1. Tag:
Anreise nach Uganda
Flug von Frankfurt oder München nach Entebbe in Uganda, in der Regel über Nacht.
2. Tag:
Entebbe - das Tor Ugandas
Nach unserer Ankunft am internationalen Flughafen Entebbe werden wir bereits erwartet und zu unserem Hotel gebracht. Die Stadt am Ufer des Viktoriasees empfängt uns mit ungewohnten Geräuschen, tropischen Düften und dem lebhaften Treiben Ostafrikas. Zunächst bleibt Zeit, in Ruhe anzukommen und uns von der Anreise zu erholen.
Wer noch Energie hat und erste Eindrücke von Uganda sammeln möchte, kann unseren Guide bei einem Spaziergang durch den Botanischen Garten von Entebbe begleiten. Zwischen tropischer Vegetation und zahlreichen Pflanzenarten erhalten wir dabei bereits einen ersten Eindruck von der faszinierenden Pflanzenwelt, die uns später auch während unserer Ruwenzori-Expedition begleiten wird.
Entebbe Palm Hotel3. Tag:
Im Einbaum durch die Mabamba Sümpfe | Schuhschnabel-Safari
Ein weiterer Tag gibt uns Zeit, in Ruhe in Uganda anzukommen und uns an das tropische Klima am ostafrikanischen Grabenbruch zu gewöhnen. Nach dem Frühstück starten wir mit unserem lokalen Guide zu einem ersten Ausflug. Nach etwa einer Stunde erreichen wir das Mabamba-Sumpfgebiet am Viktoriasee, das zu den besten Regionen Ugandas gehört, um den seltenen Schuhschnabel zu beobachten.
Mit traditionellen Einbäumen, wie sie von den einheimischen Fischern genutzt werden, fahren wir tief hinein in die weitläufigen Papyrussümpfe. Auf dieser besonderen Bootsfahrt entdecken wir eine faszinierende Seite Ugandas und erleben einen ungewöhnlichen Auftakt unserer Ruwenzori-Expedition – außergewöhnlich, aber auch so kann ein Bergabenteuer in Afrika beginnen.
Entebbe Palm HotelVollpension4. Tag:
Flug nach Kasese und Weiterfahrt nach Ruboni
Unsere Ruwenzori-Expedition beginnt mit einem etwa einstündigen Inlandsflug von Entebbe nach Kasese. Während des Fluges eröffnen sich schöne Ausblicke auf den Viktoriasee, das Rift Valley und die sattgrüne Landschaft Ugandas. Von Kasese fahren wir weiter nach Ruboni, wo wir nach rund einer Stunde unsere Unterkunft am Fuß der Ruwenzori Mountains erreichen.
Hier sind wir bereits mitten in der tropischen Vegetation, während die markanten Gipfel der Mondberge am Horizont sichtbar werden. Mit der einsetzenden Dämmerung wird der Regenwald immer lebendiger und vielleicht hören wir sogar die charakteristischen Rufe des Baumschliefers.
Am Abend treffen wir unseren Bergführer, der uns während der kommenden acht Trekkingtage durch das Ruwenzori-Gebirge führt. Gemeinsam überprüfen wir die Ausrüstung, besprechen die Packstrategie und gehen den Ablauf der bevorstehenden Etappen durch. Die letzten Vorbereitungen sind getroffen – nun kann unser Bergabenteuer im Ruwenzori beginnen.
Snow Heights LodgeVollpension5. Tag:
Aufbruch in die Mondberge - unsere Ruwenzori-Expedition beginnt
Das Ruwenzori-Gebirge ist für seine außergewöhnlich feuchten Bedingungen bekannt. Auch während der Trockenzeit sorgen regelmäßige Niederschläge und die dichte Vegetation dafür, dass der Untergrund oft nass und schlammig bleibt. Regenwald, Bambusgürtel und Hochmoore speichern große Mengen Wasser – genau diese feuchte, ursprüngliche Landschaft prägt den besonderen Charakter des Ruwenzori.
Nach dem Frühstück brechen wir von Ruboni zum Eingang des Ruwenzori-Nationalparks auf. Unser Hauptgepäck bleibt im Fahrzeug, während die Träger das Gepäck übernehmen, das wir unterwegs nicht benötigen. Mit leichtem Tagesrucksack folgen wir zunächst dem Mubuku-Fluss, überqueren den Mahoma-Nebenfluss und steigen durch dichten Bergwald zur Nyabitaba-Hütte auf 2.650 m auf. Die Hütte verfügt über Solarstrom und fließendes Wasser.
