertung von Bergtouren

Reiseprogramm

1. Tag

Begrüßung durch Deinen Bergführer morgens auf dem Parkplatz der Tierberglihütte. Gemeinsamer Aufstieg zur Hütte über den Tierbergli Klettersteig. Nach dem Mittagessen auf der Hütte starten wir in die Ausbildung. Seilabbund, Gehen am Seilabbund und Halten von Stürzen steht den ganzen Nachmittag auf dem Programm. Als Gelände steht uns hierzu das felsige Klettergelände rund um die Hütte zur Verfügung.

Gz 4 h / ↑ 800 Hm, ↓ 100 Hm


2. Tag

Gletschertag mit Spaltenbergungstraining schwerpunktmäßig Lose Rolle, Selbstrettung aus der Spalte und Gehen / Sichern in kurzen Steilflanken wie z.B einer Randkluft. Ebenso Gehen und Sichern an Firngraten. Abends Tourenplanung für den Abschlußtag.


3. Tag

Heute setzen wir das Gelernte aus den ersten beiden Tagen an den verschiedenen Graten und Felsabschnitten rund um die Hütte mit individuellen Übungen zusammen. Spezielle Problemstellungen werden noch einmal erörtert und geübt. Gut vorbereitet sollte so dem Folgetag nichts mehr im Weg stehen.

Gz 5 h / ↑ 500 Hm, ↓ 500 Hm

 

4. Tag

Am frühen Morgen starten wir auf unsere Abschlusstour zum 3420m hohen Gwächtenhorn. Über den Gletscher geht es mit bis zu 45° Steilheit und einer kleinen Randkluft hinauf. Hier setzen wir die Ausbildungsabschnitte aus dem Eis- und Firnteil um. Am nun folgenden Westgrat geht es dann im Fels weiter. Dabei werden ausgesetzte Passagen im Fels und Kletterschwierigkeiten im II Grad UIAA überwunden. Von Deinem Bergführer erhältst Du noch einmal wertvolle Tipps. Am Nachmittag Abstieg ins Tal und Verabschiedung.

Gz 6 h / ↑ 625 Hm, ↓ 1.425 Hm

Leistungen & Zusatzkosten

Leistungen inklusive

  • 4 Tage Führung und Organisation durch einen Bergführer
  • 3 x Ü/HP im Lager der Hütte

Reiseoptionen

  • Freiwilliger myclimate Klimaschutzbeitrag 15 €

Leistungen exklusive

  • Speisen und Getränke außerhalb der Halbpension
  • Parkplatzgebühren bei PKW - Anreise
  • Die Zusatzkosten können variieren und dienen lediglich zur Orientierung!

News & Reiseberichte

Houchtourenkurs für Fortgeschrittene an der Tierberglihütte in den Urner Alpen, 27. Juni 2014


Der Hochtourenkurs für Fortgeschrittene baut weiterführend auf unseren Hochtourenkurs für Einsteiger am Taschachhaus in den Pitztaler Alpen auf. Der erste Kurs dieser Art fand an der Tierberglihütte am Fuße des Sustenhorn statt.

Viele Jahre bin ich nun schon als professioneller Bergführer in den Bergen dieser Welt unterwegs und wiederkehrend stelle ich fest, dass es doch eine Vielzahl an Bergsteigern gibt, welche eine Hochtour, meist Mont Blanc, Matterhorn oder  Ortler mit Bergführer buchen und noch nie ein Steigeisen unter den Füßen hatten, geschweige denn ein Knoten, - Ausnahme, den für die Schuhebinden können. Eine Hochtour ist kein Hochtourenkurs!

