1. Tag:
Abflug in Deutschland
Abflug in Deutschland in der Regel am Abend
2. Tag:
Auf historischen Spuren in Jerewan
Am frühen Morgen landest du in Jerewan und fährst direkt zu unserem Hotel. Die Zimmer sind bereits für uns vorbereitet und auch das Frühstück wartet schon. So kannst du dich nach dem Nachtflug erst einmal stärken, kurz ausruhen und ganz entspannt in Armenien ankommen. Gegen Mittag starten wir gemeinsam zur Stadtführung durch Jerewan mit einem gemeinsamen Mittagessen. Im Matenadaran tauchst du in die Geschichte des Landes ein. Die berühmte Bibliothek beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen alter armenischer Handschriften. Und immer wieder begleitet uns dabei ein besonderer Blickfang: der mächtige Ararat, der jenseits der türkischen Grenze über der Stadt aufragt. Anschließend fahren wir nach Etschmiadsin, dem religiösen Zentrum Armeniens und Sitz des Katholikos, des Oberhaupts der Armenisch-Apostolischen Kirche. Wir besuchen die Hauptkathedrale und spazieren durch die weitläufige Anlage mit ihren alten Kreuzsteinen. Mit der Surb-Hripsimé-Kirche aus dem 7. Jahrhundert wartet anschließend noch eines der bedeutendsten Bauwerke armenischer Architektur auf uns. Am Abend hast du Zeit, Jerewan selbst zu entdecken. Rund um den zentralen Platz findest du zahlreiche Restaurants, Cafés und Bars – perfekt, um den ersten Tag in Armenien ausklingen zu lassen.
Landestypisches HotelHalbpension3. Tag:
Erste Skitour am Vulkan Hatis und Höhlenkloster Geghard
Heute schnallst du zum ersten Mal die Tourenski an. Unser Ziel ist der 2.528 Meter hohe Berg Hatis, ein markanter erloschener Vulkan nordöstlich von Jerewan. Sein fast kegelförmiger Aufbau und die weitgehend offenen, baumfreien Hänge prägen den Berg. Im oberen Bereich wird das Gelände weiter und gleichmäßiger, während tiefere Lagen von kleinen Schluchten und Rinnen durchzogen sind. Genau dieser offene Charakter macht den Hatis zu einem schönen Einstieg in unsere Skitourenwoche. Für uns stehen heute rund 450 Höhenmeter auf dem Programm. So bleibt genügend Zeit, um sich an Schnee, Ski und Bedingungen zu gewöhnen. Schritt für Schritt steigen wir über die freien Hänge zum Gipfel. Oben wird der Blick weit: Vor uns liegen der Aragats und das Geghama-Gebirge, und bei klarer Sicht steht der mächtige Ararat am Horizont. Einige unserer Skitourenziele der kommenden Tage können wir von hier bereits ausmachen. Dann kommt der schönste Teil: die erste Abfahrt durch die weiten Hänge des Hatis. Je nach Schneelage finden wir hier Pulver, Firn oder einfach guten armenischen Tourenschnee – und bekommen einen ersten Eindruck davon, was uns in den kommenden Tagen erwartet. Nach der Skitour wechseln wir die Skischuhe gegen Kultur. Wir fahren nach Garni und besuchen den antiken Tempel hoch über der Azat-Schlucht. Anschließend geht es weiter zum Höhlenkloster Geghard. Teile des UNESCO-Welterbes wurden direkt aus dem Fels geschlagen – ein eindrucksvoller Abschluss unseres ersten Skitourentages.