Auch die Tierwelt begleitet uns auf unserem Weg durch den Bergwald. Vielleicht hören wir die Rufe von Schimpansen, beobachten Colobusaffen in den Baumkronen oder entdecken den farbenprächtigen Rwenzori-Turako. Natürlich sind auch die gut getarnten, aber häufig vorkommenden Chamäleons, allen voran das imposante Ruwenzori-Dreihornchamäleon ein echtes Highlight. So beginnt unser Trekking durch das Ruwenzori-Gebirge mit einer eindrucksvollen Mischung aus ursprünglichem Bergwald und faszinierender Tierwelt.
900 Hm5 - 6 h6 kmBerghütte im Rwenzori Gebirge | UgandaVollpension6. Tag:
Über das Hochmoor zur John-Matte-Hütte (3.505 m)
Heute führt unser Weg tiefer in die einzigartige Hochgebirgswelt des Ruwenzori-Gebirges. Zunächst steigen wir durch einen ausgedehnten Bambuswald auf, bevor eine kurze, anspruchsvolle Passage über moosbedeckte Felsen den Übergang in eine völlig neue Landschaft markiert.
Mit zunehmender Höhe verändert sich die Vegetation. Vor uns ragen Mount Stanley mit dem Margherita Peak sowie Mount Speke empor und die Vorfreude auf diese beiden Gipfel wächst, während wir durch eine surreale Landschaft aus meterhohen Lobelien, Riesenheide und bizarren Kreuzkräutern wandern. Die ungewöhnliche Pflanzenwelt und die weitläufigen Hochmoore verleihen dem Ruwenzori seinen ganz eigenen Charakter.
Über die Moorlandschaft setzen wir unseren Weg bis zur John-Matte-Hütte auf 3.505 m fort. Hier endet unsere heutige Etappe inmitten der außergewöhnlichen Hochgebirgslandschaft der Mondberge.
900 Hm100 Hm6 - 7 h7 kmBerghütte im Rwenzori Gebirge | UgandaVollpension7. Tag:
Durch das Bujuku-Tal zum Mount Speke
Die heutige Etappe führt uns durch das obere Bujuku-Tal und über das anspruchsvolle Lower Bigo Bog. Holzstege erleichtern den Weg durch das Moor, doch Schlamm, Wasser und weicher Untergrund machen den Aufstieg stellenweise beschwerlich. Oberhalb des Moores erwartet uns die typische afroalpine Vegetation des Ruwenzori mit beeindruckenden Riesenlobelien und meterhohen Senecien.
Am Bujuku Lake auf rund 3.960 m liegt einer der landschaftlich eindrucksvollsten Bereiche der Route. Der See befindet sich zwischen den markanten Gipfeln von Mount Stanley, Mount Speke und Mount Baker. Über die Bujuku Hut steigen wir anschließend weiter zu unserem vorbereiteten mobilen Camp am Mount Speke auf etwa 4.300 bis 4.500 m auf. Für diese Übernachtung im Zelt nehmen wir nur das allerwichtigste mit.
Die Lage mitten im gewaltigen Gipfeldreieck und die außergewöhnliche Hochgebirgsvegetation machen diese Etappe zu einem besonderen Abschnitt unserer Ruwenzori-Expedition.
900 - 1100 Hm100 Hm7 - 9 h8 - 10 kmBerghütte im Rwenzori Gebirge | UgandaVollpension8. Tag:
Gipfelbesteigung Mount Speke | Vittorio-Emanuele Peak (4.890 m)
Noch vor Sonnenaufgang brechen wir zur Besteigung des Mount Speke auf. Über steile Felsplatten, Geröll und ausgesetzte Passagen erreichen wir den Vittorio-Emanuele-Peak auf 4.890 m, den höchsten Gipfel des Mount Speke. Je nach Wetter und Beschaffenheit des Geländes können einzelne Passagen mit Sicherungsseilen überwunden werden.
