Tourbeginn: Regulär 11:00 Uhr Kals am Großglockner
Tourende: Voraussichtlich 15:00 Uhr Kals am Großglockner
1. Tag:
Durch das idyllische Ködnitztal
Erst unmittelbar vor der Einfahrt zum Lucknerhaus öffnet sich der Blick in das hoch gelegene Ködnitztal - aber dieser Blick raubt einem den Atem! Dominiert von der Südwand des 3.798 m hohen Großglockner - der höchste Berg Österreichs - bezaubert dieses Tal gerade auch im Winter mit seinen Lärchenwäldern. Über dem Talgrund erheben sich links und rechts steile Wände. Vorbei an der Huben- und Jörgnalm dringen wir in das Tal vor, vorbei an der Lucknerhütte zur Schlucht des Ködnitzbaches. Die Informationsstellen des Nationalparks informieren unterwegs über die Besonderheiten des Tals sowie Flora und Fauna.
Zurück am Lucknerhaus genießen wir die hervorragende Bewirtung und die Sauna nach diesem Wintertag auf rund 2.000 Meter Meereshöhe.
400 - 600 Hm3 hLucknerhausHalbpension2. Tag:
Auf das Figerhorn 2.743 m - Hausberg des Lucknerhauses
Direkt von der Hüttenterrasse starten wir den Anstieg auf das Figerhorn. Wir steigen kurz steil über eine Stufe im dichten Wald hinauf, bis wir die sanften Südhänge des Figerhorns erreichen. Schon hier öffnet sich der Blick nach Süden zur Schobergruppe, in die Lienzer Dolomiten und mit zunehmender Höhe auch in die Dolomiten - mit aufmerksamen Augen und bei gutem klaren Winterwetter sind auch die Drei Zinnen zu identifizieren.
Am Gipfel genießen wir den spektakulären Tiefblick ins Ködnitztal zur rechten und ins Teischnitztal zur linken - hier beeidruckt das Teischnitzkees ("Kees" ist der Tiroler Name für Gletscher) mit seinen Abbrüchen über einer Felswand. Blickfang im Norden ist und bleibt aber der Großglockner und die benachbarte Glocknerwand (3.721 m).
Auf dem Aufstiegsweg erreichen wir wieder das Lucknerhaus.
800 Hm4 - 5 hLucknerhausHalbpension3. Tag:
Ins Peischlachtal - mit Option auf das Kasteneck 2.821 oder Böse Weibl 3.119 m
Der Weg zur Nigg- und Oberfigeralm führt durch abwechslungsreiche Wälder und Strauchvegetation, bevor wir ins Peischlachtal eintreten. Je nach den Verhältnissen und konditionellen Fähigkeiten der Gruppe entscheiden wir uns im Peischlachtörl für das Kasteneck oder das Böse Weibl, ein Dreitausender in der Schubergruppe. Für das Böse Weibl müssen die Verhältnisse optimal passen - der Bergführer weiß die Lage hier richtig einzuschätzen und entscheidet in Abstimmung mit der Gruppe über das Ziel. Beide Gipfel sind der Höhepunkt dieser Wintertage und bieten nochmals eine spektakuläre Sicht auf die Gipfel der Glocknergruppe im Norden bis hin zu den Dolomiten im Süden.
900 - 1100 Hm4 - 6 hLucknerhausHalbpension4. Tag:
Auf die Glorer Hütte - 2.651 m
Die Glorer Hütte liegt im Berger Törl, dem oberen der zwei Pässe, die das Kalser Tal im Süden des Großglockners mit dem Mölltal im Osten verbinden - tief im Tal ist hier das berühmte Heiligenblut der Talort. Die Glorer Hütte ist eine der ganz wenigen hochalpinen Hütten, die auch im Hochwinter geöffnet haben. Der Anstieg führt uns zunächst durch die allgegenwärtigen Lärchenwälder hinauf in das Kar unter dem Kasteneck. Gegenüber bildet das Figerhorn mit seinem Südhang die winterliche Kulisse. Nach der verdienten Stärkung auf der Glorer Hütte steigen wir auf dem Aufstiegsweg wieder hinunter zum Lucknerhaus. Dort verabschieden wir uns vom wunderbaren Ködnitztal und treten die Heimreise an.
700 Hm4 hLucknerhausFrühstück