 

Genau hier liegt mein Anliegen als Bergführer. Bevor ich mich ins Hochgebirge vortaste, egal ob mit oder ohne Bergführer, sollte ich Grundkenntnisse im Hochalpinen Gelände besitzen, sei es, das Material, welches ich benötige sowie deren Umgang, die Kleidung: welche mich vor Wind und Wetter schützt, Alpine Gefahren und etwas Orientierung. All denjenigen für die diese Punkte ein Fremdbegriff ist, empfehle ich die ernsthafte Überlegung, einen Hochtourenkurs aus Methodischer- und Risikosicht vor einer Tour im Hochalpinen Gelände zu besuchen. Was ist, wenn der Bergführer in eine Spalte einbricht, was machen die Haltenden, wenn sie noch nicht einmal das Wissen über einen Knoten besitzen? Für diejenigen, welche schon Erfahrung mit den „Basics“ gesammelt haben, gibt es nun einen speziellen Hochtourenkurs für Fortgeschrittene, wo sie noch tiefer in die Bereiche Spaltenbergung, Sicherheitstechniken im Schnee und Firn, sowie ihr Wissen mit weiteren Maßnahmen auf Gletschern vertiefen können. Der Punkt Sicherheit sollte stets Großgeschrieben werden, und das Risiko am Berg sollte bekannt sein, schließlich versuchen wir stets als Bergsteiger das Risiko zu minimieren.

 

Weiter zum Tourenverlauf des Hochtourenkurses für Fortgeschrittene auf der Tierberglihütte:



Treffen und Ausrüstungscheck zum Hochtourenkurs

Im letzten Juniwochenende am Freitagmorgen um 8 Uhr, war unser gemeinsames Treffen am Umschlage Parkplatz an der Sustenpassstrasse. Dort wurden zwei Teilnehmer von mir, ihrem Bergführer von der Alpin- und Bergschule Alpine Welten empfangen. Da dieser Kurs aufbauend für Fortgeschritten auf Hochtouren ausgelegt ist, setzt er einiges an Vorkenntnissen voraus. Die Voraussetzung ist: Ich sollte schon einmal einen Hochtourenanfängerkurs besucht haben und dieses Grundwissen mitbringen.


Der Aufstieg

Für den Aufstieg zur Tierberglihütte brauchten wir in etwa 2 1/2 Stunden, dabei konnten wir wählen zwischen einem leichten Klettersteig oder einem schmalen Pfad. Wir entschieden uns für letzterem und folgten den blau-weißen Markierungen. Am frühen Mittag erreichten wir unseren Ausbildungsstützpunkt, die Tierberglihütte auf 2975 Meter Höhe. Während des Aufstiegs gab es schon ausreichend Gelegenheit uns gegenseitig kennenzulernen und ein wenig zu beschnuppern.


Praxis und Kursschwerpunkte

Nach einer ausgiebigen Mittagsrast auf der Tierberglihütte, stiegen wir sofort in die Ausbildung ein. Dafür war mir wichtig, die Konzentration auf die richtigen Handgriffe, sowie die richtige Seiltechnik zu legen. Hierzu begaben wir uns in den Felsengarten unmittelbar neben der Hütte. Hans-Peter, der Hüttenwirt hat diesen Sommer für Ausbildungszwecke eine Menge neuer Bohrhaken und Standplätze an die umliegenden Felsen eingerichtet. Als Einstieg wiederholten wir Knoten, Bunde und das richtige Anseilen am Gletscher. Es war egal ob Achter, Mastwurf, Halbmastwurf, Prusik oder das "saubere" Seil-Auf-Schiessen, es machte den Teilnehmern unheimlich Spaß und wurde zu einem regelrechten Duell: Wer formt die schönste Seilpuppe? Wer kann die Knoten am schnellsten mit einer Hand legen?
Anschließend ging es, an die Vorbereitung eines Seilabbundes,  welcher sich vorerst als kompliziert, doch durch ein wenig Übung und hilfreichen Tipps vom Bergführer, recht einfach erwies.
Die Spaltenbergungsthemen mit dem Mannschaftszug, der Losen Rolle und dem Schweizer Flaschenzug übten wir teilweise in einer fiktiven Dreierseilseilschaft, aber auch in einer Zweierseilschaft mit Knoten im Seil. Dazu tauschten wir die Positionen mehrmals untereinander und schafften dadurch eine große Übungsintensität.


