Tourbeginn: Regulär 13:00 Uhr Embakasi
Tourende: Voraussichtlich 17:00 Uhr Entebbe
1. Tag:
Unser Drei-Gipfel-Abenteuer in Ostafrika beginnt!
Abflug von München oder Frankfurt über Nacht in Richtung Afrika. Unser Ziel ist die kenianische Hauptstadt Nairobi.
2. - 3. Tag:
Ankunft in Nairobi und Weiterfahrt aufs Land außerhalb der Stadttore
Unser lokaler Partner erwartet uns bereits am Flughafen und heißt uns herzlich in Kenia willkommen. Anschließend lassen wir die lebhafte Hauptstadt Nairobi hinter uns und fahren hinaus aufs Land zu unserer ersten Unterkunft. Hier können wir in ruhiger Umgebung erst einmal ankommen, uns von der langen Anreise erholen und uns auf die bevorstehenden Tage in Kenia einstimmen.
Wir haben bewusst zwei Übernachtungen vor unserer Mount-Kenia-Besteigung eingeplant. Denn nicht nur die lange Anreise, sondern auch die vielen neuen Eindrücke in einer für uns ungewohnten Welt brauchen etwas Zeit, um anzukommen. Den Tag nutzen wir ganz entspannt, um die Farm zu erkunden, mehr über den Anbau verschiedener Pflanzen zu erfahren und einen Einblick in das Leben der Menschen vor Ort zu bekommen.
Gleichzeitig bleibt genügend Zeit, um uns auf unser bevorstehendes Bergabenteuer am Mount Kenia einzustimmen und die letzten Vorbereitungen für die Tour zu treffen. In ruhiger Umgebung und entspannter Atmosphäre starten wir so bestens vorbereitet in unsere Reise durch Kenia.
Landestypische Lodge | Pension | GästehausHalbpension4. Tag:
Unsere Mount Kenia Besteigung beginnt
Am frühen Morgen brechen wir auf und fahren durch die landwirtschaftlich geprägte Landschaft weiter in Richtung Chogoria. Schon bald verändert sich die Umgebung und wir erreichen den dichten Regenwald am Fuße des Mount-Kenya-Massivs. Gegen Mittag kommen wir am Chogoria Parkeingang an, wo wir unser Team für die bevorstehende Besteigung treffen. Während unser Guide die Formalitäten für den Nationalpark und die Tour erledigt, wartet bereits ein Picknick auf uns.
Anschließend beginnt unser Aufstieg. Einige Kilometer vor dem ersten Camp verlassen wir das Fahrzeug und wandern auf einem einfachen Forstweg durch üppig grünen Regenwald. Mit zunehmender Höhe geht der Wald in dichten Bambus über. Die Strecke wäre auch problemlos mit dem Fahrzeug befahrbar, wir legen die letzten Kilometer jedoch bewusst zu Fuß zurück. So sammeln wir bereits die ersten Höhenmeter und gewöhnen unseren Körper langsam an die zunehmende Höhe – eine gute Vorbereitung für die kommenden Tage am Mount Kenia.
Am Nachmittag erreichen wir schließlich die Meru Mount Kenya Bandas auf 2.950 m. Rund um die Hütten lassen sich immer wieder Affen beobachten, die sich durch die Bäume bewegen oder neugierig in der Nähe des Camps unterwegs sind. Büffel und Elefanten leben ebenfalls in dieser Region, sind hier jedoch äußerst selten zu sehen. Die Wasserböcke bekommt man dagegen vor allem nachts zu Gesicht, die dann auf den saftigen Wiesen rund um das Camp grasen und ruhen. Wir lassen unseren ersten Abend im Camp gemütlich ausklingen und freuen uns auf die vor uns liegenden Wandertage.
400 - 600 Hm2 - 3 hZeltcamp am Mount KeniaVollpension5. Tag:
Vorbei am Nithi Wasserfall zum Lake Ellis (3.450 m)
Nach dem Frühstück sortieren wir die Ausrüstung, die von den Trägern übernommen wird. Anschließend setzen wir unseren Aufstieg auf einem angenehmen und einfachen Weg fort. Die Waldvegetation weicht einer offenen Moor- und Heidelandschaft, die den Blick auf die umliegenden Bergflanken freigibt.
Ein schöner Zwischenstopp erwartet uns am Nithi-Wasserfall. Wir machen noch einen Abstecher in eine kleine Schlucht, genießen die schattige Umgebung und nutzen die Gelegenheit für eine Pause. Danach kehren wir auf den Wanderweg zurück und steigen über den breiten Rücken am Nordosthang des Gorge Valley weiter bergauf. Dabei lohnt es sich, immer wieder genau hinzuschauen: Mit etwas Glück entdecken wir eines der kleinen Chamäleons, die hier häufig vorkommen. Dank ihrer perfekten Tarnung sind sie allerdings gar nicht so leicht zu finden.
Mit zunehmender Höhe wird die Landschaft weiter und die Ausblicke reichen über die Ausläufer des Mount Kenia. Vor uns liegen markante Berge wie der Mugi Hill, Ithanguni Hill und der Giants Billiards Table Mountain. Schließlich erreichen wir den Lake Ellis auf 3.450 m, einen idyllisch gelegenen Bergsee, an dessen Ufer wir unser Zeltcamp errichten.
Der Nachmittag gehört der Erholung und der Akklimatisation. Bei einem Spaziergang am See entlang können wir die Höhe ganz in Ruhe auf uns wirken lassen und die Stille dieser abgelegenen Berglandschaft genießen. Anschließend lassen wir den Tag bei einem leckeren Abendessen ausklingen.
