Indien Bergreisen im Land der Kontraste

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Währung & Bezahlung

Indien hat keinen EURO und dementsprechend kann auch nicht mit Euro bezahlt werden. Die indische Landeswährung ist die Indische Rupie (INR).

Das Abheben von Bargeld in Landeswährung am Geldautomaten mit der Kreditkarte ist in Indien zwar in den größeren Städten möglich, funktioniert aber nicht immer. Bezahlung mit den gängigen Kreditkarten ist in Hotels, größeren Geschäften, Restaurants usw. im Großen und Ganzen gewährleistet. Außerhalb der Städte ist meist nur Barzahlung möglich. Daher sollte auf Reisen nach Indien immer genügend Bargeld in der Tasche sein. Euro können in den größeren Städten umgetauscht werden. Ausländische Reisende dürften keine Rupien nach Indien einführen.

Hier findest Du einen Währungsrechner.

Sicherheit

Generell ist Indien ein sicheres Reiseland. Die Kriminalität ist jedoch als ERHÖHT einzustufen und erfordert Aufmerksamkeit. Insbesondere in Großstädten und Touristenzentren ist Straßen- und Kleinkriminalität sowie Trickdiebstahl zu beobachten. In Bars und Restaurants besteht außerdem die Gefahr, Getränke mit "K.O. Tropfen" verabreicht zu bekommen und anschließend ausgeraubt zu werden. Auch sexuelle Übergriffe sind nicht auszuschließen. Gewaltverbrechen können insbesondere in den Städten sowie nach Einbruch der Dunkelheit vorkommen. Vor allem in den Konfliktgebieten im Nordosten kommen auch Entführungen und kriminelle Übergriffe vor, bei denen vor Gewaltanwendung oder gar Waffengebrauch nicht zurückgeschreckt wird.

In Indien kommt es regelmäßig zu Demonstrationen, Massenkundgebungen und interreligiös bedingten Unruhen, die mehrere Tage dauern können. Dabei kommt es häufig zu schweren Auseinandersetzungen und gewaltsamen Verläufen. Korruption und staatliche Willkür sind in Indien verbreitet und alltäglich. Die kulturellen Besonderheiten, Verhaltensregeln und moralischen Wertvorstellungen sollten von Reisenden eingehalten und respektiert werden.

Generell besteht in Indien landesweit eine erhöhte Gefahr für terroristische Anschläge, vor allem in Neu-Delhi, Jammu und Kaschmir, aber auch in  Metropolen wie Hyderabad, Mumbai und Bangalore. Verschiedene islamistische Terrorgruppen sind in Indien aktiv und hatten in der Vergangenheit verschiedene westliche Einrichtungen und touristische Orte als Ziel von Anschlägen. Reisende sollten landesweit Vorsicht walten lassen und vor allem beim Besuch neuralgischer Orte in den Städten (z. B. Regierungsgebäude, Botschaften, öffentliche Plätze, exponierte Sehenswürdigkeiten usw.) wachsam sein.

Die Kaschmir-Region ist immer wieder von bewaffneten Konflikten zwischen Indien, Pakistan und kaschmirischen Aufständischen betroffen. Von Reisen nach Jammu und Kaschmir - ausgenommen von der Region Ladakh - wird dringend abgeraten. Auch in den nordöstlichen und östlichen Bundesstaaten, vor allem in Manipur und in ländlichen Gebieten, sind militante Gruppen aktiv.

Aufgrund seiner geologischen Lage, an der sich tektonische Platten treffen, ist Indien eine seismisch aktive Zone und es können vor allem im Norden des Landes Erdbeben unterschiedlichen Ausmaßes auftreten, die erhebliche Zerstörungen und Einschränkungen mit sich bringen. In Küstennähe besteht dadurch auch eine erhöhte Tsunami-Gefahr. Tropische Stürme und Zyklone können nicht nur während der Regenzeit, sondern ganzjährig auftreten und schwere Zerstörungen mit sich bringen. Extreme Niederschläge haben häufig Überschwemmungen, Sturzfluten und Erdrutsche zur Folge, die den Verkehrsbereich einschränken.

Gesundheit

Die medizinische Versorgung ist in Indien nur sehr eingeschränkt und entspricht nicht dem westeuropäischen Standard.

