Die Silvretta Hütte steht auf 2.341 m direkt unterhalb des Silvrettagletschers – im Grenzgebiet zwischen Graubünden und Vorarlberg. Die Berghütte der SAC Sektion St. Gallen nutzen wir als Stützpunkt für Hochtouren auf den Piz Buin (3.312 m) und das Verstanclahorn (3.298 m).
Der Silvrettagletscher prägt diesen Ort. Im Gletschervorfeld führt ein Lehrpfad mit 15 Informationstafeln durch die sich wandelnde Landschaft – Moränen, Gletscherschliff, erste Pionierpflanzen. Die Silvretta Hütte besteht aus zwei Gebäuden: dem Haupthaus und dem historischen Berghaus von 1904. In der getäferten Arvenholz-Stube stehen noch die handgeschnitzten Lehnsessel von 1916.
Von hier führen die Routen über den Gletscher zu den Gipfeln. Der Silvrettagletscher wird nur angeseilt überquert – Spaltengefahr. Ein Klettergarten direkt bei der Hütte ermöglicht Training vor der Tour.
Übernachten auf der Silvretta Hütte
69 Schlafplätze, davon 12 im Winterraum (Reservation zwingend). Die Hütte erzeugt ihren Strom selbst mit einer Wasserturbine. Eine Filter- und Sprudelanlage stellt eigene Getränke her.
Zustieg zur Silvretta Hütte
Der Hauptzustieg führt von Klosters-Monbiel durch das Vereinatal zur Hütte – 1.000 Höhenmeter, etwa 4½ Stunden. Alternativ erreicht man die Berghütte von der Bielerhöhe über Klostertal und Rote Furka in 3½ Stunden oder von der Alp Sardasca in rund 2 Stunden.
Gut zu wissen
Die erste Hütte wurde 1865 erbaut, musste aber 1890 wegen schlechtem Baugrund auf der Moräne neu errichtet werden. 1910 übernahm die SAC Sektion St. Gallen beide Gebäude.