700 Hm250 Hm4 - 5 hZeltcamp am Mount KeniaVollpension6. Tag:
Durch atemberaubende Berglandschaft zum Minto's Camp (4.280 m)
Wir starten früh in den Tag, denn eine lange und anspruchsvolle, zugleich aber landschaftlich besonders abwechslungsreiche Etappe liegt vor uns. Entlang des linken Seeufers geht es zunächst sanft bergan. Um einen Bach zu queren folgen wir dem Weg ein kurzes Stück bergab, bevor wir dann dem langen, felsigen Bergrücken folgen, der uns Schritt für Schritt höher hinauf führt.
Mit jedem Höhenmeter verändern sich die Ausblicke. Tief unter uns liegt das Gorges Valley, während sich der Blick zurück in Richtung Ithanguni und über die weitläufigen nördlichen Moorlandschaften öffnet. Riesige Senezien und Lobelien prägen die Landschaft, dahinter ragen die felsigen Gipfel des Mount Kenia in den Himmel. Wir wandern durch eine ursprüngliche Hochgebirgslandschaft, die sich mit jedem Schritt weiter öffnet.
An einem kleinen Bach legen wir unsere Mittagspause ein. Danach liegt noch etwa eine Stunde Weg vor uns, bis wir das Minto's Camp auf 4.280 m erreichen. Das Camp liegt idyllisch an einem der kleinen Bergseen und wird für die kommende Nacht unsere Bleibe sein.
Nachdem wir unser Lager eingerichtet haben, unternehmen wir noch einen Spaziergang um die Seen zu einem nahegelegenen Aussichtspunkt. Von der Klippe eröffnet sich ein weiter Blick hinunter zum Lake Michaelson. Auch der Blick über die Seen bis ins Camp und hinauf zum Gipfel des Mount Kenia sind von hier aus sehr schön. Wir haben noch einmal Zeit innezuhalten und die Gedanken schweifen zu lassen. Anschließend kehren wir ins Camp zurück und lassen den Abend ruhig ausklingen. Wir gehen früh schlafen, denn bereits in der kommenden Nacht beginnt unsere Gipfeletappe.
1000 Hm150 Hm5 - 7 hZeltcamp am Mount KeniaVollpension7. Tag:
Gipfelbesteigung Point Lenana (4.985 m)
Gegen 1 Uhr nachts beginnt unser Gipfeltag. Eine heiße Tasse Kaffee oder Tee weckt die Lebensgeister, bevor wir im Schein unserer Stirnlampen den Aufstieg beginnen. Anfangs ist der Weg noch moderat, doch schon bald wird das Gelände steiler. Über Fels und Geröll arbeiten wir uns Schritt für Schritt, Stunde um Stunde weiter nach oben. Am Horizont kündigt sich bereits das Morgenlicht an und wir versuchen unseren Aufstieg genau so zu planen, dass wir zum Sonnenaufgang am Gipfel stehen. Die letzten steilen Felsen, noch eine kleine Leiter und dann stehen wir schließlich am Gipfel des Point Lenana auf 4.985 m.
Die Anstrengungen des nächtlichen Aufstiegs und die Kälte sind vergessen, wenn die ersten Sonnenstrahlen über den Horizont steigen und uns wärmen. Vor uns liegt das zerklüftete Mount-Kenya-Massiv mit den markanten Gipfeln Batian (5.199 m) und Nelion (5.188 m). Tief unter uns schimmern die Bergseen im ersten Licht des Tages. Schneefelder, Felstürme und die weite Landschaft, die uns zu Füßen liegt, wird in warmes Licht getaucht. Bei besonders klarer Sicht reicht der Blick sogar bis zum Kilimandscharo.
Für den Abstieg über die steile Nordseite ist noch einmal volle Konzentration gefragt. Schließlich erreichen wir das Shipton's Camp, wo unsere Mannschaft erst einmal ein warmes Frühstück für uns vorbereitet – eine willkommene Stärkung nach den anstrengenden Stunden am Berg. Ausgiebig nutzen wir die Pause und ruhen uns aus. Stolz schauen wir nach oben Richtung Gipfel, auf dem wir heute Morgen noch gestanden haben.
Doch der Wandertag ist noch nicht zu Ende. Wir packen unsere Sachen zusammen und steigen weiter ab. Vor uns liegt das weitläufige Mackinders Valley mit seinen Senezien, Lobelien und Proteas, die entlang der klaren Bergbäche wachsen. Nach einigen Kilometern geht es noch einmal kurz bergauf über einen kleinen Bergrücken und dahinter haben wir unser heutiges Ziel dann erreicht: das Liki North Camp, das noch einmal mitten in dieser faszinierenden Berglandschaft, weit abseits der Zivilisation liegt. Nach dem langen Gipfeltag freuen wir uns auf etwas Ruhe und eine erholsame Nacht.
900 Hm1150 Hm10 - 12 hZeltcamp am Mount KeniaVollpension8. Tag:
Abstieg zum Sirimon Gate und Rückfahrt nach Nairobi
Unser letzter Trekkingtag am Mount Kenia beginnt. Nach einem letzten Bergfrühstück packen wir ein letztes Mal unsere Ausrüstung zusammen und werfen noch einmal einen Blick hinauf zu den Gipfeln des Massivs. Dann machen wir uns auf den Weg zurück ins Tal.