Das Abendessen können wir heute nochmals indviduell in Jerewan genießen
450 Hm3 - 4 hLandestypisches HotelHalbpension4. Tag:
Vom Vulkangipfel Ara in die tiefen Täler von Aghveran
Der Ara erhebt sich als freistehender, erloschener Vulkankegel aus der armenischen Hochebene. Rund 2.600 Meter hoch, mit breiten, weitgehend baumfreien Flanken und viel offenem Gelände – ein Berg wie gemacht für Skitouren. Genau hier liegt unser heutiges Ziel. Vom Ausgangspunkt steigen wir rund 900 Höhenmeter auf. Schritt für Schritt gewinnen wir an Höhe, der Blick wird immer weiter. Im Süden steht der mächtige Ararat über der Ebene, im Nordwesten zeigt sich das deutlich größere Aragats-Massiv mit seinen vier Gipfeln. Wir sind nun am Ziel! Noch einmal nehmen wir uns Zeit für das weite Panorama, bevor die Felle im Rucksack verschwinden. Dann folgt die lange Abfahrt über die offenen Hänge des Ara zurück ins Tal. Anschließend fahren wir weiter nach Aghveran. Der kleine Berg- und Erholungsort liegt eingebettet in den bewaldeten Hängen der Provinz Kotayk. Nach den offenen Vulkanlandschaften rund um Jerewan wirkt die Umgebung hier deutlich grüner. Wälder, Bergflanken und das enge Tal prägen die Landschaft. Ein schöner Kontrast – und genau der richtige Ort, um nach der Skitour anzukommen und den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.
900 Hm4 - 5 hLandestypisches HotelHalbpension5. Tag:
Skifahren zwischen Birken und Buchen am Teghenis
Der 2.854 Meter hohe Teghenis zeigt noch einmal einen ganz anderen Charakter. Im unteren Teil steigen wir zunächst durch lichten Eichen- und Hainbuchenwald auf. Mit zunehmender Höhe werden die Bäume weniger, bis sich schließlich die weiten, offenen Hänge des Teghenis vor uns ausbreiten. Genau dort liegt unser heutiges Ziel. Schritt für Schritt steigen wir hinauf, bis wir nach rund 950 Höhenmetern den Gipfel erreichen. Geschafft! Direkt am Berg befindet sich eine Station der Flugsicherung – ein ungewöhnlicher Platz für eine Pause. Drinnen ist es warm und bei einem Kaffee können wir kurz durchschnaufen, bevor es wieder hinaus in den Schnee geht. Dann wartet die Abfahrt. Über die offenen Hänge ziehen wir unsere Spuren zurück ins Tal und fahren anschließend wieder nach Aghveran. Der kleine Erholungsort liegt auf rund 1.550 Metern im Tal des Dalar, eingerahmt von bewaldeten Berghängen. Hotels, Gästehäuser und kleine Restaurants verteilen sich locker im Tal. Nach der Skitour bleibt noch Zeit für einen Kaffee oder Tee, bevor wir den Tag gemütlich ausklingen lassen.
1000 Hm5 - 6 hLandestypisches HotelHalbpension6. Tag:
Die Qual der Wahl - Skitour oder Freeride? Beides!
Der Tag beginnt mit einem kurzen Abstecher in die Geschichte Armeniens. Direkt auf dem Weg zum Myler-Skigebiet besuchen wir im Dorf Yeghipatrush die Surb-Astvatsatsin-Kirche aus dem frühen 13. Jahrhundert. Rund 15 Minuten nehmen wir uns Zeit für den kleinen mittelalterlichen Bau, bevor wir weiter in Richtung Berge fahren. Dann ändert sich das Bild komplett. Rund um den 2.825 Meter hohen Eghipatrush liegt das moderne Myler-Skigebiet mit Gondel und Sesselliften. Für uns ist das vor allem praktisch, denn je nach Schnee und Bedingungen können wir die Anlagen mit unserer Skitour kombinieren oder die ruhigere Nordflanke aus eigener Kraft angehen. Spätestens bei der Abfahrt wird es wieder einsam. Abseits der Pisten ziehen wir unsere Spuren durch das freie Gelände zurück ins Tal. Anschließend fahren wir weiter nach Aragats. Der kleine Ort liegt auf knapp 2.000 Metern direkt am Fuß des mächtigen Aragats-Massivs. Niedrige Häuser, kleine Läden und einfache Restaurants verteilen sich entlang der Straße, dahinter öffnen sich sofort die weiten Hochlandflächen. Viel Trubel gibt es hier nicht. Genau das macht den Ort aus. Wer noch Lust hat, dreht eine kleine Runde durchs Dorf oder setzt sich auf einen Tee oder Kaffee zusammen. Über uns liegen bereits die verschneiten Gipfel des Aragats – unser Ziel für den nächsten Tag.
