Das Kemptener Naturfreundehaus steht auf 1.416 m an der Europäischen Hauptwasserscheide in den Allgäuer Alpen. Die traditionsreiche Berghütte der NaturFreunde Kempten – 1921 bis 1923 erbaut – nutzen wir als Stützpunkt für Schneeschuhwanderungen im Naturpark Nagelfluhkette. Quellen nördlich der Hütte fließen über die Donau ins Schwarze Meer, südlich über den Rhein zur Nordsee.
Von hier aus erkunden wir die sanften Gipfel der Nagelfluhkette – das Gschwender Horn auf 1.450 m und das Immenstädter Horn auf 1.490 m. Die weiten Hochflächen und lichten Wälder eignen sich für Schneeschuhtouren. Das Naturschutzgebiet zeigt die typische Landschaft der nördlichen Kalkalpen mit ihren Nagelfluh-Formationen. Im Winter verwandelt sich die Region in ein stilles Wandergebiet abseits der großen Skizentren.
Übernachten auf dem Kemptener Naturfreundehaus
Die Berghütte bietet 119 Schlafplätze. Für Familien gibt es einen Streichelzoo und Kinderspielplatz – eine Seltenheit auf dieser Höhe. Die Hütte ist nicht mit dem Auto erreichbar, was die Ruhe des Orts bewahrt. Der weite Blick über die Allgäuer Bergwelt macht das Haus zu einem beliebten Ziel für Naturfreunde.
Zustieg zum Kemptener Naturfreundehaus
Der Hauptzustieg führt von Gschwend durch lichten Bergwald hinauf zur Hütte – 597 Höhenmeter in eineinhalb bis eindreiviertel Stunden. Alternativ steigt man von Immenstadt über das Steigbachtal auf, was mit 714 Höhenmetern und zwei Stunden etwas länger dauert. Beide Wege führen durch die geschützte Landschaft der Nagelfluhkette.
Gut zu wissen
Das Kemptener Naturfreundehaus hat eine bewegte Geschichte: Nach der Erbauung 1921-1923 wurde es während der NS-Zeit verboten und das Vermögen konfisziert. Heute steht es wieder allen Bergfreunden offen und verkörpert die Werte der Naturfreunde-Bewegung.