Wir überqueren den Liki-Bach und steigen auf der anderen Seite zunächst über einen kurzen Gegenanstieg hinauf. Anschließend führt der Weg über einen breiten und angenehm flachen Bergrücken hinunter zum Old Moses Camp auf 3.380 m. In der umliegenden Buschlandschaft können wir mit etwas Glück noch Elands beobachten, die größten Antilopen der Welt. Die scheuen Tiere halten allerdings respektvollen Abstand.
Am Old Moses Camp entscheiden wir, ob wir für das letzte Stück bis zum Gate ins Fahrzeug steigen oder die Strecke noch zu Fuß zurücklegen. Ein besonderes Highlight: wir überqueren heute zum ersten Mal den Äquator! Mit dem Erreichen des Regenwaldgürtels verändert sich nicht nur die Landschaft, sondern auch die Tierwelt ist hier wieder artenreich vertreten. Mit etwas Glück begegnen wir den einen oder anderen Wildtieren.
Am Sirimon Gate wartet bereits unser Team auf uns. Nachdem die Ausrüstung verladen ist, verabschieden wir uns von unserer Bergmannschaft und lassen den Mount Kenia hinter uns. In Nanyuki legen wir einen Zwischenstopp ein und überqueren noch einmal den Äquator, bevor wir weiter nach Nairobi fahren.
Nach den Tagen am Berg freuen wir uns auf ein richtiges Bett und eine heiße Dusche. Unser zentral gelegenes Hotel ist zwar einfach, aber dennoch genau richtig für uns. Mehrere Restaurants befinden sich in unmittelbarer Nähe und bevor wir zum Abendessen aufbrechen, stoßen wir auf der Dachterrasse bei einem Sundowner noch einmal auf unsere erfolgreiche Mount Kenia Besteigung an. Ein schöner Abschluss für die vergangenen Tage am Berg.
100 Hm700 - 1400 Hm2 - 5 hKije Place HotelVollpension9. - 10. Tag:
Heia Safari - Auf in die afrikanische Wildnis!
Was wäre eine Reise durch Ostafrika ohne eine Safari? Gerade auf unserer Route bietet sich der Amboseli Nationalpark als perfekte Ergänzung zu unseren Bergabenteuern am Mount Kenia und am Kilimanjaro an – schließlich führt unser Weg ohnehin fast direkt an ihm vorbei.
Nach den Tagen am Berg wartet nun eine ganz andere Landschaft auf uns: die afrikanische Savanne mit ihrer vielfältigen Tierwelt. Wir setzen hier bewusst auf zwei Übernachtungen in einer Safari-Lodge. So haben wir ausreichend Zeit für ausgedehnte Pirschfahrten innerhalb des Amboseli Nationalparks ohne hetzen zu müssen. Gleichzeitig bietet uns der zusätzliche Tag etwas Ruhe und Zeit, um uns auf unser nächstes Bergabenteuer vorzubereiten: den Kilimandscharo.
Dafür heißt es zunächst früh aufstehen. Wir holen im Hotel unsere bereits am Vorabend bestellte Frühstücksbox ab und machen uns auf den Weg. Über die Mombasa Route verlassen wir Nairobi und fahren weiter in Richtung Amboseli Nationalpark. Bereits unterwegs können wir mit etwas Glück die ersten Zebras oder auch Giraffen entdecken und so bekommen wir bereits weit vor der Einfahrt in den Nationalpark einen ersten Eindruck davon, dass wir nun in einer anderen Welt angekommen sind. Während unser Guide am Gate die Formalitäten erledigt, können wir zwar aussteigen und uns die Beine vertreten, das Fahrzeug selbst sollten wir jedoch geschlossen halten. Die neugierigen und frechen Meerkatzen wissen nämlich ganz genau, wo etwas zu holen ist und es könnte sonst ein schnelles Ende mit der mitgebrachten Verpflegung haben.
Hinter dem Gate beginnt unsere Safari. Mit etwas Glück begegnen wir Elefantenherden und Giraffen, die durch die von Schirmakazien geprägte Landschaft ziehen. Im Hintergrund erhebt sich der Kilimandscharo und bildet eine eindrucksvolle Kulisse für unsere ersten Tierbeobachtungen. Auch Zebras, Gnus, Flusspferde, Büffel und verschiedene Antilopenarten sind im Park ebenso zuhause wie Raubtiere - unter ihnen Löwen, Hyänen und Geparde. Gemeinsam mit unserem erfahrenen Safari Guide erkunden wir den Park und nehmen uns Zeit für die Tierbeobachtungen.
An beiden Safaritagen verlassen wir am Nachmittag den Park und fahren zu unserer Lodge direkt hinter der Parkgrenze. Wer möchte, erfrischt sich im Pool oder entspannt auf der Sonnenterrasse. Am Abend lassen wir den Tag bei einem Sundowner am offenen Lagerfeuer ausklingen und wir genießen die besondere Atmosphäre während sich der Tag in der Savanne dem Ende neigt.
Kibo Safari Camp | Amboseli NationalparkVollpension11. Tag:
Auf zum Dach Afrikas! Fahrt nach Tansania zur Rongai Route
Heute beginnt unser nächstes Bergabenteuer. Nach einem stärkenden Frühstück in unserer Lodge fahren wir über die Grenze nach Tansania und weiter zum Nalemoru Gate auf der Nordseite des Kilimandscharo. Auf etwa 2.000 m Höhe treffen wir dort auf unser tansanisches Bergteam. Gemeinsam starten wir unseren Aufstieg über die Rongai Route, die uns entlang der Ostflanke des Kibo-Massivs in Richtung Uhuru Peak führt.
