Das Rifugio Il Truc steht auf 1.706 m in der Charbonnel-Gruppe am Fuß des Rocciamelone, einem der markantesten Dreitausender der Westalpen. Die kleine Berghütte mit ihren 12 Schlafplätzen dient uns als Stützpunkt für die 4. Etappe der Grande Traversata delle Alpi (GTA), dem legendären Weitwanderweg durch den piemontesischen Alpenbogen.
Der Rocciamelone (3.538 m) ragt über dem Susatal auf – ein Berg mit besonderer Geschichte. Bereits 1358 bestieg Bonifacio Rotario den Gipfel und errichtete dort das höchstgelegene Marienheiligtum Europas. Er hatte während seiner Gefangenschaft bei türkischen Soldaten gelobt, ein Bronze-Triptychon auf den höchsten ihm bekannten Berg zu tragen. Das Rifugio Il Truc steht am traditionellen Aufstiegsweg zu diesem geschichtsträchtigen Gipfel. Die exponierte Lage der Hütte zeigt bereits beim Abendessen auf der Terrasse die steilen Flanken des Rocciamelone – morgen früh werden wir dort hinaufsteigen.
Übernachten im Rifugio Il Truc
Die Berghütte hat 12 Schlafplätze für Wanderer und Bergsteiger. Als Etappenpunkt der GTA ist sie auf die Bedürfnisse von Weitwanderern eingestellt. Nach einem langen Tag auf den Pfaden der Grande Traversata delle Alpi finden Bergwanderer hier einen ruhigen Platz für die Nacht – klein, funktional und mit dem Charme einer traditionellen piemontesischen Schutzhütte.
Zustieg zum Rifugio Il Truc
Von Mompantero führt der Weg in etwa 2 Stunden zur Hütte hinauf. Der Zustieg folgt alten Saumpfaden durch die Vegetation der südlichen Westalpen – Kastanienwälder weichen mit zunehmender Höhe Lärchen und alpinen Matten.
Gut zu wissen
Die Erstbesteigung des Rocciamelone im Jahr 1358 gilt als eine der frühesten dokumentierten Hochgebirgsbesteigungen der Alpen. Bonifacio Rotarios Bronze-Triptychon steht noch heute auf dem Gipfel – ein Zeugnis mittelalterlicher Frömmigkeit und bergsteigerischer Kühnheit.
