Tourbeginn: Regulär 16:00 Uhr Kayseri
Tourende: Voraussichtlich 08:00 Uhr Kayseri
1. Tag:
Anreise über Kayseri in die Aladağlar Berge
Von Deutschland fliegen wir in der Regel über Istanbul nach Kayseri. Die Stadt am Fuße des fast 4.000 m hohen Vulkans Erciyes ist die Hauptstadt Kappadokiens und wichtiges Wirtschaftszentrum der Türkei. Nach der Landung in Kayseri werden wir von unserer örtlichen Partneragentur empfangen. Anschließend fahren wir direkt weiter ins Taurusgebirge, in die beeindruckende Region des Nationalparks Aladağlar. Während der etwa dreistündigen Fahrt durch die weite Landschaft Anatoliens prägt die markante Bergkulisse bereits das Bild entlang der Strecke. Kleine Dörfer ziehen an uns vorbei und vermitteln erste Eindrücke über das Leben in dieser Region, die für ihre gelebten Traditionen und ihre offene, herzliche Art bekannt ist. Schließlich erreichen wir das beschauliche Bergdorf Çukurbağ. Nach dem Bezug unserer Unterkunft bleibt Zeit, in Ruhe anzukommen und die besondere Atmosphäre der Bergregion auf sich wirken zu lassen. Wer sich noch etwas Besonderes gönnen möchte, holt sich bei Kerem Dondurma noch ein hausgemachtes Eis. Feige oder Honig/Mandel können wir hier besonders empfehlen. Der Abend klingt entspannt aus und stimmt auf die bevorstehenden Erlebnisse in den Aladağlar Bergen ein.
Taurus GuesthouseHalbpension2. Tag:
Unsere Wanderung beginnt im lieblichen Emli Tal
Nach dem Frühstück erfolgt ein kurzer Transfer zu unserem Basislager im Emli-Tal. Dort lassen wir unser Gepäck zurück und beginnen unsere Wanderung durch die beeindruckende Mangırcı-Schlucht. Der Weg führt uns weiter durch lichte Wacholder- und Zedernwälder hinauf zur grünen Hochebene von Alaca Yayla. Oben angekommen eröffnen sich fantastische Ausblicke auf die südlichen Berge des Aladağlar-Gebirges. Mit etwas Glück begegnen wir unterwegs Hirten, die ihre Herden auf den weitläufigen Almflächen weiden lassen. An einer Quelle legen wir eine Mittagspause ein und genießen unser Vesper inmitten der eindrucksvollen Berglandschaft. Anschließend steigen wir über Oluksekisi zurück ins Emli-Tal ab, wo unser Bergteam bereits unser Camp errichtet hat. Ein "Çay" - traditionell zubereiteter türkischer Tee - und Gebäck warten bereits auf uns. Wir haben noch etwas Zeit zum Entspannen, bevor wir den Tag beim Abendessen in entspannter Atmosphäre ausklingen lassen. Wer sich noch etwas die Beine vertreten möchte, kann einen Spaziergang zu den Höhlen oberhalb des Camps machen, die noch einmal besondere Ausblicke und Fotomotive bieten. Umgeben von den Geräuschen der Natur und unter einem klaren Sternenhimmel genießen wir schließlich die besondere Stimmung unseres Camps.
650 Hm5 - 6 h7 - 8 kmZeltcamp in der TürkeiVollpension3. Tag:
Wanderung durch das Siyirmalik Tal und Eznevit Yayla nach Sokulupinar
Höchstwahrscheinlich werden wir bereits vom Ruf des Rebhuhns und anderer Vögel der Region geweckt. Nach dem Frühstück schultern wir nur unseren Tagesrucksack mit einem Vesper für die Mittagspause und verlassen das Emli-Tal in Richtung Berge. Wir wandern durch das Siyirmalik-Tal hinauf zur Eznevit-Hochebene. Dort begegnen wir eventuell erneut einem halbnomadischen Hirten mit seinen Schafen. Wir genießen die großartige Aussicht von dieser Hochebene und haben zahlreiche Gelegenheiten, Fotos zu machen. Anschließend wandern wir weiter nach Sakartas und steigen von dort zu unserem zweiten Lagerplatz in Sokulupinar (2.000 m) ab, wo uns unser Koch mit Süßigkeiten und türkischem Tee begrüßt. Mit dem Abendessen im Camp lassen wir den wunderbaren Wandertag ausklingen, umgeben von der hohen Kulisse der Aladağlar Mountains - eine ganz besondere Atmosphäre.