950 Hm4 - 5 hLandestypisches HotelHalbpension7. Tag:
Der absolute Höhepunkt: Der Aragats und fast 20 Kilometer Abfahrtsvergnügen
Der Aragats ist das höchste Bergmassiv Armeniens. Vier Gipfel umschließen den gewaltigen Krater eines erloschenen Vulkans, dessen höchster Punkt auf 4.090 Meter aufragt. Unser Ziel ist der rund 3.890 Meter hohe Südgipfel – und damit der alpine Höhepunkt unserer Reise! Den Aragats versuchen wir nur bei passenden Wetterbedingungen. Andernfalls unternehmen wir eine alternative Skitour. Deshalb ist der Transport mit dem Radtrack nicht im Reisepreis enthalten. Bei guten Gipfelchancen verkürzen wir damit unseren Aufstieg: Ganze 17 Kilometer bringt uns der Radtrack dem Berg näher – eine Strecke, die wir später mit den Ski wieder abfahren. Allein die Vorstellung macht Lust auf diesen langen Skitag! Auf etwa 3.100 Metern entlässt uns der Radtrack in die winterliche Bergwelt. Ab hier geht es aus eigener Kraft weiter: Wir ziehen die Felle auf und spuren über weite Schneehänge immer höher in das mächtige Massiv hinein. Zunächst gleichmäßig, dann zunehmend steiler. Das Atmen fällt schwerer, wir spüren die Höhe. Doch mit jedem Meter öffnet sich die Landschaft weiter, bis wir schließlich den Südgipfel erreichen. Geschafft! Unter uns breitet sich Armenien aus, im Süden erhebt sich bei klarer Sicht der Ararat über der Ebene. Jetzt heißt es Felle runter, Ski anschnallen und abfahren! Über die offenen Gipfelhänge und weiter entlang unserer morgendlichen Auffahrtsstrecke gleiten wir durch die weite Vulkanlandschaft des Aragats zurück ins Tal. Jetzt feiern wir zünftig auf Armenisch! Vegetarier bitte kurz weghören: Khorovats gehört hier einfach dazu – kräftig gegrilltes Fleisch, dazu Lavash, gegrilltes Gemüse, Zwiebeln und frische Kräuter. Genau das Richtige nach einem langen Tag am Berg.
900 Hm5 - 7 hLandestypisches HotelHalbpension8. Tag:
Pausen- und Reservetag: zwischen Weinbergen und Hochtälern
Nach den vergangenen Tagen in den Bergen wechseln wir heute die Perspektive. Gleichzeitig halten wir uns diesen Tag bewusst als Reservetag für unsere Königsetappe am Aragats offen. Sollte uns dort am Vortag das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht haben, nutzen wir heute – wenn die Bedingungen passen – die zweite Chance für den Südgipfel. Läuft alles wie geplant, führt unsere Route hinaus in das weite Ararat-Tal, eine der fruchtbarsten Regionen Armeniens und seit Jahrhunderten eng mit dem Weinbau verbunden. Schon die Landschaft wirkt plötzlich anders: offene Ebenen, Felder und Weinberge, darüber immer wieder der mächtige Ararat am Horizont. Genau vor dieser Kulisse liegt Chor Wirap. Das Kloster gehört zu den bekanntesten Orten Armeniens und kaum irgendwo scheint der Ararat zum Greifen nah. Wir nehmen uns Zeit für die Anlage und den Blick hinüber zum Berg, bevor wir weiter nach Vayots Dzor fahren. Die Landschaft wird wieder wilder. Trockene Berghänge, enge Täler und rötliche Felswände begleiten uns bis zum Kloster Norawank, das eindrucksvoll zwischen steilen Felsen liegt. Danach ziehen wir uns immer weiter in die Berge zurück und erreichen schließlich Hermon. Der kleine Ort liegt abgeschieden in einem stillen Hochtal, eingerahmt von dunklen Berghängen. Häuser und Gärten verteilen sich locker im Tal, ein Bach zieht durch die Landschaft und rundherum beginnt sofort die Bergwelt. Hier wird es ruhig. Genau der richtige Platz, um nach diesem langen Tag anzukommen und noch einmal eine ganz andere Seite Armeniens zu erleben.
