Die Badener Hütte steht auf 2.608 m am Rand des Frosnitzkees in der östlichen Venedigergruppe. Die Schutzhütte der Sektion Baden des ÖAV dient als hochalpiner Stützpunkt für die Besteigung des Großvenedigers (3.657 m) – dem vergletscherten Hauptgipfel der Hohen Tauern. Von der Terrasse blickt man direkt auf die Gletscherzunge und die steilen Felsflanken der Kristallwand (3.310 m).
Der Großvenediger zieht Bergsteiger aus allen Alpenländern an – die Tour von der Badener Hütte führt über das spaltenreiche Frosnitzkees zum Gipfel. Die Kristallwand bietet anspruchsvolle Felsrouten in festem Gneis. Übergänge führen zur Bonn-Matreier Hütte über die Galtenscharte (2.884 m) – bei Vereisung eine heikle Passage – oder zum Defreggerhaus (2.962 m) über das Frossnitztörl, eine Gletschertour auf 3.114 m.
Übernachten auf der Badener Hütte
Die Badener Hütte bietet 52 Schlafplätze. Der unverschlossene Winterraum fasst 8 Personen und ist beheizbar – wichtig für Skitourengeher im Frühjahr. Duschen sind vorhanden, ebenso Handyempfang für die Tourenplanung.
Zustieg zur Badener Hütte
Der Hauptzustieg startet in Gruben auf 1.164 m und führt in 5 Stunden zur Hütte – ein langer Anstieg durch das Frossnitztal. Alternativ steigt man vom Matreier Tauernhaus (1.512 m) über das Löbbentörl (2.770 m) in 6 Stunden auf. Der Wanderweg 924B zur Kristallwand bleibt wegen Felssturz gesperrt.
Gut zu wissen
Die Badener Hütte wurde 1911 erbaut und am 1. Juli 1912 eröffnet – sie gehört zu den traditionsreichen Stützpunkten in den Hohen Tauern. Die exponierte Lage am Gletscherrand macht sie zum Ausgangspunkt für Hochtouren im Venedigergebiet.