Die Unterkunft

Gemeinsam bezogen wir am späten Nachmittag die urische, schweizer Berghütte, welches uns ein einmaliges Flair mit dunklem Holz verschaffte. Die positive Abendstimmung leitete Hans-Peter, durch ein paar einführende Worte und einem Begrüßungs-Weißwein - natürlich aufs Haus - zum Abendessen ein. Hier auf der Tierberglihütte hebt sich das Serviceangebot deutlich von anderen Berghütten ab. Die Halbpension am Abend besteht aus vier Gängen und es kann zwischen vegetarisch und Fleischkost entschieden werden. Zuerst gab es eine Suppe, einen großen gemischten Salat, den Hauptgang und ein Dessert. Beide Varianten, ob vegetarisch oder nicht war ein echter Gaumenschmaus für uns Bergsteiger. Die Portionen waren mehr als reichlich und satt wurde mit Abstand jeder von uns. Das familiäre Flair in Sachen Kochen und Gastfreundlichkeit merkten wir recht schnell, denn die volle Aufmerksamkeit lag den Gastleuten auf unser Wohl und unsere Zufriedenheit sehr am Herzen. Alle Teilnehmer hatten sich an jedem Abend sehr lobend ausgedrückt. Die Nacht im Lager verlief ruhig und das Frühstück am nächsten Morgen war ebenso deftig, wie der reichhaltige Schmaus am Vorabend. In der Halbpension war der Tee für die Thermoskanne inklusive. Vom Essentraum geht es weiter zur Praxis, Spaltenbergung auf dem Gletscher.


Am Gletscher

Sehr früh am nächsten Morgen gegen 7:00 Uhr machten wir uns gemeinsam in Richtung Steingletscher. Er liegt von der Tierberglihütte weniger als 100m Luftlinie entfernt und bietet uns ein ideales Gelände für jeglicher Art Ausbildung: Vor allem  aber Spaltenbergungs-, Eis- und Hochtourenkurse. Der Steingletscher liegt direkt am Fuße des bekannten Gwächtenhornes und zieht S-förmig weiter über ein großes Plateau hinauf zum Sustenhorn mit 3503m.


Spaltenbergung und Sturztraining am Steingletscher

Das richtige Stürzen soll geübt sein, gerade in Querungen von Firnfeldern oder an Hangwegen, was in den Alpen nicht wenig vorkommt. Dazu ist es wichtig, das richtige Verhalten beim Abrutschen in Firnflanken oder Schneefeldern zu schulen.
Wir übten an einer sicheren Gletscherstelle mit weitem Auslauf mit und ohne Pickel. Wir stürzten bewusst und versuchten mit Hilfe der Liegestütztechnik und dem Pickelrettungsgriffes zum Abbremsen und letztendlich zum Stehen zu kommen. Es ist zwar ein sehr ernstes Thema, weil man gerade bei Hochtouren öfter in solche Situationen gelangt, doch entstehen hier die wahrscheinlich lustigsten Bilder und spaßigsten Momente.
Dieser Ausbildungsabschnitt war mit Abstand eines der Highlights für unsere Kursteilnehmer an diesen drei Tagen.

Nach den Sturzversuchen verlegten wir unseren Ausbildungsplatz an eine gut geeignete Abbruchzone am Fuße des Gletschers und es wurde richtig spannend. Wir bauten unter dem Einsatz von einem T-Anker oder umgangssprachlich bekannt als "Toter Mann" einen Standplatz im Schnee auf dem Gletscher.
Dieser selbstgebaute Standplatz oder absolute Fixpunkt dient als Sicherungsmöglichkeit, welche wir durch ein Seil als eine zusätzliche Sicherung (Redundanz) für unsere folgende Spaltenbergungsübungen hintersichernd aufgebaut hatten.
In der Zweierseilschaft mit Knoten im Seil, übten wir den Aufbau, sowie die Anwendung der Losen Rolle, den Schweizer Flaschenzug und das umbauen beider Bergungsvarianten. Die Selbstrettung aus der Spalte war ein weiteres großes Thema aus dem Bereich der Spaltenrettung. Hierzu wurden die Teilnehmer an dem etwa 80 Grad steilen Abbruch etwa 10 Meter abgelassen und durften mittels Reepschnüren zum Spaltenrand aufprusiken. Durch das eingeschnittene Seil am Spaltenrand mussten die Teilnehmer in die Raupentechnik umbauen. Erst jetzt konnten sie sich selbst aus der Spalte befreien.


