Die Geraerhütte steht auf 2.324 m im hinteren Valsertal – umgeben von den vergletscherten Dreitausendern der Zillertaler Alpen. Die Schutzhütte der Sektion Landshut des Deutschen Alpenvereins dient uns als Stützpunkt für Hochtouren auf Olperer (3.476 m) und Schrammacher (3.410 m). Das Valsertal ist Naturschutzgebiet – karg, wild und abgeschieden.
Von der Sonnenterrasse der Geraerhütte blickt man auf die Gletscherwelt des Alpenhauptkamms. Die Hochtouren führen über Firn und Fels zu den markanten Gipfeln. 45 Minuten oberhalb der Hütte trainieren Kletterer an der Fußstein-Südwand. Mehrere hochalpine Übergänge verbinden die Geraerhütte mit den Nachbarhütten – über die Alpeiner Scharte (2.959 m) zur Olpererhütte, über das Sumpfschartl zur Landshuter Europahütte.
Übernachten auf der Geraerhütte
109 Schlafplätze stehen in der Berghütte zur Verfügung. Die Geraerhütte hat getrennte Dusch- und Waschräume – nach der Hochtour eine willkommene Ausstattung. Auf der Sonnenterrasse finden 75 Personen Platz.
Zustieg zur Geraerhütte
Der Hauptzustieg führt vom Gasthaus Touristenrast im Valsertal in 3 Stunden zur Hütte – 980 Höhenmeter durch das stille Tal. Alternative Zustiege sind von St. Jodok am Brenner (3 Stunden) oder vom Schmirntal (4 Stunden) möglich. Von der Olpererhütte (2.388 m) erreicht man die Geraerhütte über die Alpeiner Scharte in 4 Stunden.
Gut zu wissen
Die Geraerhütte wurde 1895 erbaut und 1934 erweitert. Unterhalb der Alpeiner Scharte steht auf 2.800 m ein ehemaliges Molybdänbergwerk – während des Zweiten Weltkriegs waren Zwangsarbeiter in einem Nebengebäude der Hütte untergebracht. 1945 wurde die Hütte beschlagnahmt und ging 1956 an die Sektion Landshut.