Zu Beginn führt der Weg durch landwirtschaftlich genutztes Gelände und Aufforstungsgebiete, bevor wir in den immergrünen Bergregenwald eintauchen. Mit etwas Glück entdecken wir hier Colobusaffen oder verschiedene Vogelarten. Schritt für Schritt gewinnen wir an Höhe und nach mehreren Stunden lichtet sich der Wald. Die Landschaft wird offener und geht allmählich in die typische Moor- und Heidelandschaft des Kilimandscharo über.
Mit dem Wechsel der Vegetationszonen verändert sich auch die Landschaft um uns herum. Schließlich erreichen wir das Simba Camp auf etwa 2.640 m Höhe, unser erstes Nachtlager am Kilimandscharo. Nach der ersten Etappe lassen wir den Tag inmitten der Hochgebirgslandschaft ausklingen, beziehen unsere Zelte und sammeln Kräfte für die kommenden Tage und den weiteren Aufstieg zum Uhuru Peak.
640 Hm4 - 5 hZeltcamp am KilimanjaroVollpension12. Tag:
Durch einsame Hochmoorlandschaft in Richtung Mawenzi
Heute führt uns die Rongai Route weiter durch die offene Moor- und Heidelandschaft des Kilimandscharo. Unser erstes Ziel ist das Second Cave Camp, an dem wir unsere Mittagspause einlegen. Während des Aufstiegs begleiten uns immer wieder weite Ausblicke auf den Kibo und das markante Mawenzi-Massiv. Die beiden Gipfel prägen zunehmend das Landschaftsbild und machen deutlich, dass wir uns dem eigentlichen Hochgebirge nähern.
Nach der Mittagspause verlassen wir den üblichen Routenverlauf. Statt weiter in Richtung Third Cave Camp zu gehen, schlagen wir den Weg zum Mawenzi ein. Der stetig ansteigende Pfad führt uns durch eine abwechslungsreiche Landschaft und bringt uns näher an die markanten Felsflanken des Mawenzi. Die zusätzliche Höhe und der bewusste Wechsel zwischen Auf- und Abstieg unterstützen dabei unsere Akklimatisation und geben unserem Körper weitere Zeit, sich an die zunehmende Höhe zu gewöhnen.
Schließlich erreichen wir das Kikelewa Tal. Über einen kurzen Abstieg gelangen wir zu einer kleinen Grotte und nur wenige Schritte weiter liegt das Kikelewa Camp auf 3.660 m. Hier verbringen wir die Nacht abseits des stärker frequentierten Hauptweges. Die Lage zwischen Mawenzi und Kibo macht das Camp zu einem passenden Ausgangspunkt für die nächste Etappe unserer Kilimandscharo-Besteigung.
1090 Hm50 Hm6 - 7 hZeltcamp am KilimanjaroVollpension13. Tag:
Zwischen Fels und Hochlandwüste zum Mawenzi Tarn Camp
Nach dem Frühstück starten wir zunächst gemütlich in den heutigen Trekkingtag. Der Weg führt uns durch die zunehmend alpine Landschaft des Kilimandscharo. Ein kurzer, steilerer Abschnitt bringt uns durch einen Bestand aus riesigen Senezien, bevor wir die alpine Hochlandwüste erreichen. Mit zunehmender Höhe wird die Vegetation spärlicher. Zwischen großen Felsblöcken wachsen niedrige Heidekräuter, Greiskräuter und Strohblumen, die an die besonderen Bedingungen dieser Höhenlage angepasst sind.
Am frühen Nachmittag erreichen wir das Mawenzi Tarn Camp auf 4.315 m am kleinen Bergsee. Wir richten unser Zeltlager ein und haben anschließend Zeit, die Umgebung zu erkunden, umgeben von schroffen Felstürmen und tief eingeschnittenen Schluchten. Der Mawenzi erreicht 5.149 m und ist nach dem Kibo der zweithöchste Gipfel des Kilimandscharo. Sein technisch anspruchsvoller Gipfel bleibt erfahrenen Kletterern vorbehalten. Für unsere Akklimatisation nutzen wir den Nachmittag dennoch und steigen noch ein Stück in Richtung Mawenzi auf. Je nach Bedingungen können wir dabei weitere 200 bis 250 Höhenmeter gewinnen, bevor wir wieder zum Camp absteigen. So verbringen wir zusätzliche Zeit in der Höhe und bereiten unseren Körper gezielt auf die kommenden Etappen und den späteren Gipfelaufstieg vor.
650 - 900 Hm250 Hm4 - 6 hZeltcamp am KilimanjaroVollpension14. Tag:
Durch die alpine Wüste zum School Hut Camp
Heute steigen wir weiter in die hochalpine Welt des Kilimandscharo auf. Nach einem zunächst steilen Anstieg überqueren wir den Maua River, der hier oben nur als schmaler Gebirgsbach durch das karge Gelände fließt. Die Pflanzenwelt wird mit zunehmender Höhe immer spärlicher und schließlich erreichen wir den breiten Sattel zwischen dem Kibo und dem Mawenzi. Fels und Geröll prägen nun das Bild – eine Landschaft, die stark an eine alpine Wüste erinnert.
Unser Bergführerteam begleitet uns auch auf dieser Etappe aufmerksam und gibt uns Tipps für den Umgang mit der zunehmenden Höhe. Regelmäßiges Trinken, kleine Pausen und ausreichend Energie sind jetzt besonders wichtig, denn vor uns liegt bereits die entscheidende Nacht des Gipfelaufstiegs.