Die zentrale Notrufnummer in Indien lautet 112, eine schnelle Notfallversorgung kann jedoch nicht gewährleistet werden. Ärztliche Versorgung ist meist nur in den Städten und in Landessprache verfügbar und sowohl technisch als auch hygienisch häufig problematisch. Die Großstädte verfügen hier über höhere Standards auf einem hohen Niveau. Die Behandlungskosten sind hier jedoch sehr hoch und müssen vor Ort bezahlt werden, häufig in Vorkasse. Medikamente und medizinische Produkte sind nur eingeschränkt verfügbar und notwendige ununterbrochene Kühlung nicht gesichert. Gegen gängige Antibiotika sind viele Krankheitserreger in Indien inzwischen resistent.

Eine gute Trinkwasserversorgung ist in Indien nicht vorhanden. Daher sollten nur abgekochtes oder gefiltertes Wasser getrunken und abgekochte, ungeöffnete und geschälte Lebensmittel gegessen werden, um Durchfallerkrankungen und Wurmerkrankungen vorzubeugen.

Impfungen

Bei der Einreise aus Gelbfieber-Infektionsgebieten besteht die Pflicht einer Gelbfieber-Impfung.

Ansonsten gibt es für die Einreise nach Indien keine Pflichtimpfungen!

Grundsätzlich empfehlen sich für weltweite Bergreisen eine Immunisierung gegen Polio, Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus. Für weiterführende Informationen zur Reisemedizin empfehlen wir das Centrum für Reisemedizin (CRM).

In den tieferen Lagen mit tropischem und subtropischem Klima und vor allem im Umfeld von stehenden oder langsam fließenden Gewässern, können Krankheiten durch Stechmücken übertragen werden, auch Malaria. Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Insektenstichen und -bissen sollten in diesen Regionen beachtet werden. Wir empfehlen eine reisemedizinische Beratung im Vorfeld der Reise. Mit zunehmender Höhenlage, niedrigen Temperaturen und Trockenheit nimmt das Malariarisiko ab. Höhenlagen über 2.500 m sind als malariafrei einzustufen.

Vom Baden in stehenden Gewässern oder Flüssen mit geringer Fließgeschwindigkeit raten wir ab. Indien hat ein erhöhtes Tuberkulose Risiko. Der Kontakt zu Menschen mit starkem Husten unklarer Ursache sollte gemieden werden. Auch das Risiko von Wurmerkrankungen ist erhöht, dabei können die Parasiten auf unterschiedlichen Wegen übertragen werden und in den Körper gelangen (z. B. Stechmücken und Fliegen, über die Nahrung und Trinkwasser oder auch direkt durch die Haut).

Einreise & Zoll

Aufgrund der geltenden Zoll- und Einfuhrbestimmungen kann es bei der Einreise zu Einschränkungen kommen. Achte unbedingt darauf, dass Dein Pass bei der Einreise einen Einreisestempel erhält, um erhebliche Schwierigkeiten bei der Ausreise zu vermeiden.

Ausländisches Bargeld und Reiseschecks müssen ab einem Wert von 5.000 USD bei der Einreise nach Indien deklariert werden. Die Einfuhr von Gold (Barren und Münzen) und E-Zigaretten einschließlich Zubehör ist verboten. Auch bestimmte Medikamente dürfen nicht eingeführt werden. Dies gilt insbesondere für Opiate und Schmerzmittel. Bitte informiere Dich vor Reiseantritt, solltest Du auf solche Medikamente angewiesen sein. Abhör- und Aufnahmegeräte, Funksender, leistungsstarke Kameras und Ferngläser müssen bei der Einreise deklariert werden.

Im Zuge der Corona-Pandemie und damit verbundener Maßnahmen zur Eindämmung des Covid-19-Virus kann es jedoch kurzfristig zu Änderungen mit verstärkten Kontrollen, Quarantänemaßnahmen oder gar Einreisesperren kommen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für Staatsangehörige D | A | CH | I mit folgenden Dokumenten möglich. Angehörige aus einem anderen Teil der Erde wenden sich am besten an ihr zuständiges Konsulat.

  • Reisepass

Visum

Für die Einreise nach Indien benötigen Staatsangehörige D | A | CH | I ein Visum, das bereits vor der Reise bei der Indischen Botschaft oder als e-Visa eingeholt werden muss.

Einige Regionen Indiens (Sikkim, Arunachal Pradesh, Lakkadiven und Ladakh) dürfen nur mit zusätzlicher Genehmigung bereist werden, die vor Ort eingeholt werden muss. Dies sollte bereits vor der Reise geklärt werden. Die Inselgruppe der Nicobaren ist für Touristen nicht zugänglich.

Wir empfehlen Deutschen Staatsangehörigen bei Auslandsaufenthalten die Eintragung in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amtes vorzunehmen.

Reise- und Sicherheitshinweise der Außenministerien

#deinabenteuerbeginnt Hier haben wir noch ein wenig Inspiration für dich.

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