Die Baltschiederklause steht auf 2.783 m in den Berner Alpen – abgeschieden im UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch. Die SAC-Hütte der Sektion Blüemlisalp zählt zu den einsamsten Stützpunkten des Schweizer Alpenclubs. Sie dient als Ausgangspunkt für das Bietschhorn (3.934 m) und das Jägihorn (3.407 m) – zwei markante Gipfel der westlichen Berner Alpen.
Die Umgebung der Baltschiederklause erzählt von vergangenen Zeiten: Verfallene Baracken auf 2.600 m erinnern an die Molybdän-Bergwerke aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Die exponierte Lage macht die Hütte zu einem besonderen Ort – fernab der großen Touristenströme, mitten im hochalpinen Gelände zwischen Fels und Eis.
Übernachten auf der Baltschiederklause:
Die Berghütte bietet 76 Schlafplätze. Ein Winterraum steht ganzjährig zur Verfügung. Die Abgeschiedenheit der Baltschiederklause zeigt sich in der einfachen, funktionalen Ausstattung – hier zählt die Berglandschaft, nicht der Komfort.
Zustieg zur Baltschiederklause:
Der lange Aufstieg von Ausserberg führt durch einen 1,6 km langen Stollen – Stirnlampe erforderlich – oder über die alten Niwärch-Wasserleitungen, wo Schwindelfreiheit und Trittsicherheit gefragt sind. Nach 6,5 Stunden erreicht man die Hütte. Alternative Zustiege führen von Eggerberg über Eggen in etwa 6 Stunden zur Baltschiederklause.
Gut zu wissen:
1922 erbaut mit einer Stiftung von Julius Klaus, der zwei Bedingungen stellte: Die Hütte sollte in der deutschsprachigen Schweiz stehen und seinen Namen tragen. Nach Erweiterungen 1981/82 auf 40 Plätze und 1997 auf die heutigen 76 Plätze ist die Baltschiederklause heute ein wichtiger Stützpunkt für anspruchsvolle Hochtouren in den westlichen Berner Alpen.