790 Hm540 Hm6 - 7 h14 - 15 kmZeltcamp in der TürkeiVollpension4. Tag:
Die Königsetappe steht an: Besteigung des Emler (3.723 m)
Von Sokulupinar wird unser Gepäck von Pferden transportiert, die von einem Pferdeführer begleitet werden. Nach einem frühen Frühstück starten wir in einen anspruchsvollen Wandertag, denn unser Ziel ist das höchstgelegene Camp der Tour auf 3.100 Metern Höhe. Wir steigen zunächst in das Karayalak-Tal auf und wandern weiter zum Celikbuyduran-Pass (3.450 m). Kurz vor dem Pass legen wir an einer Quelle eine wohlverdiente Pause ein, denn hier sind wir bereits einige Stunden unterwegs.
Vom Celikbuyduran-Pass aus haben wir die Möglichkeit, den Emler-Gipfel zu besteigen – mit 3.723 m der dritthöchste Gipfel der Aladağlar-Berge. Für den Aufstieg sind keine technischen Kletterkenntnisse erforderlich – eine gute körperliche Verfassung genügt. Wir beginnen den Aufstieg und erreichen schließlich den Gipfel des Emler auf 3.723 Metern Höhe, wo wir mit einem phantastischen Panoramablick über die gesamte Region belohnt werden. Im Norden erhebt sich der Vulkan Erciyes (3.971 m), den wir bereits von Kayseri aus der Nähe gesehen haben, im Westen der Hasan Dağı (3.268 m) und im Süden das Bolkar-Gebirge.
Nach einer ausgiebigen Pause auf dem Gipfel beginnen wir den Abstieg zur Yedigoller-Hochebene. Der Name „Yedigoller“ bedeutet „Sieben Seen“, und auf unserem Weg passieren wir mehrere dieser Seen. Unser Lagerplatz befindet sich in der Nähe des größten Sees der Gegend am Fuß des mächtigen Direktas Massiv. Bei gutem Wetter besteht sogar die Möglichkeit, ein erfrischendes Bad im See zu nehmen. Bei unserer Ankunft ist das Camp bereits aufgebaut, und unser Koch und Pferdeführer erwartet uns bereits. Nach dem Abendessen verbringen wir die Nacht in diesem beeindruckenden Hochlager auf 3.100 Metern Höhe.
1690 Hm620 Hm7 - 8 h10 - 12 kmZeltcamp in der TürkeiVollpension5. Tag:
Weitere Gipfeloption: Suner Tepe (3.700 m)
Wir nutzen den Tag, um gleich noch einen schönen Aussichts-Dreitausender mitzunehmen. Über einen einfachen Wanderweg steigen wir zum Suner Tepe (3.700 m) auf. Der Suner Tepe liegt im Zentrum des Aladağlar-Gebirges und bietet einen beeindruckenden Ausblick auf die Yedigoller-Hochebene, das Parmakkaya-Tal, das Siyirmalik-Tal und das Emli-Tal. Am Gipfel nehmen wir uns Zeit für ein Picknick auf oder in der Nähe des höchsten Punktes und wandern anschließend wieder in die Hochebene ab, wo unser Camp noch für eine weitere Nacht steht. Der restliche Nachmittag steht zur freien Verfügung. Es besteht die Möglichkeit, im großen See, dem Direk Göll, zu schwimmen und einen Spaziergang rund um die Seen zu machen, um noch etwas die Beine zu vertreten.
600 Hm4 - 5 h10 kmZeltcamp in der TürkeiVollpension6. Tag:
Wanderung durch das beeindruckende Hacer Tal nach Sogukpinar
Am Morgen verlassen wir unser Camp in Yedigoller und wandern auf Pfaden hinab ins Hacer-Tal, ein tief eingeschnittenes, ehemaliges Gletschertal an der Ostseite des Aladağlar-Gebirges. Wunderbare Ausblicke ins Tal und zurück in Richtung Yedigoller mit dem markanten Direktas begleiten uns. Im Tal erreichen wir einen Schotterweg. Hier lagert meist eine halbnomadische Familie, die uns Einblicke in ihre traditionelle Lebensweise gewährt und selbstgemachten Ayran anbietet. Ferhat und seine Frau sind extrem nett und sie freuen sich, wenn wir ihre Einladung annehmen. Im Winter wohnen sie ganz normal im Dorf, von ca. Mai bis Ende September leben sie mit ihrer Ziegenherde jedoch hier draußen. Im Anschluss folgen wir dem befestigten Weg und durchqueren wunderschöne, von Kiefernwäldern geprägte Landschaften in Richtung Sogukpinar. Die beeindruckende Bergkulisse mit ihren zahlreichen Wildblumen und leuchtenden Farben begleitet uns auf dem gesamten Weg. Am späten Nachmittag erreichen wir unseren letzten Zeltplatz auf unserer Reise in Sogukpinar, dessen Name übersetzt „Kalte Quelle“ bedeutet. Am Abend können wir am Lagerfeuer die letzten Trekkingtage in den Aladağlar-Bergen noch einmal Revue passieren lassen.