Tourenplanung auf unsere Hochtour

Ein langer und intensiver Praxis-Tag lag hinter uns, doch bevor wir in unsere Bettenlager verschwanden, stand uns eine kurze Tourenplanung für den dritten Tag zu unserer Hochtour bevor. Die Karte wurde auf dem großen Essentisch ausgebreitet und wir planten unsere Tour für den folgenden Tag auf einen der umliegenden Berge. Die Wahl fiel schnell und wir entschieden uns, den Hausberg der Tierberglihütte, das eindrucksvolle Gwächtenhorn zu besteigen.
Entscheidende Faktoren für unsere Hochtourenplanung waren:
Marsch-Zeitberechnung, das richtige lesen einer topografischen Karte, Einschätzung des Geländes mit dem Erkennen von möglichen Gefahrenstellen, die richtige Routenwahl, sowie der sichere Umgang mit dem GPS. In einer lockeren Runde beim Wein bereiteten wir unsere Tourenplanung vor, und planten einen unsere Tour. Schon in der Theorie entschieden wir uns, nicht über den Normalweg, sondern eine Variante durch den Steingletscher zu begehen. So nun war es aber Zeit, müde und geschafft den umfangreichen Tag, in unseren Schlafgemachen der Tierberglihütte zu beenden.


Hochtour auf das Gwächtenhorn 3420m

Am folgenden Tag starteten wir unsere Hochtour mit einer Dreierseilschaft, vorbei an metergroßen Spalten auf dem Steinlimi Gletscher. Ich erzählte den Teilnehmern unsere Gruppe etwas im geschichtlichen Kontext, über die Entstehungen, und den starken Rückgang der Gletscher im letzten Jahrhundert. Wir schauten tief hinunter in eine gigantische Querspalte. Mehrere hundert Meter zog dieser Spaltengraben vor unseren Augen von links nach rechts. Einer der Teilnehmer äußerte seinen Gedankengang und sagte laut: „Es wird wohl kein leichtes überwinden dieser riesigen Spalte!“. Doch nach wenigen Minuten fanden wir eine Gletscherbrücke und bewegten uns am gestrafften Seil langsam hinüber auf die andere Seite. Es war Spalte so riesig als könnte man wohl locker einen ganzen LKW darin parken können.


Sicherungsmaßnahmen in einer Firnflanke

Nach unserem Kampf durch den Steinlimigletscher, näherten wir uns dem  geplanten Grat zum Gwächtenhorn, Hier hatten wir eine aufsteigende Schneeflanke zu überwinden. Dazu lag der Schwerpunkt auf einigen Sicherungsmaßnahmen, Pickel-Sicherung und Sitzpickel (sichern aus der Sitzposition).
Das sichern in Firnflanken soll gelernt sein, so funktionierte es relativ schnell. Anschließend an diesen Ausbildungsabschnitt setzten wir unsere Tour über den Grat fort. Wir bewegten uns durchgängig am kurzen Seil, immer wieder legten wir kurze Boxenstopps ein und vertieften einige Maßnahmen in Bezug auf Führungstechnik und Seilabbund.


Gipfelgefühl und Luftgitarren - Event

In diesem Ausbildungskurs gibt es sehr viel Fachliches, viel Input, viel Stoff und viele Fragen, doch gerade um neben der ganzen Ernsthaftigkeit am Berg, das ein oder andere Schmunzeln zu bekommen, nehme ich oft Luftgitarren mit auf den Gipfel, verteile sie, und gemeinsam Posen wir mit einer Melodie in den Ohren vor der Kamera – ein wenig Spaß am Rande auf dem Gipfel. So leben sogar die Erinnerungs - Gipfelmosh – Gipfelfotos.

 

Abstieg von der Hütte

Wegen der mittlerweile einsetzenden Regenfälle am Nachmittag stiegen wir zügig über den Aufstiegsweg ab und verabschiedeten uns gemeinsam am Parkplatz.


Fazit

Drei sehr intensive und lohnende Tage lagen hinter mir. Mein Ziel war es, Aufklärung über eventuellen Gefahren, Sicherheit im Umgang mit Material zu vermitteln, aber auch alles was zum richtigen Verhalten gehört in der Praxis zu zeigen. Die Teilnehmer waren sehr wissbegierig und wurden bestens zufrieden gestellt. Den Teilnehmern konnte ich einen sicheren Einstieg in die Welt der Hochtouren geben.