Kurz vor den Kibo Huts verlassen wir die Hauptroute und steigen noch etwa 45 Minuten bis zum School Hut Camp auf 4.735 m auf. Hier geht es deutlich ruhiger zu. Nach dem frühen Abendessen bereiten wir gemeinsam die Ausrüstung für die Nacht vor und besprechen den Ablauf des Gipfelaufstiegs. Danach heißt es Ruhe finden und möglichst etwas Schlaf bekommen, bevor wir gegen Mitternacht zum Uhuru Peak aufbrechen.
570 Hm150 Hm4 - 5 hZeltcamp am KilimanjaroVollpension15. Tag:
Gipfeltag am Kilimandscharo - vom School Hut Camp zum Uhuru Peak (5.895 m)
Es ist soweit: Der Gipfeltag am Kilimandscharo steht bevor. Gegen Mitternacht verlassen wir das School Hut Camp und beginnen den Aufstieg zum Uhuru Peak auf 5.895 m - der höchste Punkt Afrikas. Schritt für Schritt und in bewusst langsamem Tempo – „pole pole“, wie es auf Swahili heißt – steigen wir über die steilen Serpentinen hinauf zum Gillman’s Point auf 5.683 m am Kraterrand.
Die Höhe macht sich nun deutlich bemerkbar. Deshalb gehen wir ruhig und gleichmäßig, legen regelmäßige Pausen ein und versorgen uns mit warmem Tee, Wasser und kleinen Snacks. Vom Gillman’s Point folgen wir dem Kraterrand weiter in Richtung Gipfel. Dabei kriecht die Sonne bereits über den Horizont und taucht mit ihren ersten Strahlen die alpine Felslandschaft und Gletscher in ein warmes Licht. Nach der kalten Aufstiegsnacht genießen auch wir das Licht und die Wärme.
Nach etwa ein bis zwei Stunden liegt der Uhuru Peak schließlich vor uns und der lange Aufstieg ist geschafft. Wir stehen auf dem Dach Afrikas auf 5.895 m Höhe und ein ganzer Kontinent liegt uns zu Füßen. Am Gipfel nehmen wir uns Zeit für Fotos und eine ausgiebige Pause, bevor der Abstieg beginnt.
Über die Kibo Hut steigen wir zunächst zurück und machen dort eine erholsame Mittagspause. Auch einem Nickerchen steht hier nichts entgegen, um weitere Kraft zu sammeln. Anschließend führt uns der weitere Abstieg über die Marangu-Route zum Horombo Camp auf 3.725 m. Hinter uns liegt ein langer Gipfeltag, vor uns die wohlverdiente Erholung. Gemeinsam lassen wir die vergangenen Stunden Revue passieren – und können mit Stolz sagen: Der Kilimandscharo ist bestiegen.
1160 Hm2170 Hm11 - 12 hZeltcamp am KilimanjaroVollpension16. Tag:
Der letzte Trekkingtag am Kilimandscharo
Nach dem Gipfelerfolg am Uhuru Peak steht heute der letzte Abschnitt unserer Kilimandscharo-Besteigung bevor. Durch den dichten, grünen Bergregenwald folgen wir dem Weg in südlicher Richtung talwärts. Dabei liegen noch einmal über 1.800 Höhenmeter Abstieg vor uns, bevor wir am Marangu Gate schließlich den Kilimanjaro National Park verlassen.
Am Gate erhalten wir unsere Gipfelurkunden und verabschieden uns von unserem Bergteam, das uns während der gesamten Besteigung begleitet hat. Während am Marangu Gate bereits die nächsten Bergsteiger auf ihren Aufstieg über die stark frequentierte Marangu- oder Coca-Cola-Route warten, liegt unser Kilimandscharo-Abenteuer hinter uns.
Von dort fahren wir zurück nach Moshi. Nach den Tagen am Berg freuen wir uns besonders auf eine heiße Dusche und die Annehmlichkeiten unserer Unterkunft. Der restliche Nachmittag steht ganz im Zeichen der Erholung. Bei einem entspannten Aufenthalt am Pool lassen wir die Anstrengungen der vergangenen Tage noch einmal hinter uns. Beim gemeinsamen Abendessen stoßen wir - nach Mount Kenia und Kilimandscharo - schließlich auf unseren zweiten Gipfelerfolg an und lassen unser Kilimandscharo-Abenteuer gemütlich ausklingen. Zwischenstand: Wir haben zwei von drei!
1850 Hm4 - 6 hTulivu Kilimanjaro RetreatVollpension17. - 18. Tag:
Weiterreise nach Uganda: Entebbe, Viktoriasee und der Schuhschnabel
Heute verabschieden wir uns vom Kilimandscharo und von Tansania. Hinter uns liegt bereits ein unvergessliches Abenteuer - die beiden höchsten Berge Afrikas haben wir schon bestiegen - und wir fragen uns, wie das noch getoppt werden kann. Sei versichert - es wird! Denn noch sind wir mit unserer einmaligen Reise in die höchsten Gebirge Afrikas noch nicht am Ende. Mit dem Ruwenzori steht unser drittes Bergerlebnis kurz bevor und damit sicherlich auch das abenteuerlichste.
Vom nahegelegenen Kilimanjaro Airport fliegen wir weiter nach Uganda, an den Viktoriasee. Unser Ziel ist Entebbe, das auf einer Halbinsel direkt am See liegt und nur wenige Kilometer von der Hauptstadt Kampala entfernt ist. Auch hier werden wir wieder zwei Nächte in Folge verbringen, um in Ruhe ankommen und uns noch etwas von den vergangenen anstrengenden Bergtagen erholen zu können.
