Anatolien:
Als Anatolien wird der gesamte asiatische Teil der Türkei bezeichnet, der etwa 97 % der Landesfläche ausmacht. Daher wird auch anstatt Anatolien häufig der Name "Kleinasien" verwendet. Geografisch ist Anatolien als der türkische Teilbereich einzuordnen, der zu Vorderasien zugehörig ist. Doppelt so groß wie die Bundesrepublik ersteckt sich dieser über das Land und umfasst von der Ägäis im Westen bis zur iranischen Landesgrenze im Osten eine Distanz von ca. 2.000 km. Auf der Nord-Süd-Achse, von der Schwarzmeerküste bis zum Mittelmeer, beträgt die Spanne etwa 800 km. Obwohl das Land über sehr viel Fläche verfügt, sind weite Teile Anatoliens nur sehr dünn besiedelt.
Gebirge und Geologie:
Die anatolische Gebirgsregion ist vor allem durch den Aufbau des Taurusgebirge bestimmt. Dieses ist ca. 1.500 km lang und geprägt durch ein komplex aufgebautes Gebirgskettensystem, das sich vor allem auf den Südwesten und Osten des Landes erstreckt. Besonders im Osten, der Gebirgsregion um den Vansee, konnte sich das Gebirge stark auffächern und bietet zahlreiche Gipfel zwischen 3.000 und 4.000 Metern Höhe. Hinzu kommt der urzeitliche Einfluss vulkanischer Aktivität, der innerhalb dieser Region gewaltige Bergmassive aus der Hochlandebene formte. Erst durch diese Naturereignisse entstanden die heute höchsten Berge der Türkei, zu denen unter anderem der Ararat (5.137 m) als einziger 5.000er des Landes zählt und seinen nächsten Konkurrenten, den Uludoruk Tepesi (4.135 m), um etwas mehr als 1.000 Höhenmeter überragt.
Kayseri liegt in Zentralanatolien am nördlichen Rand des Taurusgebirges. Die Region verbindet Hochland, fruchtbare Ebenen und karstige Landschaften. Dramatische Bergzüge des Taurus bilden imposante und tiefe Schluchten, felsige Plateaus sowie Berggipfel, die auf über 3.000 m Höhe aufragen. Dabei ist der ruhende Vulkan Erciyes Dağı (3.916 m) der höchste Gipfel in dieser Region. Das nicht nur kulturell interessante Kappadokien mit seinen Höhlenstädten liegt nur etwa 2 Fahrstunden entfernt und ist ebenfalls einen Besuch wert.
Klima:
Das Klima rund um die Stadt Kayseri ist ganzjährig von kontinentalen Einflüssen geprägt. Dies bedeutet, dass die Sommer mitunter sehr warm und trocken ausfallen und die Winter kalt und schneereich sind. Die Temperaturen liegen im Winter häufig unter 0°C. In den höheren Lagen kann es auch noch deutlich kälter werden, vor allem an windigen Tagen, die die gefühlte Temperatur noch einmal senken. Die Sommertage hingegen liegen häufig über 30°C, wobei es sich in den Bergen nachts deutlich abkühlt.
Kappadokien:
Kappadokien - UNESCO Weltkulturerbe - zählt zu den faszinierendsten Landschaften der Türkei. Die Region ist berühmt für ihre bizarren Tuffsteinformationen, tiefen Täler und jahrhundertealten Höhlenwohnungen, die von Wind und Wetter zu einer einzigartigen Kulturlandschaft geformt wurden. Historische Felsenkirchen, unterirdische Städte und malerische Dörfer zeugen von einer reichen Geschichte. Besonders bei Sonnenaufgang bieten die zahlreichen Heißluftballons über den markanten „Feenkaminen“ ein unvergessliches Panorama.