Landestypisches HotelHalbpension9. Tag:
Skitour im Teksar-Gebirge: weite Hänge, wilde Berge und der Ararat am Horizont
Hinter Hermon steigen die Berge wieder an. Das Teksar-Gebirge ist trocken, weit und offen – lange Bergrücken, sanft geneigte Hochflächen und tief eingeschnittene Erosionsrinnen prägen die Landschaft. Genau hier führt uns unsere nächste Skitour hinauf auf den Teqsar. Rund 1.270 Höhenmeter liegen vor uns. Über die langen, freien Hänge ziehen wir unsere Spur immer weiter hinauf, das stille Hochtal von Hermon bleibt langsam unter uns zurück. Wald gibt es hier kaum noch, dafür viel Platz und eine Landschaft, die fast endlos wirkt. Oben angekommen breitet sich die Bergwelt Armeniens vor uns aus. In der Ferne zeichnen sich der Ararat und die Berge des Vardenis-Gebirges am Horizont ab. Mit etwas Glück entdecken wir unterwegs auch Spuren der wilden Bewohner dieser abgelegenen Berge – Steinböcke, Hasen, Füchse und Wölfe sind hier zuhause. Danach folgt das, wofür wir aufgestiegen sind: eine lange Abfahrt über die offenen Hänge zurück ins Tal. Am Nachmittag kehren wir nach Hermon zurück und genießen noch einmal die Ruhe unseres kleinen Bergortes.
1300 Hm6 - 7 hLandestypisches HotelHalbpension10. Tag:
Alte Seidenstraße, letzter Skigipfel und der Sewansee zum Abschluss
Unsere Route folgt zunächst einem alten Abschnitt der Seidenstraße hinauf zum Vardenyats-Pass. Kurz unter der Passhöhe steht auf rund 2.400 Metern die Orbelian-Karawanserei aus dem Jahr 1332. Hinter den dicken Basaltmauern fanden einst Händler, Reisende und ihre Lasttiere Schutz vor Wind, Schnee und Kälte. Ein kurzer Blick hinein – und man kann sich gut vorstellen, wie Karawanen hier vor Jahrhunderten die armenischen Berge überquerten. Dann wechseln wir wieder auf die Ski. Unser Ziel ist der rund 3.300 Meter hohe Nshkharq. Noch einmal liegen etwa 1.100 Höhenmeter vor uns. Über die offenen Hänge ziehen wir hinauf, bis sich am höchsten Punkt noch einmal die Berglandschaft Südarmeniens vor uns ausbreitet. Dann heißt es ein letztes Mal: Felle runter und abfahren! Nach der Skitour verändert sich die Landschaft völlig. Wir fahren hinunter zum Sewansee, der „blauen Perle Armeniens“ und einem der größten Hochgebirgsseen der Region. Auf einer Halbinsel über dem See liegt das Sewankloster mit seinen beiden Kirchen aus dem 9. Jahrhundert. Von oben fällt der Blick über das tiefblaue Wasser und die umliegenden Berge – ein starker Abschluss unserer Reise durch Armenien. Anschließend fahren wir zurück nach Jerewan.
1100 Hm4 - 5 hLandestypisches HotelHalbpension11. Tag:
Abschied von Armenien
Heute heißt es Abschied nehmen. Wir treten den Heimflug an – mit vielen Bildern im Kopf und dem Ararat noch einmal ganz präsent.
Frühstück