Mit der Ankunft in Uganda verändert sich auch die Atmosphäre unserer Reise. Die Geräusche, Gerüche und das geschäftige Treiben der Stadt vermitteln uns sofort einen ersten Eindruck vom ugandischen Alltag. Je nach Ankunftszeit und Energie, können wir am Nachmittag noch einen Spaziergang durch den Botanischen Garten unternehmen. Zwischen tropischer Vegetation und alten Bäumen bekommen wir hier bereits einen ersten Vorgeschmack auf die Pflanzenwelt, die uns auf den kommenden Etappen unserer Reise am Berg erwartet.
Den zusätzlichen Tag nutzen wir für eine besondere Entdeckungstour und etwas Abwechslung: Nach etwa einer Stunde Fahrt erreichen wir das Mabamba-Sumpfgebiet am Viktoriasee. Die weitläufigen Papyrussümpfe gehören zu den besten Gebieten Ugandas, um den seltenen Schuhschnabel zu beobachten. Mit traditionellen Booten, wie sie auch von den einheimischen Fischern genutzt werden, fahren wir tief hinein in das verzweigte Sumpfgebiet. Langsam gleiten wir durch die schmalen Wasserwege und halten Ausschau nach dem beeindruckenden Vogel und anderen Bewohnern dieser besonderen Landschaft.
Entebbe Palm HotelHalbpension19. Tag:
Unser drittes Bergabenteuer beginnt: Auf in die "Mondberge"
Unser Abenteuer im Ruwenzori Gebirge beginnt mit einem Inlandsflug von Entebbe nach Kasese. Rund eine Stunde dauert der Flug und bietet uns aus der Luft schöne Ausblicke auf den Viktoriasee, das Rift Valley und die grünen Hügel Ugandas. Nach der Landung fahren wir weiter nach Ruboni. Die etwa einstündige Fahrt führt uns an den Fuß des Ruwenzori, wo ein gemütliches Guesthouse bereits auf uns wartet und als Ausgangspunkt für unsere bevorstehende Trekkingtour dient.
Rund um unsere Unterkunft beginnt die tropische Vegetation des Ruwenzori. Die ersten Ausläufer der „Mondberge“ sind bereits zu sehen und mit der einsetzenden Dämmerung erwacht der Regenwald akustisch zum Leben. Mit etwas Glück hören wir vielleicht sogar den charakteristischen Ruf des Baumschliefers.
Am Abend treffen wir unseren Bergführer, der uns während der kommenden acht Trekkingtage durch den Ruwenzori begleiten wird. Gemeinsam besprechen wir den Ablauf der Tour, überprüfen die Ausrüstung und klären die optimale Packstrategie für die kommenden Tage. Danach kehrt langsam Ruhe ein und wir lassen den Abend mitten in der tropischen Bergwelt ausklingen. Morgen beginnt unser Aufstieg in die Mondberge.
Snow Heights LodgeVollpension20. Tag:
Start ins Ruwenzori-Trekking - von Ruboni zur Nyabitaba-Hütte
Der Ruwenzori ist ein feuchtes Gebirge – und genau das gehört zu seinem besonderen Charakter. Auch während der trockeneren Jahreszeiten sorgen regelmäßige Niederschläge und die dichte Vegetation dafür, dass der Boden selten vollständig abtrocknet. Regenwald, Bambus und ausgedehnte Moorlandschaften halten die Feuchtigkeit im Gebirge. Nasse Wege und schlammige Passagen gehören deshalb ganz selbstverständlich zu einer Ruwenzori-Trekkingtour dazu.
Nach dem Frühstück verlassen wir Ruboni und machen uns auf den Weg zum Eingang des Ruwenzori-Nationalparks. Unser Hauptgepäck bleibt zurück, während unsere Träger das Gepäck übernehmen, das mit muss, das wir während der Tagesetappe aber nicht benötigen. Mit leichtem Tagesrucksack folgen wir zunächst dem Mubuku River und überqueren später dessen Nebenfluss Mahoma. Anschließend steigen wir durch den dichten Bergwald hinauf zur Nyabitaba-Hütte auf 2.650 m.
Der Weg führt durch eine artenreiche tropische Bergwelt, in der es immer wieder etwas zu entdecken gibt. Mit etwas Glück hören wir Schimpansen, beobachten Colobusaffen in den Baumkronen oder entdecken den farbenprächtigen Ruwenzori-Turako. Nach dem ersten Aufstieg erreichen wir schließlich die Nyabitaba-Hütte, wo wir unsere erste Nacht im Ruwenzori-Gebirge verbringen.
900 Hm5 - 6 hBerghütte im Rwenzori Gebirge | UgandaVollpension21. Tag:
Durch Bambuswald und Hochmoore zur John-Matte-Hütte
Heute verändert sich die Landschaft deutlich. Zunächst führt unser Weg noch durch einen ausgedehnten Bambuswald. Über eine kurze, anspruchsvolle Passage mit moosbewachsenen Felsen erreichen wir anschließend die höher gelegenen Moorlandschaften des Ruwenzori.
Mit zunehmender Höhe öffnet sich der Blick auf die Gipfel von Mount Stanley und Mount Speke. Gleichzeitig wird die Pflanzenwelt immer außergewöhnlicher: Riesenheide, meterhohe Lobelien und die markanten Kreuzkräuter prägen die Landschaft. Die ungewöhnliche Vegetation verleiht dem Ruwenzori seinen ganz eigenen Charakter und lässt die Umgebung fast unwirklich wirken.
