Das Kaiserjochhaus steht auf 2.310 m in den Lechtaler Alpen – ein Stützpunkt am Lechtaler Höhenweg. Die Schutzhütte der DAV Sektion Leutkirch steht zwischen schroffen Kalkgipfeln und weitläufigen Bergwiesen. Seit 1888 nutzen wir diese traditionsreiche Berghütte als Ausgangspunkt für Touren im Herzen der Lechtaler Alpen.
Von hier führen die Wege zu Stanskogel (2.757 m) und Grieskopf (2.581 m) – zwei charakteristische Gipfel der Region. Das Kaiserjochhaus verbindet mehrere Hüttenübergänge: zur Leutkircher Hütte in 2 Stunden, zum Edelweißhaus ebenfalls in 2 Stunden. Die anspruchsvolleren Übergänge zur Ansbacher Hütte und Simmshuette führen durch versichertes Gelände – für Ungeübte nur mit Bergführer zu empfehlen.
Die exponierte Lage prägt den Charakter dieses Ortes. Rundherum erheben sich die Kalkwände der Lechtaler Alpen, während sich nach Süden der Blick ins Stanzertal öffnet. Der Zustieg von Kaisers führt durch alpines Gelände – am O-Grat der Vorderseespitze helfen Seilversicherungen über ausgesetzte Passagen.
Übernachten auf dem Kaiserjochhaus
Die Berghütte bietet 52 Schlafplätze im Haupthaus. Ein Winterraum mit 4 Plätzen steht mit AV-Schlüssel zur Verfügung. Die Versorgung der Hütte erfolgt per Helikopter – ein Zeichen für die abgeschiedene Lage hoch über dem Tal.
Zustieg zum Kaiserjochhaus
Der Hauptzustieg startet in Kaisers auf 1.530 m und führt in 2,5 Stunden zur Hütte. Alternative Zustiege sind von Pettneu am Arlberg möglich – mit 3,5 Stunden Gehzeit der längere, aber landschaftlich reizvolle Weg durch das wilde Malfontal.
Gut zu wissen
Das Kaiserjochhaus wurde 1888 vom Touristenverband Tirol erbaut und ging 1923 in den Besitz der DAV Sektion Leutkirch über. Die Geschichte spiegelt sich in der robusten Bauweise wider – die Hütte trotzt Wind und Wetter in den Lechtaler Alpen.
