Die Neue Prager Hütte steht auf 2.796 m im Herzen der Hohen Tauern – exponiert zwischen Felsgipfeln und Gletschern, am Fuß des Großvenedigers. Die traditionsreiche Berghütte des Deutschen Alpenvereins dient als hochalpiner Stützpunkt für die Venediger-Besteigung und die Durchquerung der vergletscherten Venedigergruppe.
Von hier führen die Routen auf den Großvenediger (3.657 m) und seinen kleinen Bruder, den Kleinvenediger (3.467 m). Die Neue Prager Hütte steht zentral im Nationalpark Hohe Tauern – Ausgangspunkt für Übergänge zu den Nachbarhütten: zur Badener Hütte in 3,5 bis 5 Stunden, zum Defreggerhaus in 4,5 Stunden oder zur Kürsingerhütte in 4 Stunden. Ein dichtes Netz an Höhenwegen verbindet die Schutzhütten der Region.
Die hochalpine Lage prägt das Leben auf der Hütte: Photovoltaikanlage und ein mit Rapsöl betriebenes Blockheizkraftwerk sorgen für Strom. Das Wasser ist kostbar hier oben – die zunehmende Trockenheit führte 2022 erstmals zur vorzeitigen Schließung wegen Wassermangels.
Übernachten auf der Neuen Prager Hütte
Die Berghütte bietet 84 Schlafplätze in zwei Bereichen. Ein beheizter Winterraum mit Feuerholz steht in der Nebensaison zur Verfügung, allerdings ohne Strom. Zahlung ist bar oder mit Karte ab 30 Euro möglich.
Zustieg zur Neuen Prager Hütte
Der Aufstieg beginnt am Matreier Tauernhaus auf 1.512 m. Über 1.100 Höhenmeter führt der Weg in 4 bis 5 Stunden zur Hütte – erst durch das Gschlößtal, dann steil hinauf in die hochalpine Zone. Ein Taxi fährt von Matreier Tauernhaus nach Innergschlöß und verkürzt den Zustieg.
Gut zu wissen
Die Neue Prager Hütte wurde 1901 bis 1903 erbaut und am 9. August 1904 eingeweiht. Legendär war Elise Mühlburger, die die Hütte von 1908 bis 1945 führte. Nach einer Generalsanierung 2013/14 steht das Gebäude seit 2014 unter Denkmalschutz.