Oben angekommen, belohnt uns ein beeindruckender Rundblick über das Bujuku-Tal und auf die benachbarten Gipfel von Mount Stanley und Mount Baker. Nach dem Abstieg zum Camp setzen wir unseren Weg durch die hochalpine Landschaft in Richtung Mount Stanley und Margherita Peak fort. Über den Bereich des Scott-Elliot-Passes erreichen wir schließlich die Elena Hut auf 4.540 m Höhe, unser heutiges Etappenziel.
Mit der Besteigung des Mount Speke erreichen wir den zweithöchsten Gipfel des Ruwenzori-Gebirges und erleben die eindrucksvolle Gletscherwelt des Mount Stanley aus unmittelbarer Nähe.
600 - 800 Hm900 - 1100 Hm8 - 10 h8 - 10 kmBerghütte im Rwenzori Gebirge | UgandaVollpension9. Tag:
Königsetappe: Margherita Peak (5.109 m)
Die Nacht ist kurz: Bereits um 02:00 Uhr brechen wir bereits zu unserem nächsten Gipfel auf - zur Besteigung des Margherita Peak (5.109 m), dem höchsten Gipfel des Ruwenzori-Gebirges. Im Schein unserer Stirnlampen steigen wir durch die Dunkelheit auf, während über uns der afrikanische Sternenhimmel leuchtet. Die Kälte und die Höhe lassen schnell spüren, dass heute ein besonderer Gipfeltag bevorsteht.
Der rund fünf- bis sechsstündige Aufstieg führt über das beeindruckende Stanley-Plateau in die hochalpine Gletscherwelt des Ruwenzori. Auf vereisten Passagen kommen je nach Bedingungen Steigeisen, Gurt und Pickel zum Einsatz. Gletscherquerungen und ausgesetzte Abschnitte erfordern konzentriertes und sicheres Gehen, machen den Weg zum Margherita Peak aber zugleich zu einer außergewöhnlichen Hochtour mitten in Afrika.
Mit zunehmender Höhe rückt das Gipfelziel näher. Am Margherita Peak angekommen, eröffnet sich ein grandioser Blick über die Gletscher des Ruwenzori und weit hinaus bis in die Ebenen des Kongo. Die Anstrengungen des Aufstiegs sind in diesem Moment schnell vergessen – dieser Gipfeltag wird zu einem der Höhepunkte unserer Ruwenzori-Expedition.
Nach dem Abstieg zur Elena Hut, der etwa zwei bis drei Stunden dauert, erwartet uns eine wohlverdiente Stärkung. Anschließend überqueren wir den Scott-Elliot-Pass auf 4.372 m und steigen zu den Kitandara-Seen auf rund 4.000 m ab. In der gleichnamigen Kitandara Hut verbringen wir die Nacht – umgeben von der eindrucksvollen Hochgebirgslandschaft der Ruwenzori Mountains.
950 Hm1500 Hm10 - 12 h8,5 kmBerghütte im Rwenzori Gebirge | UgandaVollpension10. Tag:
Über den Freshfield Pass zum Weisman Peak (4.620 m)
Von den Kitandara-Seen führt unser Weg durch die eindrucksvolle hochalpine Moorlandschaft hinauf zum Freshfield Pass. Unterwegs zweigen wir zum Weismann Peak (4.620 m) ab. Über felsige Hänge, Geröll und den breiten Gipfelrücken steigen wir zum höchsten Punkt auf, von dem sich bei guten Bedingungen ein weitreichender Blick über die südlichen Gipfel des Ruwenzori, die Kitandara-Seen und zurück zu den vergletscherten Höhen des Mount Stanley eröffnet.
Vom Gipfel steigen wir wieder zum Freshfield Pass ab, wo unser mobiles Camp bereits vorbereitet wird. Auf einer Höhe von etwa 4.200 bis 4.400 m verbringen wir die Nacht inmitten der abgeschiedenen Hochgebirgslandschaft. Der einfache Lagerplatz bietet uns die Möglichkeit, unmittelbar in dieser wilden Bergwelt zu übernachten und den Tag unter dem offenen afrikanischen Himmel ausklingen zu lassen. Mit dem Weismann Peak haben wir einen weiteren markanten Gipfel des Ruwenzori bestiegen.