Durch diese alpine Moorlandschaft setzen wir unseren Aufstieg bis zur John-Matte-Hütte auf 3.505 m fort, unserem heutigen Etappenziel.
900 Hm100 Hm6 - 7 hBerghütte im Rwenzori Gebirge | UgandaVollpension22. Tag:
Durch das Bigo Bog zur Bujuku-Hütte
Heute führt unser Weg weiter durch die charakteristische Moorlandschaft des Ruwenzori. Nach der Überquerung des Bujuku River erreichen wir das Lower Bigo Bog. Riesige Lobelien stehen entlang des Weges, während wir uns über Grasbüschel und schmale, teils nasse Passagen durch das Moor bewegen. Der Untergrund ist sumpfig und trockene Füße sind an diesem Tag kaum zu erwarten – das gehört zu einer Trekkingtour im Ruwenzori einfach dazu.
Mit zunehmender Höhe wird die Landschaft offener und der Blick reicht bis zum Bujuku-See. Links erhebt sich Mount Baker, rechts Mount Stanley. Unser Ziel ist die Bujuku-Hütte auf 3.962 m, die zwischen Mount Baker und Mount Speke liegt.
550 Hm5 - 6 hBerghütte im Rwenzori Gebirge | UgandaVollpension23. Tag:
Aufstieg zur Elena-Hütte (4.541 m) – den Margherita Peak im Visier
Nach dem Frühstück setzen wir unseren Weg in Richtung Margherita Peak fort. Unser heutiges Ziel ist die Elena-Hütte auf 4.541 m. Dabei führt uns der Weg weiter durch zunächst weiter durch das Moor.
Westlich des Bujuku-Sees steigen wir über steilere Hänge durch den Groundsel Gully auf. Riesige Kreuzkräuter, dunkle Felsen und aufziehende Nebelschwaden prägen diesen Abschnitt. An einer Weggabelung teilen sich die Wege.
Wer den Margherita Peak besteigen möchte, folgt dem steilen Anstieg zur Elena-Hütte. Für alle, die bereits wissen, dass sie nicht am Gipfeltag teilnehmen werden, bietet sich die alternative Route über den Scott-Elliot-Pass auf 4.372 m an. Von dort geht es hinunter zur Kitandara-Hütte auf 4.010 m, die an den gleichnamigen Seen liegt. Hier bleibt Zeit zum Ausruhen, während die Gipfelgruppe zur Elena-Hütte weitersteigt und am nächsten Tag zum gemeinsamen Treffpunkt zurückkehrt.
600 Hm4 - 5 hBerghütte im Rwenzori Gebirge | UgandaVollpension24. - 25. Tag:
Unser dritter hoher Gipfel: Margherita Peak (5.109 m)
Die Nacht ist noch einmal kurz: Gegen 02:00 Uhr brechen wir an der Elena-Hütte in Richtung Margherita Peak auf. Im Licht der Stirnlampen steigen wir durch die Dunkelheit zu dem letzten unseres Gipfel-Trios - Mount Kenia, Kilimandscharo und Margherita Peak - hinauf. Über uns liegt der klare afrikanische Sternenhimmel, während die Temperaturen in dieser Höhe deutlich spürbar sind.
Der Aufstieg zum Margherita Peak nimmt etwa 5 bis 6 Stunden in Anspruch und führt über das Stanley-Plateau. Hier zeigt sich der Ruwenzori von seiner hochalpinen Seite. Vereiste Passagen, Gletscher und ausgesetzte Abschnitte erfordern Trittsicherheit und Konzentration. Je nach Bedingungen kommen Steigeisen, Gurt und Pickel zum Einsatz. Der Weg durch das Hochgebirge macht diesen Gipfeltag zu einer ganz anderen Erfahrung als die Besteigung der beiden anderen höchsten Gipfel Ostafrikas.
Am Margherita Peak, dem höchsten Gipfel des Ruwenzori, angekommen, belohnt uns die Anstrengung mit einem weiten Blick über die Gletscher und hinaus bis in die Ebenen des Kongo. Hier haben wir es geschafft - unsere Mission ist erfüllt. Wir haben die drei höchsten Berge Afrikas in einer einzigen Reise bestiegen! Was für ein Erlebnis - die Emotionen lassen sich nicht in Worte fassen.
Nach einer kurzen Gipfelpause steigen wir in etwa 2 bis 3 Stunden wieder zur Elena-Hütte ab, wo ein stärkendes Mittagessen auf uns wartet. Anschließend queren wir über den Scott-Elliot-Pass auf 4.372 m und steigen weiter zu den Kitandara-Seen auf etwa 4.000 m ab. In der gleichnamigen Hütte verbringen wir die nächsten beiden Nächte.
Damit haben wir einen Reservetag für einen eventuellen zweiten Gipfelversucht fest eingeplant, sollte das Wetter die Besteigung des Margherita Peak auf 5.109 m am Vortag verhindert haben. So vergrößern wir uns trotz der wechselhaften Bedingungen im Ruwenzori die Chance, den höchsten Gipfel des Massivs zu erreichen und unsere Drei-Gipfel-Mission zu erfüllen.