20 Hm1500 Hm5 - 6 h13 - 14 kmZeltcamp in der TürkeiVollpension7. Tag:
Über Barazama und die Kapuzbaşı Wasserfälle nach Kappadokien
Wir packen ein letztes Mal unser Camp zusammen und verlassen Sogukpinar. Durch einen Kiefernwald wandern wir hinab zum Dorf Ulupinar, auch bekannt als Barazama. Dieses ursprüngliche und weitgehend unberührte Dorf liegt inmitten der wunderschönen Landschaft des Aladağlar-Nationalparks. Hier genießen wir unsere Mittagpause in einem der Häuser der Einheimischen. Außerdem haben wir Zeit, die Dorfbewohner kennenzulernen und einen Einblick in ihren Alltag und ihre traditionelle Lebensweise zu gewinnen. Der traditionelle Çay darf dabei natürlich nicht fehlen. Anschließend treffen wir auf unser Fahrzeug und wir besuchen zunächst die Kapuzbaşı-Wasserfälle, die von einem unterirdischen Fluss gespeist werden und aus den Felsen hervortreten - ein beeindruckendes Naturschauspiel. Das Wasser stammt aus den Schneefeldern und Gletschern der umliegenden Aladağlar-Berge. Nach dem kurzen Zwischenstopp setzen wir unsere Fahrt nach Kappadokien fort, wo uns der restliche Tag zur freien Verfügung steht. Am Abend essen wir im Restaurant unseres Hotels und genießen einen entspannten Aufenthalt im überrankten Garten. Der Blick auf die beleuchtete Felsenburg ist wunderschön und der Gebetsruf vom Minarett der Moschee unterstreicht die orientalische Atmosphäre.
650 Hm2 - 3 h6 - 7 kmGarden Inn CappadociaVollpension8. Tag:
UNESCO Weltkulturerbe Kappadokien
Nach dem Frühstück fahren wir zum Kızılçukur-Panorama, einem der schönsten Aussichtspunkte Kappadokiens. Von hier startet unsere Wanderung durch das Rote Tal und Rosental. Auf aussichtsreichen Wegen entlang der Balkon-Route genießen wir beeindruckende Ausblicke auf die charakteristischen Felsformationen, Weinberge und Täler der Region und wir passieren Höhlenwohnungen und -kirchen sowie ein kleines Café, das zur Einkehr einlädt. Die Wege gleichen schier einem Labyrinth und hinter jeder Kurve scheint ein neues Highlight auf uns zu warten.
Die Wanderung endet im historischen Dorf Çavuşin, in dem sich auch unser Hotel befindet. Wir können uns kurz frisch machen, bevor unsere Erkundungstour in Kappadokien weiter geht. Nach einem Imbiss am Mittag geht es weiter zum Freilichtmuseum Zelve, einer der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Kappadokiens. Die ehemalige Höhlensiedlung mit ihren Felsenkirchen, Wohnhöhlen und Tunneln vermittelt spannende Einblicke in das frühere Leben der Region.
Zum Abschluss fahren wir nach Avanos, das für seine jahrhundertealte Töpfertradition bekannt und dennoch nicht so touristisch wie das Zentrum Kappadokiens Göreme ist. Hier nutzen wir die freie Zeit für einen Bummel durch die Altstadt, essen ein Eis in einer der vielen Eisdielen und erstehen das eine oder andere Souvenir. Wer lieber noch etwas entspannen möchte, kann optional auch ein traditionelles türkisches Hamam besuchen. Unseren letzten Abend verbringen wir in gemütlicher Runde in einem Restaurant in Çavuşin oder Göreme. Mit einem Glas Raki stoßen wir auf unsere Erlebnisse hier in Anatolien noch einmal an.
100 Hm300 Hm2 - 3 h4 - 6 kmGarden Inn CappadociaVollpension9. Tag:
Abschied von Anatolien und Heimreise
Je nach Flugverbindungen erfolgt der Transfer zum Flughafen Kayseri oder Nevsehir, was bereits sehr früh am Morgen sein kann. Meist über Istanbul geht der Flug zurück in die Heimat, wo wir im Laufe des Nachmittags oder Abends landen. Eine wunderbare Wanderreise in der Türkei geht zuende, von der wir sicher noch lange erzählen werden.
Frühstück