Vielen Dank an die schönen und angenehmen Ausbildungstage.

Tourenbericht von Ivo Meier (Bergführer)

Wichtige Hinweise & Tipps

Mindestteilnehmerzahl

Diese Reise kann nur ab der oben angegebenen Mindestteilnehmerzahl durchgeführt werden. Sollte diese 10 Tage vor Antritt der Reise nicht erreicht sein, so kann eine Absage durch den Veranstalter erfolgen. Im Falle einer Absage ist dieser bestrebt, Dir ein Alternativangebot zu unterbreiten. Bitte beachte hierzu unsere ergänzenden Hinweise in den Reisebedingungen.

 

Reiseveranstalter

Reiseveranstalter ist Alpine Welten GmbH & Co.KG Rauher Berg 8, 89180 Berghülen

 

Versicherungen

Wir empfehlen Dir dringend den Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung, sowie einer Versicherung zur Deckung der Rückführungskosten  bei Unfall oder Krankheit. Bitte prüfe hierfür Deinen Versicherungsschutz. Im Verlauf der Buchung besteht entsprechende Möglichkeit diesen Versicherungsschutz herzustellen.

Ebenso empfehlen wir für unsere Bergreisen den Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung zur Deckung von ausländischen Selbstbehalten.

Die Mitgliedschaft in einem alpinen Verein (z.B. Deutscher Alpenverein, Schweizer Alpenclub SAC, Österreichischer Alpenverein ) deckt bereits die Kosten einer eventuellen Hubschrauberrettung ab und wird von uns empfohlen.

 

Weiterführende Informationen

Bitte beachte folgenden Link

Wichtige Hinweise zu Reisen mit besonderen Risiken

 

Beschreibung der Region

Unterkünfte während der Reise

Die Tierberglihütte liegt am linken Ufer des Steingletschers auf einer Höhe von 2795m. Rund um die Hütte bieten sich uns mit dem Topziel der Woche, dem 3503m hohen Sustenhorn ideale Ausbildungsverhältnisse. Im Umkreis der Hütte hat Hüttenwirt und Bergführer Hans-Peter einen Ausbildungsgarten geschaffen den wir optimal nutzen können. Die familiäre Atmosphäre und das Service Angebot der Hütte ist einfach einmalig, die Verpflegung ist reichhaltig frisch und die Umbgebung bietet alle Geländeformen für den Kurs.

 

Informationen zur Unterkunft

  • Unterkunft im Zimmerlager der Hütte
  • Täglich Tourenbrot und Tourentee
  • Urige Hütte mit perfekter Verpflegung und freundlichen Wirtsleuten
Die Tierberglihuette In Der Schweiz Stuetzpunkt Fuer Den Aufbaukurs HochtourDie Tierberglihuette
Die Tierberglihuette In Der Schweiz Stuetzpunkt Fuer Den Aufbaukurs Hochtour
Die Tierberglihuette

Ausbildungsthemen im Kurs

Beim Aufbaukurs auf der Tierberglihütte versuchen wir Dir alles rund um Hochtouren und Sicherungstechnik auf dem Gletscher beizubringen. Unser Schwerpunkt ist Dich für die selbständige Hochtouren, Selbst- und Kameradenrettung und Gefahren auf dem Gletscher zu schulen.

Die Themen werden auch Abends in lockeren Unterrichtseinheiten vermittelt

 

  • Anseilarten auf dem Gletscher
  • Spuranlage auf dem Gletscher
  • Ausrüstungs & Materialkunde für Hochtouren
  • Selbstrettung aus der Spalte
  • Fixpunkte auf dem Gletscher
  • Absichern am Felsgrat
  • Lose Rolle
  • Mannschaftszug
  • Schweizer Flaschenzug
p.P. ab 560,00 €
Tourdauer:
4 Tage
Teilnehmer:
min. 5, max. 6
Land:
Schweiz
Alpine-Erfahrung:
Anforderungen:
Kondition
Technik
Ernsthaftigkeit
Schwierigkeit
2.9
Tourtermine:
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Noch Fragen?

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