Wenn der Margherita Peak bereits bestiegen wurde, können wir den heutigen Tag zum Ausruhen im Camp und am See nutzen. Sind die Bedingungen gut, bietet sich alternativ mit der Besteigung des Weismann Peak auf 4.620 m ein Bonusgipfel an (950 Hm Aufstieg, 950 Hm Abstie, 7 - 8 Stunden Gehzeit). Im Vergleich zum vergletscherten Margherita Peak erwartet uns hier eine andere Bergwelt. Die Gipfelregion ist eisfrei und erinnert mit ihren felsigen Hängen eher an nordische Gebirgslandschaften. Vom Gipfel eröffnet sich ein weiter Blick über das Ruwenzori-Massiv. Besonders der Mount Stanley prägt das Panorama und bietet noch einmal einen ganz anderen Blickwinkel.
950 Hm1500 Hm10 - 12 hBerghütte im Rwenzori Gebirge | UgandaVollpension26. Tag:
Auf historischen Pfaden über den Freshfield-Pass
In Ruhe packen wir heute zusammen - nichts drängt uns mehr. Von den Kitandara-Seen steigen wir zunächst steil entlang der Headwall am Fuß des Mount Baker auf. Der Weg führt über die Südseite des Berges direkt hinauf zum Freshfield-Pass auf 4.282 m. Dort öffnet sich die Landschaft und wir genießen noch einmal den Blick nach Westen in Richtung Kongo und nach Norden auf den Mount Stanley.
Hinter dem Pass beginnt ein langer, weicher und von Moos bedeckter Hochgebirgspfad. Erst bei der verfallenen Felsunterkunft Bujongolo wird der Weg wieder felsiger und etwas anspruchsvoller. Der Ort ist auch historisch interessant: Hier befand sich 1906 das Basislager der Expedition des Herzogs von Abruzzen. Das Expeditionsteam erkundete die Ruwenzori-Berge wissenschaftlich, kartierte Gipfel und Gletscher und erreichte dabei als Erste den Margherita Peak.
Von Bujongolo setzen wir unseren Abstieg fort und erreichen schließlich das Guy Yeoman Camp auf etwa 3.500 m. Nach den Nächten in den hoch gelegenen Hütten ist die deutlich niedrigere Schlafhöhe eine willkommene Erholung.
350 Hm850 Hm5 - 6 hBerghütte im Rwenzori Gebirge | UgandaVollpension27. Tag:
Drei Länder, drei Gipfel – Abschluss im Ruwenzori
Die letzte Etappe unseres Ruwenzori-Trekkings steht an – und natürlich begleitet uns auch heute der typische Ruwenzori-Schlamm. Unterhalb des Guy Yeoman Camps warten mit den Klippen von Kichuchu noch einmal einige anspruchsvolle Passagen, bei denen Konzentration gefragt ist. Anschließend folgen wir einem schlammigen Pfad, der den Mubuku River zweimal quert. Spätestens hier bekommen wir noch einmal die Gelegenheit, mit dem Wasser des Ruwenzori in Kontakt zu kommen.
Durch den Bambuswald steigen wir weiter ab und passieren die Nyabitaba-Hütte, an der vor einer Woche unser Trekking begonnen hat. Von hier führt uns der bereits bekannte Weg zurück nach Ruboni zu unserem Ausgangspunkt. Nach den Tagen im Hochgebirge fühlt sich die Rückkehr ins Basislager fast ungewohnt an.
Die Dusche dürfte nach dem Trekking wohl unser erstes Ziel sein. Danach bleibt Zeit, die vergangenen Tage gemeinsam Revue passieren zu lassen und auf eine Reise zurückzublicken, die uns zu drei Gipfeln in drei Ländern geführt hat: vom Mount Kenia in Kenia über den Kilimanjaro in Tansania bis zum Margherita Peak im Ruwenzori in Uganda. Drei unterschiedliche Gebirge, drei Gipfel und viele Tage im Hochgebirge liegen hinter uns. Anstrengung und Entbehrung, Schweiß und Durchhaltevermögen. Aber auch unterschiedlichste Eindrücke, Menschen, die uns ans Herz gewachsen sind, sowie viele Emotionen und unvergessliche Momente. Eine Reise der ganz besonderen Art!
1750 Hm8 - 10 hSnow Heights LodgeVollpension28. Tag:
Heimreise oder optionales Verlängerungsprogramm
Nach einer letzten Nacht am Ruwenzori genießen wir noch einmal das Frühstück und den Blick auf die Mondberge. Anschließend fahren wir nach Kasese, von wo uns ein etwa einstündiger Flug zurück nach Entebbe bringt. Noch einmal ziehen Ugandas grüne Landschaften unter uns vorbei, bevor wir in Entebbe in die Maschine nach Deutschland umsteigen.
Damit endet unsere Reise durch drei Länder und zu drei Gipfeln. Mount Kenia, Kilimanjaro und Margherita Peak liegen hinter uns – ebenso wie viele Tage in ganz unterschiedlichen Landschaften Ostafrikas. Nun heißt es Abschied nehmen von Uganda und Afrika und die Heimreise antreten.
Wer sich für eine optionale Verlängerung mit Safari und Gorilla Tracking im Bwindi Forest entschieden hat, setzt die Reise bereits ab Kasese mit dem Anschlussprogramm fort.
Frühstück29. Tag:
Ankunft in der Heimat
Der Rückflug erfolgt in der Regel über Nacht, sodass wir im Laufe des Vormittags wieder in Deutschland landen. Hinter uns liegen intensive Tage voller Berge, Landschaften und gemeinsamer Erlebnisse. Nun heißt es Abschied nehmen von Afrika – mit vielen Erinnerungen im Gepäck und vielleicht schon dem Gedanken an die nächste Reise.
Unsere Empfehlungen im Anschluss:
Gorilla Tracking im Bwindi Impenetrable Nationalpark (3-tägige Fly-in Safari)