950 Hm550 - 750 Hm8 - 10 h9 - 11 kmBerghütte im Rwenzori Gebirge | UgandaVollpension11. Tag:
Edward Peak am Mount Baker (4.844 m) - unser letzter 4.000er
Früh am Morgen brechen wir zur Besteigung des Mount Baker auf. Der Aufstieg führt über Geröll, mächtige Felsplatten und stellenweise ausgesetzte Passagen durch die hochalpine Landschaft des Ruwenzori. Mit dem Edward Peak auf 4.844 m erreichen wir den höchsten Punkt des Mount Baker und besteigen damit einen weiteren der großen Gipfel unserer Expedition.
Nach dem Gipfelerfolg beginnt der lange Abstieg über den Freshfield Pass. Mit jedem Höhenmeter verändert sich die Landschaft: Alpine Moorflächen, meterhohe Senecien und kleine Bergbäche begleiten unseren Weg, während die hochalpinen Gipfel langsam hinter uns zurückbleiben. Am späten Nachmittag erreichen wir schließlich die Guy Yeoman Hut, wo wir den Tag ausklingen lassen.
Von den Höhen des Mount Baker eröffnet sich noch einmal ein beeindruckender Blick zurück auf Mount Stanley und Mount Speke – ein besonderer Moment nach der Besteigung der drei großen Gipfel im zentralen Ruwenzori.
700 - 900 Hm1200 - 1400 Hm9 - 11 h10 - 12 kmBerghütte im Rwenzori Gebirge | UgandaVollpension12. Tag:
Abstieg ins Tal - die letzte Etappe im Ruwenzori
Unsere letzte Trekkingetappe durch das Ruwenzori-Gebirge steht bevor – und natürlich darf auch der typische Ruwenzori-Schlamm noch einmal nicht fehlen. Unterhalb der Guy Yeoman Hut warten mit den Kichuchu-Klippen einige anspruchsvolle Passagen, bei denen Trittsicherheit und Konzentration gefragt sind.
Anschließend folgen wir dem schlammigen Pfad durch den Bergwald und überqueren zweimal den Mubuku-Fluss. Durch dichten Bambuswald geht es weiter bergab, vorbei an der Nyabitaba-Hütte, wo vor einer Woche unser Ruwenzori-Trekking begonnen hat. Von dort führt uns der bereits bekannte Weg zurück nach Ruboni, unserem Ausgangspunkt und Basislager.
Nach den vergangenen Tagen in der Hochgebirgswelt des Ruwenzori wird die Dusche im Guesthouse vermutlich ganz oben auf unserer Wunschliste stehen. Danach bleibt Zeit, die Erlebnisse der vergangenen Tage gemeinsam Revue passieren zu lassen und auf unsere außergewöhnliche Ruwenzori-Expedition mit vier Gipfeln über 4.000 m Höhe, davon sogar ein Fünftausender, anzustoßen.
Und wer sich für die optionale Verlängerung mit einem Gorilla-Trekking im Bwindi Forest entschieden hat, darf gespannt sein: Das nächste außergewöhnliche Naturerlebnis wartet bereits.
1750 Hm8 - 10 h12 kmSnow Heights LodgeVollpension13. Tag:
Rückreise nach Entebbe oder optionales Verlängerungsprogramm
Nach dem letzten Frühstück in Ruboni heißt es Abschied nehmen von den Mondbergen. Wir fahren zurück nach Kasese und fliegen von dort nach Entebbe. Noch einmal ziehen Ugandas grüne Landschaften unter uns vorbei, bevor wir in Entebbe für den Rückflug nach Deutschland umsteigen.
Wer seine Ruwenzori-Reise mit einer Safari oder einem Gorilla-Trekking verlängert, startet das jeweilige Anschlussprogramm bereits ab Kasese.
Frühstück14. Tag:
Rückkehr in die Heimat
In der Regel geht der Flug von Entebbe über Nacht und erreicht Deutschland im Laufe des Vormittags.
Unser Afrika-Abenteuer endet – doch die Erinnerungen an die beeindruckenden Landschaften, besonderen Begegnungen und unvergesslichen Gipfelerlebnisse bleiben. Und vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, schon vom nächsten Abenteuer in Afrika zu träumen.
Unsere Empfehlungen im Anschluss:
Gorilla Tracking im Bwindi Impenetrable Nationalpark (3-tägige Fly-in Safari)